Vandalismusschäden am Wegeleitsystem
Wachtberg. Abgebrochene Pfeilwegweiser, beschmierte Wandertafeln und entwendete Infotafeln. Der Naturpark Rheinland und die Gemeinde Wachtberg kämpfen immer häufiger mit Vandalismusschäden am Wegeleitsystem im Drachenfelser Ländchen.
Zusammen mit Bürgermeister Jörg Schmidt, Beigeordnetem Swen Christian sowie den Vertretern des Wachtberger Wander-Vereins Ursula Botthof-Speiser und Ernst Picard haben sich Harald Sauer, Geschäftsführer des Naturpark Rheinland und der Projektverantwortliche Dominik Liebenstein kürzlich am Wachtberger Ehrenmal getroffen, um gemeinsam zu erörtern, wie das Vandalismusproblem in den Griff zu bekommen sei.
Hauptwegweiser mit acht Schildern brachial zerstört
Dort waren am Hauptwegweiser, einem zentralen Punkt des Wegeleitsystems, wie Sauer erläuterte, alle acht Pfeilwegweiser mit Gewalt abgerissen worden. Derart rohe Gewalt mache fassungslos. Neben abgebrochenen Wegeschildern werde der Naturpark Rheinland auch immer wieder mit besprühten Infotafeln und ausgerissenen Sitzbänken konfrontiert. „Sinnlos! Warum?“, fragten sich alle.
In Wachtberg lägen die Kosten für die Behebung derartiger Beschädigungen im fünfstelligen Bereich, sagte Schmidt. Im gesamten Verbandsgebiet des Naturpark Rheinland summieren sich laut Sauer diese Kosten jährlich auf durchschnittlich 10.000 bis 15.000 Euro. Dabei ist es nicht nur der finanzielle Aufwand, der zu Buche schlägt, auch der zeitliche und verwaltungsseitige sei beachtlich. „Ein Pfeilwegweiser kostet allein schon rund 50 Euro“, sagte Liebenstein und zeigte dabei auf die acht leeren und verbogenen Halterungen. Da komme schon eine beträchtliche Schadenshöhe zusammen.
Wachtberger Wander-Verein als Partner und Pate
„Für uns ist es unmöglich, wöchentlich zu kontrollieren“, führte der Projektleiter weiter aus. Er hatte Ersatzschilder und Werkzeug mitgebracht, um den Wegweiser persönlich instand zu setzen. Persönlicher Einsatz, das ist es auch, was Sauer und Liebenstein mit Blick auf die beiden Vertreter des Wachtberger Wander-Vereins loben. Ohne die jahrelange gute Zusammenarbeit mit den Vereinsvorsitzenden, die als Paten fungieren, Markierungen pflegen und Beschädigungen melden, ließe sich die Qualität des Wegeleitsystems dauerhaft kaum gewährleisten. „Seitens der Gemeinde Wachtberg herzlichen Dank für diese Arbeit!“, dankte Bürgermeister Schmidt allen Beteiligten für ihr Engagement. Die Wachtberger Wanderrouten seien ihnen vertraut, aber Ortsunkundige, so Botthof-Speiser und Picard, seien auf die Schilder angewiesen.
Dass man sich lückenlos im Naturpark Rheinland bewegen kann und die Qualität des Wegeleitsystems erhalten bleibt, wird aufgrund der zunehmenden Vandalismusvorfälle schwieriger. „Lösungen hierfür suchen wir noch. Wir sind machtlos!“, zeigte sich Sauer pessimistisch. Aber vielleicht hilft es schon, die Wanderer für die Problematik zu sensibilisieren.
Pressemitteilung
Gemeinde Wachtberg
