Beeindruckendes Konzert eines Meisterschülers der Musikschule Remagen
Vasileios Kakos begeisterte über 120 Gäste mit Klavierkonzert
Werke großer Komponisten von Mozart, Beethoven bis Rachmaninoff kamen ebenso zu Gehör sowie die Eigenkomposition „Hoffnung“
Remagen. In den Genuss eines großartigen Klavierkonzertes kamen gut 120 Gäste am Sonntag im Foyer der Rheinhalle. Innerhalb der Konzertreihe „Remagener Konzerte“ begeisterte der Meisterschüler der Musikschule Remagen, Vasileios Kakos. Die Moderation des Konzerts übernahm der Leiter der Musikschule und Dirigent des sinfonischen Stadtorchesters, Frank von Häfen. Er verlieh seiner Freude Ausdruck, dass es in Remagen auch ein Forum für Schüler in einer der höchsten Spielstufen gibt. In kurzen Worten stellte er den Meisterschüler Vasileios Kakos, kurz Vasilis, vor. Kakos wurde am 30. Juni 1986 in Athen geboren. Schon sehr früh wurde er durch seine Eltern mit der Musik und vor allem mit dem Gesang in Kontakt gebracht. Sein Vater Efstathios Kakos war über 30 Jahre als Tenor an der Nationaloper in Athen tätig. Seine Stimmausbildung konnte Vasilis Kakos 2009 erfolgreich mit dem Gesangsdiplom am „Konservatorium Opera“ in Athen abschließen. In Deutschland möchte er nun nach dem Erlernen der Sprache seine Ausbildung an der Musikhochschule Köln mit der musikalischen Reifeprüfung am Klavier fortsetzen. Die vorbereitende Ausbildung findet seit 2018 an der Musikschule Remagen statt. „Hören Sie nun eine Reise durch die Epochen des Barock, der Klassik, der Romantik und der Moderne“, lud von Häfen ein, dem Meisterschüler zu lauschen und zu genießen. Die einzelne Klavierwerke wurden im Verlauf des Konzerts jeweils kurz von von Häfen erläuterte.
Den Auftakt gab der Meisterschüler Kakos mit von Johann Sebastian Bach BWV847 – Präludium & Fuge in c-moll Nr. 2. Von Wolfgang Amadeus Mozart brachte Kakos Fantasia in d-moll KV 397 zu Gehör und von Ludwig van Beethoven Sonate in f-moll op.2, No.1 – 1. Satz.
Von Franz Schubert spielte Kakos Impromptu in Es-Dur - op.90, Nr.2. Die Impromptus von Franz Schubert, so von Häfen, sind lyrische Klavierstücke aus den letzten Lebensjahren des Komponisten. Den Opus 90 komponierte Schubert im Sommer und Herbst 1827 und ergänzte sie im Dezember desselben Jahres um vier weitere Stücke. Neben den Moments musicaux gehören die alle in B-Tonarten stehenden Charakterstücke zu seinen bekanntesten Klavierwerken und waren, vor alle früher, fester Bestandteil der Unterrichtsliteratur und Hausmusik. Sie sind heute Teil der Konzertprogramme der Pianisten und werden zyklisch oder einzeln gespielt.
Zwischen den einzelnen Stücken spendeten die Zuhörer Vasileios Kakos für sein großartiges Spiel immer wieder begeisterten Applaus.
Vor der Pause kamen die Zuhörer noch in den Genuss des Präludium (e-moll) – op. 28 Nr. 4 von Frederic Chopin und nach der Pause ging es mit der Polonaise in g-moll – op. Posthum KK Iia No. 1 von Frederic Chopin weiter. Zwei Stücke gab es im Anschluss vom US-amerikanischen Musiker und Komponisten Philip Glass zu hören. Glass gilt unter anderen als einer der wichtigsten Vertreter der Minimal-Music. Das Werk von Glass umfasst zahlreiche Opern, Symphonien, Konzerte, bis hin zu Kammermusik und Filmmusikkompositionen. Vasileios Kakos spielte die Metamophose One, die sich auf die Novelle von Franz Kafka „Die Verwandlung“ aus dem Jahr 1915 bezieht. Das zweite Stück war das „Opening von Philip Glass, der erste Satz.
Den besonderen Schwierigkeitsgrad der Werke von Sergej Rachmaninoff machte Frank von Häfen vor den beiden letzten Konzertstücken klar. Hier intonierte Vasilis Kako Prélude (cis-moll) – op.3, Nr. 2 und Prélude (g-moll) – op.23, Nr.5.
Das Publikum war derart begeistert, dass es nach dem letzten Klang des letzten Stückes lang anhaltend applaudierte und um Zugabe bat. Die gab Kakos gern und überzeugte dann auch mit einem selbst komponierten Stück unter dem Titel „Hoffnung“. Stehende Ovationen bekam der Meisterschüler der Musikschule Remagen zum Schluss seines wirklich beeindruckenden und sehr emotional vorgetragenen Konzerts. AB
