Allgemeine Berichte | 18.11.2022

Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen gab seine Zustimmung

Verbrauchermarkt am Ortseingang von Wormersdorf könnte Weihnachten 2023 fertig sein

Investor stellte die Pläne ausführlich vor - Schräg gegenüber der ED-Tankstelle soll einen Lebensmittelmarkt mit insgesamt 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche gebaut werden

So wie auf dieser Visualisierung des Investors Schoofs Immobilien GmbH könnte der künftige Verbrauchermarkt am Ortseingang von Wormersdorf aussehen. Es handelt sich allerdings um eine vorläufige Darstellung, die sich aufgrund der Ergebnisse des Planverfahrens noch ändern kann.  Copyright: Schoofs Immobilien GmbH

Wormersdorf.Einstimmig befürwortete der Rheinbacher Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen jetzt die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans sowie eines Flächennutzungsplans im Parallelverfahren für den Bau eines Verbrauchermarktes am Ortsrand von Wormersdorf. Zuvor hatten Dr.-Ing. Johannes Suchy sowie Geschäftsführer Josef Schoofs vom Investor Schoofs Immobilien GmbH (Kevelaer) die Pläne ausführlich vorgestellt. Zugleich wurde die frühzeitige Beteiligung der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange gestartet.

Schräg gegenüber der ED-Tankstelle soll demnach einen Lebensmittelmarkt mit insgesamt 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche auf einem etwa 8000 Quadratmeter großen Grundstück gebaut werden. Neben einem Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von etwa 1500 Quadratmeter einschließlich Bedientheke für Wurst, Fleisch und Käse sowie einer Obst- und Gemüseabteilung soll dort eine Bäckerei mit Café sowie weitere Shops wie eine Lottoannahmestelle, ein Blumenladen oder ein Bankautomat auf weiteren 300 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Außerdem soll etwa 700 Quadratmeter als Lager und Nebenflächen genutzt werden. Es würden bereits erfolgversprechende Gespräche mit Edeka als zukünftigem Betreiber des Vollsortimenters geführt, die aber noch nicht abgeschlossen seien.

Fotovoltaikanlage auf dem begrünten Dach

Geplant ist ein acht Meter hoher, optisch untergliederter eingeschossiger Baukörper mit einem 2000 Quadratmeter großen, begrünten Flachdach. 60 Prozent davon sollen mit einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 300 Kilowatt peak ausgestattet werden, womit zugleich in Absprache mit der Stadtverwaltung die Pflicht ersetzt werde, die Parkplatzfläche mit Fotovoltaik zu überdachen. Auf Bitten von Dr. Nils Lenke (Grüne) versprach Suchy, die Photovoltaikanlage auf eine Nennleistung von 400 Kilowatt peak zu vergrößern, entweder auf dem Dach oder auf dem Parkplatz oder an der Fassade.

Würde man jedoch, wie eigentlich von Gesetzes wegen gefordert, den Parkplatz mit Fotovoltaik-Dächern ausstatten, gingen durch die notwendigen Stützpfeiler einige Parkplätze verloren - was wiederum dazu führte, dass die eigentlich vorgeschriebene Anzahl an Parkplätzen unterschritten werde. Außerdem müssten die Fotovoltaik-Dächer eine lichte Höhe von mindestens 4,50 Meter aufweisen wegen der darunter reagierenden Zuliefer-LKWs. „Ich habe auch noch keine Parkplatzüberdachung gesehen, die architektonisch ansprechend und städtebaulich angemessen werde“, argumentierte Schoofs. Nicht zuletzt müsse in dem Fall auf das Pflanzen von etwa einem Dutzend Bäumen verzichtet werden, „das kann doch nicht im Sinne des Klimaschutzes sein“, fand er, und der Ausschuss schloss sich dieser Meinung nach einer Sitzungsunterbrechung an.

109 Stellplätze auf dem Parkplatz

Neben einer energiesparenden LED-Beleuchtung soll die Wärmeerzeugung zeitgemäß mit einer Wärmepumpe erfolgen, welche die Abwärme aus der Gewerbekälteanlage für eine energieoptimierte Beheizung des Baukörpers nutzbar macht. Für Fahrzeuge sollen insgesamt 109 Stellplätze auf dem vorgelagerten Parkplatz entstehen, der über eine Linksabbiegespur mit Tempobremse am Ortseingang erreicht werden kann. Außerdem gibt es direkt am Eingang Stellplätze für Fahrräder und Lastenfahrräder. Auch mindestens zwei Elektro-Ladestationen könnten integriert werden, das sei aber letztlich Sache des künftigen Betreibers. Schoofs rechnet mit einer Bauzeit von sieben bis acht Monaten, wenn die Baugenehmigung da sei. „Wenn alles glatt läuft, könnte das Einkaufszentrum schon zum Weihnachtsgeschäft 2023 seine Pforten öffnen“, ergänzte Schoofs auf Nachfrage von Ute Krupp (SPD).

Sämtliche Wormersdorfer Ausschussmitglieder zeigten sich erfreut über das Vorhaben. „Wir warten im Dorf schon lange auf das Projekt, jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, wo sich tatsächlich etwas tut“, sagte Ute Krupp (SPD). Der Standort sei gut gewählt, zumal die vorausgegangenen Untersuchungen gezeigt hätten, dass es keine Möglichkeit gebe, ein Einkaufszentrum innerhalb des Ortes zu verwirklichen. „Deshalb mussten wir an den Ostrand auf die grüne Wiese.“ Dr. Nils Lenke (Grüne) freute sich ebenfalls, dass das Projekt vorangehe, wünsche sich aber noch eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien. Markus Pütz (CDU) fand die Planungen sehr gut und war als direkter Nachbar überzeugt, dass es eine städtebauliche und architektonisch gute Lösung geben werde. Axel Nagel (Grüne) freute sich, dass zumindest im Sommer die Photovoltaikanlage 100 Prozent des Energiebedarfs des Marktes decke. Zudem bat er darum, beim Bau klimafreundlich Baustoffe einzusetzen, was Schoofs auch versprach: „Wir arbeiten mit möglichst wenig Beton, aber ganz ohne geht es nicht.“ Einen kleinen Wermutstropfen ließ Bürgermeister Ludger Banken (parteilos) am Ende in die Euphorie fallen: „Es handelt sich um ein sehr großes, sehr hohes Verkaufsgebäude, das können wir als Stadt nicht allein entscheiden und sind darauf angewiesen, dass auch die zuständigen Behörden mitspielen.“

JOST

So wie auf dieser Visualisierung des Investors Schoofs Immobilien GmbH könnte der künftige Verbrauchermarkt am Ortseingang von Wormersdorf aussehen. Es handelt sich allerdings um eine vorläufige Darstellung, die sich aufgrund der Ergebnisse des Planverfahrens noch ändern kann. Copyright: Schoofs Immobilien GmbH Foto: Schoofs Immobilien GmbH

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