Ausstellung zum Thema „Kriegskinder berichten“ im Rathaus Adenau gestartet
„Vergessene Generation“
Noch zu sehen bis zum 27. März
Adenau. Im Rahmen der dritten Ahrweiler Freiheiterwoche findet im Rathaus eine Ausstellung „Kriegskinder aus der Verbandsgemeinde Adenau berichten“ statt. Die Ausstellung wird organisiert vom Jugendbüro der Verbandsgemeinde Adenau und dem Gesprächskreis „Vergessene Generation in der Verbandsgemeinde Adenau“.
Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann und sein Team sowie die Gruppe um Anneliese Dockter haben in liebevoller Kleinarbeit Erinnerungsstücke und Bilder aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengestellt. Im Rahmen der Ausstellung fand ein Autorengespräch mit Ernst Servais aus Eupen statt. Dieser hat eine enge Verbindung zu der damaligen Zeit, hierüber hat er ein Buch geschrieben, aber auch nach Adenau. Hier gehörte er zu den Mitbegründern des Arbeitskreises „Kinder, Jugendliche, Familien stark machen in der Verbandsgemeinde Adenau“ (heute Arbeitskreis Zukunft 2020).
Zur Ausstellungseröffnung sprach Bürgermeister Guido Nisius. Er begrüßte Gäste des Fördervereins Ahrweiler Freiheiterwochen, Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder sowie den Gesprächskreis „Vergessene Generation in der Verbandsgemeinde Adenau. Die Stadtbücherei Adenau hatte für den Abend einen Büchertisch vorbereitet. Ernst Servais überreichte dem Bürgermeister sein Buch „Begegnungen mit Menschen, die ich nicht vergessen will“. Servais, 1931 in Köln-Deutz geboren, erlebte den Zweiten Weltkrieg in seiner ganzen Grausamkeit. Seine Mutter war Deutsche, sein Vater Belgier. Im Foyer des Rathauses entwickelte sich bald ein reger Austausch von Erinnerungen, zu denen auch Charly Korden, ein Adenauer Original, beitrug.
Die Ausstellung ist noch bis zum 27. März zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Schulen, die Interesse an einem Austausch haben, können sich melden bei: Anneliese Dockter, Tel. (0 26 91) 49 20 50 oder beim Jugendbüro der Verbandsgemeinde Adenau, Tel. (0 26 91) 30 51 11.
