Allgemeine Berichte | 27.02.2025

Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion Cochem für das Jahr 2024

Cochem. Im Jahr 2024 wurden im zugewiesenen Dienstgebiet der Polizeiinspektion Cochem insgesamt 1577 Verkehrsunfälle aufgenommen. Das sind zehn weniger als im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl lag vor der Pandemie, in den Jahren 2018 und 2019, bei fast 1700 Verkehrsunfällen.

Im vergangenen Jahr mussten vier Verkehrsunfälle mit insgesamt fünf tödlich verletzten Personen bearbeitet werden. Bei den getöteten Verkehrsteilnehmern handelte es sich um drei alleinbeteiligte Motorradfahrer und zwei Lkw-Fahrer. Hier die Zahlen der getöteten Verkehrsteilnehmer der vergangenen Jahre: 2024 - fünf Personen 2023 - drei Personen 2022 - eine Person 2021 - eine Person 2020 - ohne Verletztenzahlen rückläufig. Zum letzten Jahr kann die Polizeiinspektion Cochem einen vergleichsweise starken Rückgang der Schwerverletztenzahlen von 44 auf 30 Personen melden. Die Zahl der Leichtverletzten ging geringfügig von 179 auf 170 Personen zurück. 759 Verkehrsunfälle ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften und 818 außerhalb.

Unfallursachen

Die Unfallursachen listen sich in ihrer Häufigkeit im Jahr 2024

wie folgt auf:

- mangelnder Sicherheitsabstand, auch seitlich (26 % der Gesamtunfallzahlen)

- Fehler beim Wenden, Abbiegen oder Rückwärtsfahren (16,5 %)

- nicht angepasste Geschwindigkeit (8 %)

- regelwidrige Straßenbenutzung (5 %) (zum Beispiel: Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot, unerlaubte Fahrbahnnutzung)

- Vorfahrtsverstöße (3 %)

- Verkehrstüchtigkeit (2 %)

(Alkohol/Drogen, Übermüdung, körperliche/ geistige Mängel)

- Wild auf der Fahrbahn (32 %)

- Rest (7,5 %)

(Überholen, Ladung, Vorbeifahren, Nebeneinanderfahren, Ablenkung, Verkehrssicherung, andere Fehler, andere äußere Einflüsse)

Die Anzahl der Fälle des unerlaubten Entfernens vom Unfallort liegt mit 241 im Durchschnitt der Zahlen der letzten Jahre. Nur in den Pandemiejahren 2020/ 2021 waren die Zahlen etwas niedriger. Unter den Verkehrsunfällen mit Flucht waren nur zehn mit Personenschaden, auch dieser Wert zeigt den Durchschnittswert der letzten Jahre.

Die Aufklärungsquote fiel auf ca. 37 %, die in den Jahren zuvor immer bei ca. 40 % lag.

Zahl der Unfälle mit Kindern

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung liegt bei zehn. Dabei erlitten zwei Kinder schwere und acht leichte Verletzungen. Die Hälfte der Unfälle wurde von den Kindern selbst verursacht. Dies zweimal mit dem Rad, zu Fuß, mit einen E-Scooter oder mit einem Go-Kart. Zwei Kinder wurden fußläufig angefahren und zwei als Mitfahrer in einem Pkw verletzt.

Zahl dermotorisierten Zweiradunfälle

Mit 51 Verkehrsunfällen unter der Beteiligung von Krafträdern ist die Zahl um elf Fälle im Vergleich zum Vorjahr verhältnismäßig stark zurückgegangen. Jedoch wurden dabei drei Motorradfahrer getötet, sieben schwer und 26 leicht verletzt. 45 Verkehrsunfälle mit Kraftradfahrern, über 88 Prozent, wurden von den Kraftradfahrern selbst verursacht, dies fast ausschließlich durch nicht angepasste Geschwindigkeit. In wenigen Fällen wurde der Sicherheitsabstand nicht eingehalten, oder trotz Verbot oder Gegenverkehr überholt. Zweimal befand sich Wild oder ein anderes Tier auf der Fahrbahn.

Die Kraftradfahrer werden seit Jahren als Risikogruppe geführt, da sie verhältnismäßig häufig Verkehrsunfälle verursachen und aufgrund der fehlenden passiven Sicherheit die schlimmsten Unfallfolgen herbeiführen.

Alkohol und/oder Drogen

Insgesamt 33-mal wurden berauschende Mittel als Ursache für ein schädigendes Ereignis im öffentlichen Verkehrsraum festgestellt. In 30 Fällen war Alkoholeinfluss verursachend, jedoch wurde auch achtmal ein Drogen- und zweimal ein Medikamenteneinfluss ausgemacht, sodass vermehrt ein Mischkonsum ermittelt wurde. Es ist ein starker Anstieg des Drogeneinflusses festzustellen.

Die Polizeiinspektion Cochem wird diesbezüglich schwerpunktmäßig Kontrollen durchführen. In den ersten acht Wochen des neuen Jahres wurden in hiesigem Dienstgebiet bereits 14 Fahrten unter Drogen- und sieben unter Alkoholeinfluss geahndet. Da die Verkehrsüberwachung selbstverständlich nur stichprobenartig möglich ist, muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Unfälle mit jungen Erwachsenen (18 - 24 Jahre)

2024 gab es 289 Verkehrsunfälle unter der Beteiligung von jungen Erwachsenen. Davon wurden fast 75 Prozent von der Gruppe selbst verursacht. Hierbei wurden zwei Personen auf dem Motorrad getötet, drei Personen schwer- und 28 leichtverletzt.

Unfälle mitSenioren (ab 65 Jahre)

Senioren waren im Jahr 2024 an 338 Verkehrsunfällen beteiligt. Bei den Verkehrsunfällen unter der Beteiligung von Senioren wurden neun Personen schwer und 34 leicht verletzt. Mit einer Steigerung der Leichtverletztenzahlen von über 40 Prozent und gleichbleibenden Schwerverletztenzahlen ist hier - aufgrund der gegenläufigen Entwicklung zu den Gesamtverletztenzahlen - eine detailliertere Analyse erforderlich. Die betreffende Risikogruppe war in 253 Fällen Hauptverursacher des Verkehrsunfalls, das ist ein Prozentsatz von fast 75. Auch hier ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

An 131 Verkehrsunfällen unter der Beteiligung von Senioren waren Fahrzeugführer ab einem Alter von 75 Jahren beteiligt. Fast 79 Prozent dieser Unfälle wurden von dieser Altersgruppe selbst verursacht. Die Gesamtzahl der

Verkehrsunfälle ging zwar zurück, jedoch blieb die Verletztenzahl im Vergleich zu den letzten Jahren relativ hoch.

Zahl der Verkehrsunfällemit Radfahrern rückläufig

Mit 42 Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern ist die Zahl leicht rückläufig. 2024 war 15-mal ein Pedelec beteiligt (2023 - 13mal), sodass hier nicht die erwartete Zunahme der Unfall- und Verletztenzahlen zu verzeichnen ist. In 37 Fällen waren die Radfahrer die Hauptverursacher. Zumeist geschieht die Verursachung alleinbeteiligt oder zwischen Radfahrern. Es wurden neun Personen schwer und 30 leicht verletzt.

Die angeführten Zahlen spiegeln aus hiesiger Sicht nicht die hohe Dichte des Radverkehrs an der Mosel wider und sind somit eher positiv zu bewerten. Jedoch bildeten die Radfahrer fast ein Drittel der Gesamtzahl der Schwerverletzten.

Anzahl der Wildunfälle

Im vergangenen Jahr wurden 509 Wildunfälle aufgenommen, das liegt im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Straßenmeisterei Cochem führt, wo es möglich ist, weiträumige Mäharbeiten und die Kürzung des Untergehölzes durch. Dem Verkehrsteilnehmer soll damit ein frühestmögliches Wahrnehmen des Wildes ermöglicht werden. Die Polizeiinspektion Cochem bittet weiterhin, insbesondere bei Wildwechselbeschilderung und dem Durchfahren von bewaldetem Gebiet, um gesteigerte Sorgfalt und verringerte Geschwindigkeit.

Pressemitteilung der

Polizeiinspektion Cochem

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