Allgemeine Berichte | 06.02.2017

Eisrettungsübung der Freiwilligen Feuerwehr Kripp im Remagener Schwimmbad

Vermeintlich im Eis eingebrochene Kameraden wurden gerettet

Im Remagener Schwimmbad wurde die vermeintlich im Eis eingebrochener Kameraden gerettet. AB

Remagen. Wenn es im Winter knackig kalt ist und die Gewässer langsam zufrieren, übt das gefrorene Nass eine große Anziehungskraft und Faszination für Groß und Klein aus. Dabei werden leider oft die großen Risiken beim Betreten zugefrorener Gewässer außer Acht gelassen. Kaum jemand kann die Eisdicke richtig einschätzen und selbst wenn das Eis am Rand trägt, muss es noch lange nicht überall dick genug sein, um darauf sicher Spaß zu haben. Wenn das Eis bricht, muss alles ganz schnell gehen: Ein Schock durch das eiskalte Wasser, man hält die Luft an, wird panisch und kühlt extrem schnell aus. Der Mensch verliert in solch einer Situation schnell ein Grad Körpertemperatur pro Minute.

Unterkühlung und Kraftverlust bringen so die verunfallte Person schnell in Lebensgefahr. Um auf einen solchen Einsatzfall vorbereitet zu sein, nutzten die Wehrleute der Einheit Kripp der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Remagen die anhaltenden Minusgrade aus und führten eine Übung im Freizeitbad Remagen durch. Ziel der Übung sollte es sein, im Eis eingebrochene Menschen mit den vorhandenen Rettungsmitteln möglichst schnell, sicher und schonend zu retten. Die Einheit Kripp, die als Facheinheit für den Wasserschutz zuständig ist, verfügt seit dem vergangenen Jahr über besondere Einsatzmittel, welche durch die Stadt Remagen, den Kameradschaftsverein der Einheit Kripp sowie über Spenden beschafft wurden. So stehen als Schutzausrüstung für die eingesetzten Kameraden Überlebensanzüge zur Verfügung, die dem Retter als Kälteschutz und Auftriebshilfe dienen, sowie entsprechende Haltepunkte haben, mit denen die Feuerwehrmänner vom Ufer aus gesichert werden können. Weiterhin verfügt die Einheit Kripp über einen sechs Meter langen, aufblasbaren Rettungssteg, mit dem sich die Retter auch über dünnes Eis beziehungsweise offenen Wasserflächen sicher zu dem Verunglückten fortbewegen können. Diese speziellen Rettungsmittel, aber auch die auf den Feuerwehrfahrzeugen vorhanden Steckleitern und Schleifkorbtragen wurden im Rahmen der Übung unter Leitung von Einheitsführer Ingo Wolf vorgenommen, um zwei im Eis des Schwimmbades „eingebrochene“ Kameraden zu retten. Außerdem wurde die Einsatzstelle mit Stromerzeugern und Lichtmasten ausgeleuchtet und die Rettung und Versorgung der Opfer an Land geübt. Diese Übung vertiefte den sicheren Umgang mit den neuen Rettungsmitteln sowie den Ablauf von Rettungen unter Realbedingungen.

AB

Im Remagener Schwimmbad wurde die vermeintlich im Eis eingebrochener Kameraden gerettet. Foto: AB

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