Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V.
Verwaiste Piri braucht umfassende Gebisssanierung
Kreis Ahrweiler. Die elf Jahre alte, hübsche und verschmuste Piri verkriecht sich auch nach fast sechs Wochen noch in einer Höhle. Sie begreift nicht, warum die 1. Vorsitzende des Katzenschutzvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler 1978 e.V., Anita Andres, sie aus ihrem geliebten Zuhause mitgenommen und auf eine Pflegestelle gebracht hat. Die traurige Wahrheit: Frauchen ist verstorben, Herrchen kam wegen Demenz ins Pflegeheim und die Tochter übergab Piri schließlich dem Verein, bevor sie ins Hospiz musste.
Der routinemäßig bei jedem Neuzugang durchgeführte tierärztliche Check zeigte, dass Piri nicht nur stark übergewichtig, sondern vor allem ihr Gebiss in einem katastrophalen Zustand war. „Piri hatte nur noch Zahnruinen im Maul“, so Anita Andres. Unvorstellbar welche Schmerzen sie in der Vergangenheit erdulden hat müssen, denn so ein schlechtes Gebiss entwickelt sich über Jahre. Ein regelmäßiger Tierarztbesuch bzw. eine Zahnsteinentfernung gehörten wohl nicht zu den Gepflogenheiten ihres Zuhauses.
„Wir müssen leider viel zu oft feststellen, dass Katzenhalter überrascht sind, dass auch Tiere, auch bei Wohnungshaltung, einen regelmäßigen tierärztlichen Check benötigen. Vor allem wenn sie älter sind, ist das unabdingbar. Genau wie wir Menschen werden auch Tiere mit zunehmendem Alter anfälliger für Krankheiten“ so Anita Andres. Speziell Katzen sind wahre Künstler im Verbergen von Schmerzen, in der Natur ist das für sie überlebensnotwendig, da darf man keine Schwäche zeigen. „Man muss daher sein Tier genau beobachten, um Erkrankungen und Schmerzen oder Veränderungen im Verhalten zu erkennen“, ergänzt Anita Andres und fährt fort „Es ist ziemlich sicher, dass Piri Trockenfutter und festere Nahrung nicht mehr fressen konnte, das hätte man erkennen können. Wir raten jedem Tierhalter dringend einmal im Jahr einen tierärztlichen Check machen zu lassen. Das ist letzten Endes auch günstiger, als zu warten bis es nicht mehr anders geht. Und natürlich für ein schmerzfreies Leben des Tieres, das von uns Menschen in dieser Beziehung völlig abhängig ist, unerlässlich“.
Bei Piri stand eine umfassende Zahnsanierung an, die dafür anfallenden Kosten stellen den Verein durchaus vor Probleme. Schließlich müssen jeden Tag über 200 Tiere an 10 Futterstellen im Kreisgebiet gefüttert werden. Helfen Sie dem Verein, die umfassende Zahnsanierung von Piri zu stemmen - jeder Euro zählt.
Spendenkonto: Kreissparkasse Ahrweiler; IBAN: DE 27 5775 1310 0000 8154 31.
Im Übrigen ist Piri gesund, kastriert und gechippt. Die ersten Wochen ohne Zwischendurch-Snacks auf der Pflegestelle zeigen auch schon Wirkung - Piri ist schon schmaler geworden. Im Übrigen ist sie Freigang gewöhnt und möchte gern Einzelprinzessin sein. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Anita Andres, Tel. 02641 207 465 oder 0151 111 38502.
