Allgemeine Berichte | 15.08.2025

Zwischenbilanz: Goetheanlagen gestaltet, Gärten angelegt und viele Begegnungen ermöglich

Viel erreicht, noch viel vor: 15 Jahre Quartiersmanagement

Quartiermanagerinnen Alexandra Heinz und Julia Frericks werden tatkräftig unterstützt von Ehrenamtler Eyad Sawas.Foto: Birgit Bayer

Neuwied. Vor 15 Jahren nahm das Quartiersmanagement (QM) „Soziale Stadt“ in der südöstlichen Innenstadt seine Arbeit auf – mit einem kleinen Büro in einer GSG-Wohnung, einer engagierten Quartiersmanagerin und einer großen Aufgabe: Das Viertel mit seinen aktuell 3.400 Bewohnern aus 70 Nationen sollte lebenswerter werden. Heute, ein Jahrzehnt und ein halbes später, zieht die Stadt Neuwied eine positive Zwischenbilanz: Es ist viel erreicht worden! Aber die Arbeit geht weiter.

Quartiersmanagerin Alexandra Heinz, seit Beginn mit Herzblut dabei, erinnert sich: „Unser erstes Projekt war der Stadtteilgarten. 17 kleine Parzellen, auf denen Menschen Gemüse anbauen können, die sonst keinen Garten haben. Den Garten gibt es noch immer – und er ist genauso beliebt wie am ersten Tag.“

Seit 2014 verfügt das QM über ein eigenes, modernes Gebäude mit Stadtteiltreff. Hier entstanden zahlreiche Projekte und Angebote, die das Miteinander fördern – von Sprachkursen über ein Repair-Café bis hin zu interkulturellen Begegnungen.

Auch städtebaulich hat sich viel getan. Das auslaufende Förderprogramm von Bund und Land zielte vor allem auf bauliche Maßnahmen: Der Spielplatz am Sandkauler Weg wurde unter Beteiligung der Kinder neugestaltet. Die größte und bekannteste Maßnahme ist die Umgestaltung der Goethe-Anlagen. „Sie sind heute eine grüne Oase mitten in der Stadt, ein großer Garten für alle“, freut sich Bürgermeister Peter Jung. Die von den Bürgern als Wunsch in die Planungen eingebrachte Fontäne ist vor allem im Sommer ein überaus beliebter Treffpunkt für Familien. Veranstaltungen wie der Creole-Sommer oder „R(h)ein chillen“ locken Besucher aus der ganzen Stadt und darüber hinaus.

Mehr Sicherheit, neue Freizeitangebote

Ein weiterer Schwerpunkt war es, Angsträume zu beseitigen: Unter der Brücke, die früher ein „Angstraum“ war, wie Alexandra Heinz es formuliert, sorgt heute ein modernes Lichtkonzept für mehr Sicherheit. Dort entstanden auch Fitnessgeräte und ein Basketballplatz, die täglich gut besucht sind – geschützt vor Regen und ideal für Sport zu jeder Jahreszeit.

Das QM versteht sich als Schnittstelle zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik. Anfangs gab es Skepsis: „Manche dachten, ich sei vom Sozialamt und wolle kontrollieren“, erinnert sich Heinz. Durch viele Gespräche und sichtbare Verbesserungen wuchs das Vertrauen. Eine aktivierende Befragung zeigte früh die Bedarfe auf, vier Arbeitsgruppen erarbeiteten konkrete Projekte. „In der südöstlichen Innenstadt leben viele Menschen mit Unterstützungsbedarf. Das Quartiersmanagement ist hier ein wichtiger Stabilisator. Ohne diese Arbeit gäbe es viele Angebote gar nicht – und wir wollen das auf keinen Fall riskieren“, betont Bürgermeister Jung. Deshalb möchte die Stadt das QM auch nach dem Auslaufen der Förderung weiterführen. Das Personal ist ohnehin städtisch angestellt.

Sozialarbeit als Investition in die Zukunft

Rund 50 Projekte und Angebote laufen derzeit – viele davon von Vereinen, Initiativen, kirchlichen Einrichtungen und auch engagierten Bewohnern getragen, aber durch das QM, zu dem neben Alexandra Heinz auch Julia Frericks gehört, erst möglich geworden. Das Quartiersmanagement arbeitet eng mit Partnern wie der benachbarten Moschee, dem Friedensdienst „Eirene“, dem Mehrgenerationenhaus, der Diakonie und Sportvereinen zusammen. „Wir sind oft der Motor, der organisiert, vernetzt und Projekte auf den Weg bringt“, erklärt Heinz. Und Bürgermeister Peter Jung stellt fest, dass die Sozialarbeit im Quartier für ihn „kein Kostenfaktor, sondern gut angelegtes Geld“ ist.

Denn in den vergangenen 15 Jahren haben sich Nachbarschaften gebildet, neue Treffpunkte sind entstanden, Ängste wurden abgebaut. Und das QM kann schnell und kurzfristig reagieren. Zwei Beispiele: Während Corona wurden Impfaktionen im Bootshaus an den Goethe-Anlagen und in den Gebäuden der Moschee organisiert, in der Energiekrise sofort Beratungsangebote geschaffen. „Das Projekt ist unheimlich vielfältig. Es ist ein tolles Projekt“, bringt es Alexandra Heinz auf den Punkt.

Einblicke in die Arbeit des QM bietet auch ein Imagefilm, der abrufbar ist unter: www.neuwied.de/soziale-stadt.

Pressemitteilung Stadtverwaltung Neuwied

Quartiermanagerinnen Alexandra Heinz und Julia Frericks werden tatkräftig unterstützt von Ehrenamtler Eyad Sawas. Foto: Birgit Bayer

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Kleinanzeigen
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
fit für`s Alter?
First Friday Anzeige März
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
30

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2256

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Titelanzeige