Die DJK Ochtendung bietet seit 100 Jahren Sport und mehr…!
Viele Highlights für 2020 geplant
Corona-Pandemie sorgt für Absagen
Ochtendung. 100 Jahre wird die DJK Ochtendung 1920 e. V. in diesem Jahr. Nach der Auflösung des Schulvereins Borussia Ochtendung gründeten Dechant Masson und den Volksschullehrern Christ
und Gräf den katholischen Sportverein DJK Ochtendung.
Eine Erfolgsgeschichte begann und dauert inzwischen 100 Jahre an. Inzwischen hat die DJK über 1.200 Mitglieder und ist damit einer der größten Breitensportvereine in der Region.
Derzeit bieten nahezu 40 Übungsleiterinnen und Übungsleiter Angebote in den Abteilungen Breitensport, Leichtathletik, Radsport, Tanzen, Tennis und Tischtennis an.
„Wir hatten uns für das Jubiläumsjahr einiges vorgenommen. Bereits Anfang 2018 hat der Festausschuss mit den Planungen begonnen. Leider bringt die Corona-Pandemie nicht nur das sportliche Engagement komplett zum Erliegen. Auch die zahlreichen Veranstaltungen in unserem Jubiläumsjahr werden wohl zum Teil ausfallen müssen“, so der langjährige Vorsitzende Bernd Butter.
Aufgrund der aktuellen Situation war bereits vor einigen Wochen der Josef-Oster-Radmarathon am 1. Mai abgesagt worden. Übrigens eine der größten Radsportveranstaltungen im Rheinland.
Ein besonders schwerer Schritt war die Absage des Tanzfestes an Pfingsten. Die Tanzabteilung mit 180 Kindern und Jugendlichen hat die Handlung zum Musical „Schaurig schöne Ferien“ selbst geschrieben und sie hatten bereits mit dem Training begonnen. „Es ist kein gutes Gefühl den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Trainerinnen die Nachricht überbringen zu müssen“, sagt die
Abteilungsleiterin Daniela Pohl. Diese Veranstaltungen hat der Verein inzwischen auf den 15./16. Mai 2021 neu terminiert.
Auch der diesjährige 51. Nettetal-Lauf im August wird nicht stattfinden können. „Als Alternative zu unserem Traditionslauf überlegen wir, eine virtuelle Laufveranstaltung anzubieten“, so der Abteilungsleiter Leichtathletik Michael Röder.
Am 6. September soll die Benefizveranstaltung „Ochtendung spielt…!“ stattfinden. Diese Veranstaltung gibt es bereits seit 1980. Entstanden ist sie nach dem Vorbild des Fernsehformates „Spiel ohne Grenzen“. Hier messen sich die Ochtendunger Vereine in verschiedenen Geschicklichkeitsspielen. Der Erlös kommt den zahlreichen Senioren und kranken Ochtendungern in den umliegenden Alten- und Pflegeheimen zugute. Die Weihnachtsaktion schließt aber auch jüngere Menschen mit Beeinträchtigungen in den Wohnheimen mit ein. Michael Wilbert, stellv. Vorsitzender und Verantwortlicher für die Veranstaltung sagt: „Aufgrund der Verlängerung des Kontaktverbotes wissen wir auch hier nicht, ob die Veranstaltung in diesem Jahr stattfinden kann. Die Planungen laufen jedoch zunächst weiter.“
Für den 10. Oktober 2020 ist ein großer Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin vorgesehen. Als Zelebranten haben Weih- und Sportbischof Jörg Michael Peters, der Geistliche Beirat des DJKDiözesanverbandes Trier Volker Teklik und der Geistliche Beirat der DJK Ochtendung Jörg Schuh zugesagt. Anschließend wird es einen großen Festabend in der Ochtendunger Kulturhalle geben. Geplant ist ein buntes Programm rund um den Sport.
Festschrift wird veröffentlicht
„Auf jeden Fall arbeiten wir auch an einer Festschrift, die unter anderem auch die Geschichte der DJK beinhaltet. Diese soll rechtzeitig zum Festabend fertig gestellt werden“, so Nicole Schweitzer, stellvertretende Vorsitzende und die Medienbeauftragte Linda Otten.
Überregional ist die DJK Ochtendung im DJK Sportverband Diözesanverband Trier und auf Bundesebene im DJK Sportverband mit über 1.100 Vereinen und rund 500.000 Mitgliedern organisiert. Auch hier sind Ochtendunger DJK-Mitglieder seit Jahrzehnten aktiv. So ist Manfred Butter stellvertretender Diözesanvorsitzender und Michael Wilbert Jugendleiter auf Diözesanebene. Darüber hinaus war er bis Anfang 2020 Mitglied der Bundesjugendleitung. Derzeit ist Daniel Schnack Mitglied dieses Gremiums. Seit vielen Jahren ist Georg Hollmann Mitglied des Schiedsgerichtes im Bistum Trier. Bernd Butter ist Vorsitzender des Diözesanverbandes sowie Vizepräsident auf Bundesebene der DJK und dort für den Bereich Finanzen zuständig. Aufgrund der katholischen und damit der christlichen Werteorientierung wurde die DJK-Bewegung durch das Nazi-Regime im Dritten Reich verboten. Dennoch fanden weiterhin Zusammenkünfte der DJK-Freunde im Untergrund statt. Daher konnte man nach dem 2. Weltkrieg die Vereinstätigkeit schnell wieder aufnehmen. 1968 wurde Maria Wilkes als erste Frau zur Vorsitzenden eines DJK-Vereines gewählt. Sie prägte 28 Jahre die Entwicklung des Vereins. Eine positive Wendung nahm die DJK mit der Einweihung des neuen Sportplatzes in 1966 und dem Neubau der Sporthalle im Jahr 1971. Bereits 1970 hatte die DJK über 400 Mitglieder.
Die Vereinsführung hat immer zukunftsorientierte Angebote gemacht. Leichtathletik war eigentlich immer schon eine traditionelle Sportart. 1968 wurde die Tischtennis-Abteilung gegründet. 1970 fand der 1. Nettetal-Lauf statt und 1971 die 1. Winterlaufserie. Zunächst auf dem Karmelenberg und später dann „Rund um den Haugnisberg“ am Sportplatz. 1976 wurden die Volleyballer der DJK Ochtendung Deutscher Schülermeister und ab 1977 wurde Sportkegeln angeboten. Mit dem Bau des ersten Tennisplatzes wurde 1980 die Tennisabteilung gegründet. Die Radsportabteilung ist bereits seit 1985 aktiv und richtete 1986 die 1. Radsportveranstaltung der DJK Ochtendung aus. Mit der Übernahme des Tanzsport-Club Rubino 1994 fand auch der Tanzsport für Kinder und Jugendliche Einzug in das Sportprogramm.
Dieses breite Sportangebot brachte natürlich auch entsprechende Erfolge. So wurde u. a. Kristin Lang (geb. Silbereisen) 2010 Bronzemedaillen-Gewinnerin bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften.
Sport – Glaube – Gemeinschaft, so lauten die drei Säulen der DJK. Außerhalb des Sports engagiert sich die DJK in der Pfarrgemeinde bei den Friedensgebeten und der Ausrichtung des Pfarrfestes. Seit über 50 Jahren ist die DJK im Veilchendienstagszug aktiv und mit ihren Tanzgruppen fester Bestandteil in der Ochtendunger Fastnacht.
1991 wurde in Kooperation mit dem damaligen Pfarrgemeinderat die Gruppe „Miteinander“ gegründet. Ein Sportangebot für Menschen mit und ohne Handicap. Die DJK Ochtendung bietet allen Menschen mit und ohne Handicap ein Zuhause: Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren. Neben dem Leistungssport umfasst das Angebot auch Einheiten sowohl für den Spaß und die Freude an der Bewegung als auch zur Gesundheitsförderung.
„Auch wenn unser Jubiläumsjahr 2020 nicht ideal verlaufen kann, schauen wir als Vereinsverantwortliche sehr positiv in die Zukunft. Auch künftig wollen wir jeden Menschen in Begegnung bewegen und begeistern!“, stellt ein optimistischer Vorsitzender Bernd Butter fest.
Pressemitteilung DJK Ochtendung
