Konzert des "Kölner Klassik Ensemble" begeisterte im Ratssaal des Himmeroder Hofes
Vier Violoncellos und eine Gitarre
Spanische und argentinische Musik erklang in einer ungewöhnlichen Kombination
Rheinbach. Wie seit vielen Jahren begeisterte im Ratssaal des Himmeroder Hofes nun wieder das "Kölner Klassik Ensemble" die circa 125 Besucherinnen und Besucher mit Werken von beispielsweise Georg Philipp Telemann, Johann Pachelbel, Johann Strauß, Franz Schubert und Richard Wagner. Natürlich durften Werke von Isaac Albéniz, Enrique Francini und Mariano Mores nicht fehlen. Der Leiter des Ensembles, Tobias Kassung, ist geradezu verliebt in spanische und argentinische Musik und hier besonders in die verschiedenen Tangos wie zum Beispiel in die Tangotänze „La vi llegar“, Cafetin de Buenos Aires“ und „Cristal“. In der Eigenkomposition „Aria“ begleitete Violoncellistin Lena Kravets den Maestro Tobias Kassung. Die vier Violoncellisten, Jola Shkodrani, Lena Kravets, Bernhard Rath und Jonas Gaube bezauberten das Publikum während des traditionellen Konzerts auf das Köstlichste. Das hochkarätige Violoncello-Quartett um Tobias Kassung gaben den zur Aufführung gekommenen Werken ihre individuelle Note. Jedes Jahr überrascht der künstlerische Leiter des "Kölner Klassik Ensembles", Tobias Kassung, die Rheinbacher Besucher mit neuen Solisten und anderer musikalischer Besetzung. Bereits seit 2003 finden sich in diesem Ensemble hochbegabte Absolventen der besten Musikschulen Europas als Vertreter der klassischen Musik zusammen. In diesem Jahr zeigte unter anderem Lena Kravets aus Taschkent ihr Talent am Violoncello. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie wurde bereits in jungen Jahren als Orchestermusikerin und Solistin in die großen Konzertsäle der Hauptstadt Taschkent eingeladen. Mit 16 Jahren war sie bereits im Orchester des Opernstudios von Taschkent fest angestellt. Seit 2006 lebt sie als freie Musikerin in Köln. 2011 etablierte sie mit Tobias Kassung ein seltenes Duo aus Gitarre und Violoncello. Eine Kostprobe gaben die Beiden beim Silvesterkonzert mit einem Tango von Isaac Albéniz. Ebenfalls eine Kostprobe ihres Könnens gab Jola Shokdrani mit ihrem Violoncello. Die albanische Cellistin ist mehrfache Preisträgerin von nationalen und internationalen Wettbewerben. Sie ist Mitglied des Kammermusikensembles „Vivazza“ und spielt im Violoncello-Duo zusammen mit Bernhard Rath. Mit dabei an diesem Abend war auch der junge Cellist Jonas Gaube, der mehrfach erste Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewann und zudem erster Preisträger beim Wettbewerb „Jugend spielt Klassik“ des Lions-Clubs ist. Nach einem stürmischen Applaus gab es selbstverständlich eine Zugabe und Tobias Kassung kündigte zum wiederholten Male die Rheinbacher Zugabe an, die traditionsgemäß aus einem flotten argentinischen Tango bestand.
