„Musikschulnachmittag“ im Sinziger Schloss bot abwechslungsreiches Konzertprogramm
Vom ersten Auftritt mit der Geige bis hin zur ganz großen Show
Sinzig. Drei bunte musikalische Konzertprogramme mit Klassik, Pop, mit moldawischer Folklore und einem ukrainischen Bühnenstar bei freiem Eintritt: Natürlich hatte auch der diesjährige Musikschulnachmittag im Sinziger Schloss seine ganz besonderen Highlights. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Andreas Geron fand am vergangenen Samstag im Sinziger Schloss wieder ein „Musikschulnachmittag“ der Sinziger Musikschule statt: Drei Konzerte bei freiem Eintritt.
Bevor es in die musikalischen Darbietungen ging, gab es aber zunächst einmal die offizielle Begrüßung durch Musikschulchef Thomas Rohde und Sinzigs Beigeordneten Hans-Werner Adams: „2007 wurde die Sinziger Musikschule gegründet, seitdem haben viele junge und ältere Menschen hier ihre Liebe zur Musik entdecken und entwickeln können. Nicht jeder mag es jedoch, auf der Bühne zu stehen und sein Können unter Beweis zu stellen. Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler der Musikschule, habt es gewagt und traut euch heute. Dafür sind wir Zuhörer euch sehr dankbar, denn ihr macht nicht nur euren Eltern und Freunden, sondern uns allen damit eine ganz große Freude“, so Adams in Stellvertretung des Sinziger Stadtchefs zur Begrüßung.
Beim ersten Konzert um 14 Uhr spielten Geigen- und Klavierschüler aller Altersgruppen im bunten Stilmix. Es ging darum, vor einem interessierten Publikum aufzutreten und Bühnenerfahrung zu sammeln. Außerdem präsentieren Lehrende der Musikschule Ausschnitte ihres musikalischen Schaffens. Um die Präsentation nach dem Motto drei Konzerte in einem ist nicht nur ein kleiner Trick aus dem Showgeschäft, sondern blanke Notwendigkeit. „Dadurch dass das Publikum ebenfalls von Konzert zu Konzert wechselt, bietet der Saal im Schloss dann auch genug Platz“, erläuterte Schulchef Thomas Rohde den kleinen Kniff hinter dem verschachtelten Programm. Das Eröffnungslied boten vierhändig die älteste Musikschülerin Eugenie Bonroy und Thomas Rohde mit dem slawischen Tanz von Antonin Dvorak. Den Abschluss am Klavier machten dann Sebastian Kraus mit Victory von „2 steps from hell“ und Leonard Kraus mit Geralt von Riva aus „The Witcher 3“. Der Musik-Nachmittag bot dann aber den weiten und gelungenen Bogen vom ersten zarten Blütenauftritt bis hin zur professionellen Musikshow.
Denn dann waren Gitarrenlehrer Robert Niedermeier und seine Schülerinnen und Schüler sowie ein „special guest“ mit Pop, Rock und Filmmusik zu hören. Anschließend demonstrierte Eugen Koschukhar die Vielfalt des Schlagzeugs in den Stilen Funk, Rock, Rock’n’Roll, Jazz. Dabei war - vermutlich erstmals in Sinzig - auch temperamentvolle moldawische Folklore zu erleben. Um 16.30 Uhr heiß es dann es „Bühne frei für Gregory Garkavi“.
Der ex-Leadsänger der prominenten und preisgekrönten ukrainischen Band „VIA Family“ (YouTube @gregar1442) performte Coverversionen und eigene Songs in Pop, Funk, Blues und Smooth Jazz. Ganz neben her: der Solist wird ab dem kommenden Schuljahr an der Sinziger Musikschule Saxophon und Gesang unterrichten.
Weitere Informationen gibt es unter https://www.sinziger-musikschule.de. BL
Gregory Garkavi am Flügel. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
