Gottesdienst für Herzkinder in Waldbreitbach
Von Herz zu Herz
Am Samstag, 1. Dezember
Waldbreitbach. Zum Beginn der Adventszeit zeigt Waldbreitbach über die Grenzen hinaus ein großes Herz für Kinder mit angeborenem Herzfehler.
Fast 8.000 Kinder aus allen Gesellschaftsschichten werden jährlich in Deutschland mit einem Herzfehler geboren, das sind etwa 22 Kinder pro Tag. Jedes Jahr benötigen alleine rund 4.500 dieser Kinder einen bzw. mehrere Eingriffe am offenen Herzen mit der Herz- Lungenmaschine.
Die Ängste und Nöte der Eltern kann kaum jemand nachvollziehen, aber das Schlimmste ist für die Eltern, wenn sie Ihr Kind an der Schleuse zum OP abgeben müssen, und bangen um das Leben ihrer lieb gewonnenen Kinder. Hier ist nicht nur Mut gefragt, sondern spätestens jetzt wird auch Kraft im christlichen Glauben gesucht. Marino Engels aus Waldbreitbach, der sich seit 20 Jahren über den Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. für Kinder mit angeborenem Herzfehler engagiert hat zusammen mit der evangelischen und der katholischen Kirche in Waldbreitbach über sein jährliches Engagement hinaus ehrenamtlich über den Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. auch dieses Jahr wieder Herzkinder und deren Eltern aus dem ganzen Bundesgebiet in das Weihnachts- und Krippendorf Waldbreitbach eingeladen. Am Samstag, 1. Dezember um 11 Uhr kommen die angemeldeten Herzkinder mit Ihren Eltern aus vielen Städten im Bundesgebiet zu einem ökumenischen Gottesdienst in die katholische Kirche Maria Himmelfahrt nach Waldbreitbach. Zusammen mit der „größten Naturwurzelholzkrippe der Welt in einer Kirche“ wird ein feierlicher Rahmen in der Adventszeit geschaffen. Zusammen mit den Gemeindegliedern Waldbreitbach, die herzlich eingeladen sind, und weiteren geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft, soll nicht nur an die Schicksale der Eltern und Herzkinder gedacht werden, sondern Pfarrer Marco Hartmann und Pfarrer Ulrich Oberdörster werden alle zusammen im christlichen Glauben stärken, um Kraft und Mut für die Ziele in uns aufzunehmen.
„Wir können den Herzkindern kein neues Herz geben, wir fühlen jedoch in Gedanken mit den Eltern und den Herzkindern“, so Marino Engels.
Konfirmanden und Firmlinge werden im Gottesdienst den herzkranken Kindern symbolisch ein neues und starkes Herz aus Naturschiefer mit den jeweiligen Vornamen überreichen. Eine Geste von Herz zu Herz und von Kind zu Kind.
