Allgemeine Berichte | 20.04.2016

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg präsentiert sich auf der Hannover Messe 2016

Von Kunststoffforschung bis Robotik

Vom 25. bis 29. April

Sankt Augustin. Angewandte Forschung ist eine Stärke der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS). Auf der Hannover Messe 2016 zeigt sie Forschungsergebnisse in der Kunststoffverarbeitung (Institut für Technik, Ressourcenschonung und Energieeffizienz - TREE) und der Robotik (Fachbereich Informatik).

1. Besser verpacken: Materialverbrauch, Verpackungsmüll reduzieren

Ein wesentlicher Grundgedanke der Nachhaltigkeit ist der schonende und effiziente Umgang mit Ressourcen und Energie. Diesem Thema widmet sich das TREE im Forschungsprojekt ReBauVES (Ressourcenoptimierte Bauteilentwicklung durch systematische Verzahnung von Experiment und multiskaligen Simulationsansätzen). Gerade im Consumer-Bereich der Verpackungsindustrie gilt es neben den Herstellungskosten auch das Aufkommen an Verpackungsmüll zu minimieren. ReBauVES zielt auf eine verbesserte Material- und Ressourceneffizienz für blasgeformte Verpackungsartikel, sprich: dieselbe Qualität trotz weniger Material. Erreicht werden soll dies durch die Weiterentwicklung von theoretischen Simulationsansätzen wie der FEM-Strukturanalyse sowie der Korrelation dieser Werte mit belastbaren und anwendungsnahen Materialprüfungen. Wesentliche Produkteigenschaften können damit schon in der Entwicklungsphase vorhergesagt werden.

2: Mobile Manipulation: Wenn der Robo-Kellner sich seiner Kraft bewusst ist

So wie ein Kellner in seinem Restaurant agiert, sich auskennt und die Gäste bedient, soll es auch ein Serviceroboter lernen können. Im Verbundprojekt AICISS wird eine neuartige, auf Kraftregelung basierte Steuerung für den KUKA youBot-Roboter entwickelt. Bewegungssteuerung, Pfadplanung, Hindernisvermeidung, Lokalisation und Mensch-Maschine-Interaktion werden in der Robotik bereits fast standardmäßig eingesetzt. Hier wird eine Navigationskomponente in all diese Funktionalitäten integriert, die den sicheren Dauerbetrieb des Roboters auch in Umgebungen mit sehr vielen Menschen erlaubt. Zudem soll der Roboter in der Lage sein, aufgabenabhängig seinen Krafteinsatz zu steuern.

Die deutsch-belgische Kooperation mit den Unternehmen Locomotec GmbH (D) und Intermodalics BVBA (B) sowie der Katholieke Universiteit Leuven zielt auf die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für die mobile Manipulation von Servicerobotern. Sie nutzt mit dem youBot eines der technologisch führenden Robotersysteme für Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der mobilen Manipulation, das für die Übertragung von Lösungen auf industrielle Systeme geeignet ist. Das Projekt will Forschungsergebnisse aus dem europäischen Verbundprojekt BRICS (Best Practice in Robotics) als eigenständige Technologie kommerziell nutzbar machen.

Interessierte sind zu einem Besuch der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf dem Stand der Wissenschaftsregion Bonn in der Halle Research & Technology (Halle 2), Stand B 45 eingeladen.

Pressemitteilung

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

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