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Kappensitzung der Kolpingsfamilie hob ab

Von Rheinbrohl aus ins All

19.02.2020 - 09:17

Rheinbrohl. Im voll besetzten Römer-Saal fand am vergangenen Samstag die diesjährige Kappensitzung der Kolpingsfamilie statt. Beziehungsweise eigentlich war dies nur der Treffpunkt, denn von hier aus hob man unter dem Sitzungsmotto „Die Welt die hät en Knall die Kolping fliegt int All“ mit vielen tollen Programmpunkten sozusagen wortwörtlich ab.

Unter der Leitung von Stefan Scharrenbach und Silke Sartor wurde ab 19.31 Uhr bis Mitternacht ein tolles Programm auf die Bühne gestellt. Passend im entsprechend dekorierten Saal mit Nasa-Symbolen, Raketen und vielem mehr. Auch die Orden, die an diesem Abend vergeben wurden, waren kleine Taschenlampen in Raketenform. Alles also optimal aufeinander abgestimmt. Und zu Beginn brachte das Tambour-Corps Rheinbrohl unter der Leitung von Thorsten Esser dann die „Starwars“-Titelmelodie zu Gehör, ungewohnte Klänge für das in diesem Jahr seit 90 Jahren bestehende Corps. Dann erfolgte der große Einmarsch mit den zahlreichen Kolpingkräften in den Saal, wo das Publikum, teilweise ebenfalls zum Motto entsprechend gekleidet, bereits wartete.

Die ersten Gäste kamen dann aus Unkel. Die „New Diamonds“ eröffneten den Reigen der Tanzgruppen, sie werden von Nathalie Zwick aus Rheinbrohl trainiert und bestehen seit 2005.

Serap Boos aus Koblenz verkörperte „Et Tusnelda“, eine erste Spitzenkraft als Rednerin, welche im Leben scheinbar kein Fettnäpfchen auslässt, wobei „Fett“ zu ihrem „ausgestopften“ Markenzeichen zählt. „Ich bin eine Second Hand Vegetarierin. Die Kuh frisst das Gras und ich ess´ die Kuh“. Für sie war es eine Premiere bei der Rheinbrohler Kolping und die war wunderbar gelungen. Unter anderem auch mit ihren erotischen Flirt-Tipps auf Malle brachte sie den Saal zum Lachen.

Nicht zum ersten Mal zu Gast waren hingegen die Herren des Männerballetts aus Niederzissen, die „Vulkanelfen“ der KG „Zesse Jecke“. Sie zeigten mit viel Stimmung und Akrobatik zum Thema „Seemann“ und mit Hits unter anderem von Santiano ihr Können und erstaunten damit nicht nur die anwesenden Damen im Saal.

Mit seinen Geschichten von Tante Gerda und Tante Hermine, die beide „reichlich durch den Wind“ sind, war ebenso erneut Gerhard Rams aus Waldbreitbach alias „Karlheinz“ zu Gast. Von seinen beiden über 100-jährigen Tanten wusste er so manche lustige beziehungsweise merkwürdige Anekdote zu erzählen, immer endend mit den Worten „ich weeß et nit, ich weeß et nit“.

Dann wurde es richtig voll auf der Bühne, das Linzer Stadtsoldatencorps von 1934 ebnete sich seinen Weg durch den Saal. Für die beiden Moderatoren des Abends schlichtweg der Höhepunkt, denn das hatte die Rheinbrohler Römer-Bühne wohl so noch nicht erlebt. Unter der Leitung von Kommandant Markus Paffhausen, der zudem verwandtschaftliche Beziehungen nach Rheinbrohl hat, bot die Strünzer mit eigenem Musikzug, Tanzgruppe und viel Gesang mit kölscher Leedcher von früher und heut´ ein tolles Programm. In ihre Reihen hatten sich auch Michael Kruft und Christoph Wagner von der Hünnijer Karnevalsgesellschaft gemischt, die dann in einem Crash-Kurs auf der Bühne den „Stippeföttche“-Tanz beigebracht bekamen und diesen auch fleißig mittanzten. In den Reihen der Stadtsoldaten befand sich auch der gebürtige Rheinbrohler Wolfgang Kruft, welcher vor 25 Jahren Linzer Prinz gewesen ist und immer wieder gerne in seinem Heimatort zu Gast ist.

Nach so viel Power auf der Bühne und im Saal gab es dann eine kurze Pause, bevor die „Zuckerpuppen“ der Kolpingsfamilie zu ihrem Heim-Auftritt kamen. Sie sind schon die ganze Session auf allen möglichen Bühnen unterwegs und verkörpern, dass Tanzen für junge Damen genau so wie für Junggebliebene ein toller Sport ist. Zwischen Mitte 20 und Mitte 50 sind sie alt und bilden gemeinsam ein tolles Aushängeschild Rheinbrohls, wenn sie auch auf auswärtigen Bühnen ihren Spaß zeigen.

In gleich mehrere Rollen schlüpfte Jürgen Bönder. Als Büttenredner versuchte er es als „Beerdigungsschnorrer“, „Drachenfelswanderer“ oder auch „Rieslingqueen von Hammerstein“. Zwischen seinen gereimten Vorträgen, die wie immer eine besondere Zutat zur Rheinbrohler Kappensitzung, wo er bereits seit über 35 Jahren auftritt, moderierte Anke Vogel als Sitzungspräsidentin die Übergänge mit immer munter werdenden Worten und reichlich Gesang mit eigenen Texten, wieder einmal ein gelungener Vortrag dieser beiden einheimischen Kräfte.

Eine weitere Rheinbrohler Tanzgruppe kam von den „Perlen vom Rhein“, die ihre Tanzgarde präsentierten. Seit vielen Jahren arbeiten Kolpingsfamilie und Möhnen zusammen und tauschen sich aus. Nun gab es also die Tanzgarde zu sehen und auch diese war eine wahre Augenweide unter anderem zum Hit „In Kölle jebütz“ zeigten die jungen Damen ihr Können.

Viel umjubelt dann auch der Auftritt von Prinz Andreas I., welcher mit großer Abordnung der Hünnijer Karnevalsgesellschaft erneut zu einem Rheinbrohler Heimspiel kam. Unter der Moderation von Stadtkommandant Olaf Tramp präsentierte das Prinzenteam nicht nur eine knackige Rede und sein Prinzenlied, sondern es tanzten auch das Tanzpaar der Prinzengarde und die Tanzgarde. Rund 20 Minuten präsentierte sich die Karnevalsgesellschaft und lud auch zum Mitfeiern der noch kommenden Veranstaltungen ein, unter anderem natürlich zum großen Veilchendienstagzug, der seit eh und je von vielen Rheinbrohler Gruppen aktiv mitgestaltet wird.

Sitzungsmoderator Stefan Scharrenbach ist Trainer der „Rheinlichter“, welche ebenso zur Kolpingsfamilie gehören. Diese bildeten unter anderem zu Hits der Gruppe PUR und Wolfgang Petry ihre akrobatischen Einlagen und zugleich das große Finale des Programms. Auch die „Rheinlichter“ sind ein überregional bekanntes Aushängeschild, welche allerdings für die kommende Session dringend Verstärkung suchen, um weiter machen zu können. „Sprecht bitte eure Kinder oder Enkel an, wir können jeden gebrauchen“, lautete die Einladung, wobei man wünscht, dass sich der ein oder andere findet, die oder der die tolle Gruppe verstärken kann.

Mit Paul Kremer aus Linz und seiner Tochter Verena kamen dann zum Schlussbild das Kolpingmännerballett „Die Grazien“ und die Vorstandsmitglieder auf die Bühne und sangen und tanzten unter anderem zum „Stammbaum“ der Bläck Fööss. Dies war ein gelungener Abschluss einer großen Sitzung wobei im Anschluss an der „Spacebar“ und im Saal noch munter weiter gefeiert wurde.

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Kommentare
Jean Seligmann:
Frau Dreyer kann gut zur Deeskalation aufrufen, hinter ihrem "Schutzwall" aus Personenschützer. Wer schützt die Bevölkerung? Vielleicht die Polizei? Das ist die gleiche Chuzpe wie die Aussage der Kölner Oberbürgermeisterin Fr. Reker "eine Armlänge Abstand"! Beide übrigens in der nicht mehr realitätsnahen SPD!
Gabriele Friedrich:
Es soll mir mal einer erklären, warum die Kinder nicht *sofort* weggelaufen sind oder das Handy gezückt haben. In dem Alter wissen die Kinder, was zu tun ist, zumal sie zu dritt waren. Also liebe Eltern - und was hatten die Kids auf einem Wirtschaftsweg zu suchen ? Ich wußte schon als kleines Kind, das ich wegzulaufen habe, wenn Fremde was von mir wollen. Das Entblößen des Mannes ist also sexueller Mißbrauch. Ich dachte, es sei Exibitionismus. Aber gut, man lernt ja immer was dazu. Lasst eure Kinder nicht alleine los ziehen, der Sonntag ist Familientag ! Also ran an die Sitten und Bräuche.

Bengalfeuer im Festsaal entzündet

Gabriele Friedrich:
Immer wieder erstaunlich, wie dämlich doch die Leute sind.
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