Frauentreff Meckenheim e. V. besuchte Bundeskunsthalle in Bonn
Von Wetterkultur und Klimawissenschaft
Meckenheim. 14 Frauen des Frauentreff Meckenheim e. V. hatten eine Führung mit Herrn Diezel durch die Ausstellung „Wetterbericht“ in der Bundeskunsthalle in Bonn. Mittelpunkt der Ausstellung sind die Geschichte der Meteorologie sowie die Aspekte des globalen Klimawandels. Dabei wird auch der Einfluss von kurzfristigen Wetterereignissen auf den langfristigen Klimawandel erkennbar. Es wurde sich die Frage gestellt, welchen Einfluss das Wetter auf die Natur, die menschliche Zivilisation und die Kulturen hat. Ein Gang durch die Ausstellung folgte mit der Morgendämmerung dem Verlauf eines Tages und erklärte in zwölf Kapiteln das komplexe Wetter- und Klimasystem der Erde.
Mit dem Aufgang der Sonne sorgte ein Azorenhoch für einen sonnigen Vormittag. In einer Vitrine waren kunstvolle, alte Sonnenschirme zu bestaunen, in einer anderen waren ganz besondere Regenschirme aufgehängt. Insgesamt waren 400 Exponate aus aller Welt, sowie Modelle, Gemälde und Skulpturen von Künstlern und Forschern ausgestellt. Ein Drittel der Erderwärmung ist auf die industrielle Landwirtschaft und das dabei entstehende Methangas zurückzuführen. Eine Vitrine zeigte verschiedene Barometer, durch die die Messung des Luftdrucks zum Meilenstein in der Geschichte der Meteorologie wurden. In einer weiteren Vitrine war das Vakuumexperiment von Otto von Guericke aus dem Jahr 1657 aufgebaut. Etwas weiter wurde die Beziehung der Plattenverschiebung, die zum auseinander Triften des Urkontinents Pangea und dem Entstehen der heutigen Weltmeere führte, veranschaulicht. In anderen Vitrinen sah man ein riesiges Nebelhorn, verschiedene Hygrometer aus dem 18. Jahrhundert, sowie ein Nebeltopf, der im Krieg eingesetzt wurde. Zu den Themen Regen und Nebel waren vier Regenaquarelle von Christian Modersohn und ein Segelschiffsmodel im Nebel ausgestellt.
Als nächstes wurden die zwölf Windstärken durch Ventilatoren spürbar gemacht. In einem Schiffslogbuch konnten exakte Eintragungen zu den vorherrschenden Windstärken nachgelesen werden. Zum Bereich Sturm gab es den ersten Barometer von Fritz Roy von 1854 zu sehen, sowie zwei originale Wetterkarten des deutschen und des britischen Heeres vom Tag der Landung alliierter Truppen in der Normandie. Beide Seiten hatten die Wetterlage ganz unterschiedlich eingeschätzt. Heutzutage soll der Eiffelturm in Paris mit 350 Wettermessstationen in 300 Meter Höhe, der beste Blitzableiter in Europa sein. Gegen Ende der Ausstellung, zur Abenddämmerung hin, sorgten Blitzvorführungen mit hellem Licht und lautem Krachen für Gänsehaut. Gleich daneben war das wunderschöne Modell einer Schneeflocke zu bestaunen. Beim anschließenden Kaffee trinken ergaben sich noch viele interessante Gespräche über diese sehenswerte Ausstellung, die noch bis zum 4. März andauert.
