Andernacher Diakon wird Ende September zum Priester geweiht
Von der Gemeinschaft getragen
Andernach. Wenn Carsten Mayer am 26. September im Trierer Dom zum Priester geweiht wird, dann war seine Ausbildung auf der einen Seite ganz regulär - und doch durch seine Auslandserfahrung auch besonders. Viel Erfahrung mit dem Glauben und der Kirche hat Carsten Mayer bereits als Jugendlicher in der Pfarreiengemeinschaft Gillenfeld gesammelt: Er war Messdiener, regelmäßig im französischen Taizé und nutzte viele kirchliche Angebote für Jugendliche. Das Marienbild, das er oft betrachtete, wenn er bei seiner Großmutter zu Besuch war, habe ihn bereits als Jugendlicher herausgefordert: „Maria liebt dich, will dein Bestes. Wie wirst du dem gerecht?“ Im Rahmen seiner Firmung landete dann ein Flyer bei ihm, der zu den „Infotagen Priester werden“ einlud. Zunächst einmal belächelte er den Gedanken, dass das auch sein Weg sein könnte. Mayer durfte auf seinem Glaubensweg verschiedene Priester kennenlernen, die ihr Amt auf unterschiedliche Weise mit Leben füllten und deutlich machten: „Als Priester kann man glücklich sein“. Während der eine selbst die Kommunionkatechese gehalten habe und die Hingabe an Jesus stark im Mittelpunkt seines Wirkens stand, fokussierte sich ein anderer auf Besuche bei seinen älteren Gemeindemitgliedern: „Er war sehr geduldig und hat viel Zeit gehabt.“ Aber ob dieser Lebensweg auch für ihn infrage käme? Die Neugier war geweckt und er nahm an den Infotagen teil. Wie ernst die Seminaristen den Glauben nehmen und ganz Jesus folgen möchten, habe ihn sehr beeindruckt. Hinzu kam eine weitere Erfahrung: In seiner Heimatpfarrei brauchte der Pfarrer einen Teilnehmer, um das Ritual der Fußwaschung durchzuführen. Hier sei dem heute 28-Jährigen bewusst geworden, dass das Priesteramt die Nachfolge Jesu im Dienst am Menschen bedeute. Nach Gesprächen und einem weiteren Besuch der Infotage entschied sich Mayer nach seinem Abitur am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun für den Eintritt ins Priesterseminar. Auch durch die verschiedenen Priesterpersönlichkeiten, die er kennenlernen durfte, sei ihm klar geworden: „Ich kann so Priester werden, wie ich bin. Es geht nicht in erster Linie darum, ein Förmchen auszufüllen“. Sein Studium führte ihn auch nach Dublin und Chicago. In der dortigen Stadtpfarrei habe ihn besonders das aktive Engagement für die Gruppe der jungen Erwachsenen beeindruckt. Seit 2016 fand sein Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt/Main statt. Auch hier habe er den Austausch mit Studierenden aus aller Welt sehr geschätzt. 2018 ging es dann ins Pfarrpraktikum und Diakonat in die Pfarreiengemeinschaft Andernach. Der erste Schritt auf dem Weg zum Priester, seine Diakonenweihe, fand im November letzten Jahres statt: „Was mich überrascht hat, war, die Gemeinschaft der Kirche zu fühlen. Man weiß, man wird von ihr mitgetragen.“ Durch das Priesteramt habe er Verantwortung in verschiedene Richtungen: gegenüber Jesus, der Kirche und den Menschen. Dass diese Lebensentscheidung die Gefahr der Einsamkeit bergen könnte, sieht er aktuell für sich persönlich nicht: Er sei in einem sozialen Netz verwoben, sei ein Familienmensch. Bis jetzt habe es an seinen Einsatzorten und während des Studiums immer eine Gemeinschaft gegeben, die ihn freundlich aufgenommen habe. Das zeichne sich jetzt auch an seinem künftigen Einsatzort als Kaplan, in der Pfarreiengemeinschaft Saarlouis „Links der Saar“ ab. Auf was sich Carsten Mayer nach der Priesterweihe am meisten freut? „Darauf, Messe zu feiern, den Primiz-Segen zu spenden und das Sakrament der Versöhnung zu feiern.“
Pressemitteilung
Bischöfliche Pressestelle Trier
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