Allgemeine Berichte | 27.04.2018

Landrat Hallerbach: TZO Rheinbreitbach bietet optimale Bedingungen

Von der heimatlichen Garage in den High-Tech Markt gestartet

Jungunternehmer wagten Sprung in die Selbständigkeit

(V.l.:) Landrat Achim Hallerbach, Gründer Moritz Müller und Maximilian Otto, Geschäftsführer von Noblish Carbon GbR, Harald Schmillen Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Landkreis Neuwied und Peter Pesch, Geschäftsführer Technologiezentrum für Oberflächentechnik in Rheinbreitbach. Foto: Kreisverwaltung Neuwied

Rheinbreitbach. Der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Technologiezentrums für Oberflächentechnik Rheinbreitbach GmbH (TZO) sowie Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen konnten sich kürzlich einen umfassenden Eindruck vom Leistungsspektrum des TZO verschaffen. Auf Einladung des TZO-Geschäftsführers Peter Pesch besuchten Hallerbach und Schmillen u.a. die noch junge Firma Noblish Carbon GbR.

Die zwei jungen Existenzgründer Moritz Müller und Max Otto stammen beide aus der nahegelegenen Bundesstadt Bonn. Die gelernten Industriekaufleute wagten im Sommer 2016 nach abgeschlossener Ausbildung bei Telekom bzw. Solarworld den Schritt in die Selbstständigkeit, und zwar als klassische Quereinsteiger in einen für sie bis dahin unbekannten Bereich. Beide beschäftigen sich mit der spanhebenden Bearbeitung von Carbon, oder präziser von CFK, also Carbon-Faser-verstärkten Kunststoffen.

Die Idee dazu kam den Gründern beim Optimieren eines wohlbekannten Alltagsgegenstandes bzw. Consumer-Produkts. Das I-Phone 4 wies eine sehr bruchempfindliche Rückseite aus Glas auf. Die umtriebigen Gründer ärgerten sich über die häufigen und kostspieligen Defekte und entwickelten kurzer Hand eine eigene Lösung: Eine aus einer CFK-Platte gefräste und dadurch bruchsichere und optisch sehr ansprechende Rückseite. Innerhalb kürzester Zeit registrierten die innovativen Gründer eine hohe Nachfrage, zunächst im Bekanntenkreis, später auch über Werbung im Internet.

Ein Geschäftsmodell für die Existenzgründung

Eine besondere Herausforderung bestand in der hoch präzisen Fertigung der I-Phone Rückseite. Die bei diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse, und zwar sowohl die technischen Erkenntnisse zum Fräsen von CFK als auch die Erkenntnisse zum Marktverhalten, veranlassten die Gründer, weitere Bauteile aus CFK herzustellen und schließlich die präzise Fertigung von Kleinserien - angefangen bei Stückzahl eins bis hin zu Stückzahlen von einigen zehntausend Teilen aus CFK – als Geschäftsmodell für die eigene Existenzgründung zu verwenden.

TZO-Geschäftsführer Peter Pesch erklärte hierzu: „CFK als Material für aus dem Vollen gefräste Strukturbauteile ist immer dann interessant, wenn die Bauteile gleichzeitig stabil und sehr leicht sein müssen, beispielsweise bei oszillierend bewegten Massen im Maschinenbau. Immer stärker nachgefragt werden zum Beispiel Greifarme für Roboter, wo es sprichwörtlich auf jedes Gramm ankommt.“ Ähnlich sieht es etwa bei Drohnen aus. Moderne Systeme, die beispielsweise zur Überwachung von Lawinengebieten eingesetzt werden, sind wesentlich effizienter, je geringer ihr Eigengewicht ist. Ein weiterer interessanter Anwendungsaspekt ist die Transparenz des CFK im Hinblick auf Röntgenstrahlung. So wird CFK immer häufiger im Bereich von medizinischen Röntgengeräten eingesetzt.

Landrat Achim Hallerbach stellte fest: „Das TZO Rheinbreitbach bietet optimale Bedingungen für Existenzgründer und junge Unternehmer – gerade wenn sie sich auf Neuland erproben wollen. Und unsere Strategie hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt, für Neugründungen einen entsprechenden Rahmen und Infrastruktur anzubieten. Unser TZO bietet ein flexibles Wachsen, eine gute Vernetzung mit anderen innovativen Firmen – und dies an einem verkehrsgünstigen Standort inmitten eines prosperierenden Wirtschaftsraums. Ich danke den Gesellschaftern des TZO. Es zeigt sich wieder einmal, dass sich das gemeinsame Engagement des Landkreises Neuwied, der Ortsgemeinde Rheinbreitbach, der Sparkasse Neuwied und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises auszahlt.“

Die Zeichen stehen auch hier auf Wachstum

Die Firma Noblish jedenfalls freut sich über derzeit volle Auftragsbücher und stete Nachfrage. Jeden Tag, so die Gründer, habe man neue Anfragen nach Bauteilen auf dem Tisch. Und bereits heute, Ende März, habe man den Vorjahresumsatz erreicht. Die Zeichen stehen also auch hier auf Wachstum!

Im TZO habe man einen idealen Standort für die Unternehmensentwicklung gefunden. Die ersten Wochen und Aufträge arbeitete Noblish im Sommer 2016 in der heimatlichen Garage in Bonn. Über einen Tipp im sozialen Unternehmernetzwerk XING sei man auf das TZO in Rheinbreitbach aufmerksam geworden. Und hier, so betonen Otto und Müller, habe man nicht nur die Möglichkeit für einen räumlich angepassten Start im November 2016 gefunden, sondern man habe insbesondere auch die Möglichkeit für die Mitbenutzung von Gemeinschaftseinrichtungen, wie zum Beispiel einer gut ausgestatteten Werkstatt, vorgefunden. Dadurch habe man Aufträge annehmen und bearbeiten können, die man bei Einmietung in einer ansonsten leeren Gewerbeimmobilie hätte ablehnen müssen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.noblish.com oder www.tzo-gmbh.de.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

(V.l.:) Landrat Achim Hallerbach, Gründer Moritz Müller und Maximilian Otto, Geschäftsführer von Noblish Carbon GbR, Harald Schmillen Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Landkreis Neuwied und Peter Pesch, Geschäftsführer Technologiezentrum für Oberflächentechnik in Rheinbreitbach. Foto: Kreisverwaltung Neuwied

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