Exkursionen des Historischen Vereins
Von römischen Thermen bis zum Seebad
Andernach. Baden - ein Begriff, der vielfältige Assoziationen weckt, von der morgendlichen Routine bis zur Vorfreude auf den Sommerurlaub oder einem Kuraufenthalt in einem mondänen Heilbad. Der Historische Verein hat sich für das Jahr 2024 vorgenommen, diesem positiv besetzten Phänomen historisch nachzugehen.
Die erste Exkursion führte die Mitglieder und Gäste des Vereins nach Zülpich, einem Ort mit einem besonders attraktiven Museum, den „Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur“, das im August 2008 eröffnet wurde. Das Museum entführt seine Besucher auf eine 2000-jährige Reise durch die Kulturgeschichte des Badens. Die Tour beginnt mit einer sehr gut erhaltenen römischen Therme, die eindrucksvoll den Badebetrieb und den Körperkult der Römer darstellt. Diese Therme kam erst 1929 bei Bauarbeiten an der städtischen Kanalisation zum Vorschein. Nach einer ersten Freilegung und einem Bau, der den Zweiten Weltkrieg überdauerte, wurden Ende der 1970er Jahre weitere Ausgrabungen durchgeführt. Das heutige Museum entstand Anfang des 21. Jahrhunderts, um den beginnenden Verfall der Anlage zu stoppen – ein wahrhaft glücklicher Umstand.
Verlässt man die römischen Thermen, stößt man auf eine mittelalterliche Badestube mit einer großen Holzwanne, versehen mit einem Badetuch, um Holzsplitter zu vermeiden. Der Besuch dieser Badestuben diente nicht nur der Reinlichkeit, sondern bot auch ein Stück Wellness, wie man heute sagen würde. Die Besucher badeten oft in Gesellschaft, genossen ätherische Öle, und während des Badens wurde gegessen und getrunken. Der Betreiber der Einrichtung, der „Bader“, übernahm zusätzlich kleinere medizinische Aufgaben. In der Barockzeit nahm der Badebetrieb ab, da man den schädlichen Wirkungen von Wasser misstraute und stattdessen zu Parfüm und Puder griff. Bäder in der Barockzeit hatten oft repräsentative Funktionen.
Im 19. Jahrhundert kam der Besucher dann an einem Waschtisch mit Schüssel und Krug vorbei und einem im Sessel eingebauten „Abort“. Das 20. Jahrhundert brachte das Baden im Meer und den Aufenthalt in den neu entstehenden Seebädern als neuen Chic. Die technischen Entwicklungen ließen Bad und Toilette in die Städte und Wohnhäuser einziehen und prägten die Entwicklung der letzten 70 Jahre, was bei manchem Besucher Kindheitserinnerungen wachrief, begleitet von einem wissenden Lächeln.
Die nächste Exkursion des Historischen Vereins führt am Samstag, 25. Mai, nach Bad Ems. Die Fahrt geht mit der Bahn von Andernach nach Bad Ems, wo eine Stadtführung die Geschichte und die beeindruckende Kulisse dieser Welterbestätte aufzeigt, die auch von Königen und Zaren geschätzt wurde. Nach einem gemeinsamen Mittagsessen bleibt Zeit zum Verweilen. Die Rückfahrt ist für 16.25 Uhr geplant. Anmeldungen sind bis zum 11. Mai bei C. Gesell möglich.BA
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