Allgemeine Berichte | 17.12.2021

Verbesserung der Strukturen im Bendorfer Hafen

Vorbereitungen für Ausbau der Kaimauer

Die Spundbohlen für den Ausbau der Kaimauer sind geliefert worden. Der Geschäftsführer der Rheinhafen Bendorf GmbH Michael Stiren und Bürgermeister Christoph Mohr freuen sich, dass die Baumaßnahme im Februar 2022 beginnt.Fotos: Stadt Bendorf

Bendorf. Nach mehreren Jahren der Planung erhielt die Rheinhafen Bendorf GmbH im September 2020 von der der SGD Nord die Plangenehmigung für den Ausbau der Kaimauer im Bendorfer Hafen. Die Maßnahme soll im Februar 2022 beginnen, das Bauende ist für Mitte Oktober 2022 vorgesehen.

Im oberen Bereich des Hafens soll auf einer Länge von ca. 300 m die geböschte Ufermauer durch eine Stahlspundwand ersetzt werden. Aktuell werden dafür bis zu 15 m lange Spundbohlen aus Stahl geliefert. Diese haben ein Gesamtgewicht von rd. 700 Tonnen und werden per Sattelzug angeliefert.

Eine ähnliche Maßnahme hat die Rheinhafen Bendorf GmbH bereits im Jahr 2011 stromabwärts auf einer Länge von 426 m durchgeführt. Durch eine senkrechte Stahlspundwand mit den entsprechenden Treppenaufgängen wird das Anlegen der Schiffe deutlich erleichtert und macht es für die Besatzung der Schiffe dadurch auch möglich, das Schiff zu verlassen. Dies war bisher nicht gegeben, weil die Schiffe relativ weit vom Ufer entfernt lagen und hier insbesondere bei Niedrigwasser nicht zu überwindende Abstände zum Ufer gegeben waren.

Erste Vorarbeiten wurden bereits erledigt: Zunächst wurden zur Wahrung der naturschutzrechtlichen Belange auf dem Gelände neben dem ehemaligen Güterbahnhof zwei große Steinwälle als Lebensraum für Mauereidechsen errichtet. Ein weiterer Wall wurde direkt neben dem Baufeld angelegt.

Darüber hinaus wurde ein Bodengutachten durch die Geologen Immig & Viehmann erstellt, mit Ausschreibung der erforderlichen Bohrarbeiten. Diese gestalteten sich durch die Auffüllung des Hafens mit Schlacke aus den Bendorfer Hütten sehr schwierig und erforderten mehr Zeit als ursprünglich eingeplant.

Nach Abschluss der Vorarbeiten wurden die erforderlichen Bauleistungen ausgeschrieben. Dabei wurde der der Auftrag an die Firma Hafenbau-Wasserbau Maas GmbH aus Moers vergeben.

Die Baukosten liegen bei ca. vier Millionen Euro. Da der Hafen nicht nur für die Stadt Bendorf, sondern für die gesamte Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Maßnahme mit einem Zuschuss in Höhe von 1,3 Millionen Euro.

Der Stromhafen ist nach dem Rheinhafen Andernach der zweitgrößte Hafen am Mittelrhein und damit einer der umsatzstärksten Logistikstandorte in Rheinland-Pfalz. Er ist Umschlagplatz für Ton und Basalt sowie fossile Brennstoffe und beherbergt das größte Mineralöllager zwischen Mainz und Köln. Zudem ist das Hafengebiet aufgrund der hervorragenden logistischen Anbindung ein nachgefragter Gewerbestandort.

„Der Ausbau der Kaimauer ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit und dient vor allem der Verbesserung der Hafeninfrastrukturen, um weiterhin eine bedeutsame Station für die Schifffahrt auf dem Rhein zu bleiben“, betont der Geschäftsführer der Rheinhafen Bendorf GmbH, Michael Stiren.

Pressemitteilung

Stadt Bendorf

Im oberen Bereich des Hafens wird die Ufermauer durch eine Stahlspundwand ersetzt, um das Anlegen der Schiffe zu erleichtern.

Im oberen Bereich des Hafens wird die Ufermauer durch eine Stahlspundwand ersetzt, um das Anlegen der Schiffe zu erleichtern.

Die Spundbohlen für den Ausbau der Kaimauer sind geliefert worden. Der Geschäftsführer der Rheinhafen Bendorf GmbH Michael Stiren und Bürgermeister Christoph Mohr freuen sich, dass die Baumaßnahme im Februar 2022 beginnt.Fotos: Stadt Bendorf

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