Allgemeine Berichte | 27.01.2023

Bundesweiter Vorlesewettbewerb

Vorfreude auf den Kreisentscheid

Die jungen Vorlesetalente aus den 6. Schuljahren profitieren im „Team Rheinbach“ von der Erfahrung ehemaliger Vorlesesieger. Foto: privat

Rheinbach. Auf geht’s Jule, Evelyn und Jakob! Die drei Rheinbacher Schulsiegerinnen bzw. Schulsieger freuen sich auf den Kreisentscheid des Bundesweiten Vorlesewettbewerbs am Montag, den 13. Februar ab 9 Uhr in der Aula des Städtischen Gymnasiums (Stadttheater). Gemeinsam mit dem „Jungen Vorleseteam Rheinbach“ bereiten sie sich im Kulturzentrum Himmeroder Hof und der Öffentlichen Bücherei St. Martin vor.

„Endlich wieder in Präsenz, live und in Farbe“, freute sich Christoph Ahrweiler, Inhaber der Buchhandlung Kayser, als die gute Nachricht Anfang Januar vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels kam. Nach zwei Jahren, in denen der Kreisentscheid digital ausgetragen wurde, können die 17 gemeldeten Schulsiegerinnen und Schulsieger aus Bad Honnef, Königswinter, Wachtberg, Meckenheim, Bornheim und Rheinbach im Finale des Rhein-Sieg-Kreis I wieder vor echtem Publikum vorlesen.

Damit möglichst viele Kinder die Chance haben, im Publikum dabei zu sein, legen die Rheinbacher Organisatoren die Veranstaltung in einen Unterrichtsvormittag. Statt Mathe, Englisch oder Physik heißt es dann: Bücherzeit und Vorlesekunst! In diesem Jahr ist das Städtische Gymnasium Rheinbach Gastgeber. Es verfügt über eine große Aula – das Stadttheater! - und viel Erfahrung bei Lesewettbewerben. In jedem der beiden rund 90-minütigen Veranstaltungsblöcke werden je rund 200 Besucherinnen und Besucher sitzen, vorwiegend Kinder der Stufen 5 und 6 der drei Rheinbacher weiterführenden Schulen. Aber auch die Grundschulen und die interessierte Öffentlichkeit sind eingeladen.

Christoph Ahrweiler und sein Team von der Buchhandlung Kayser sind nicht alleine mit der anspruchsvollen Aufgabe, den Kreisentscheid des traditionsreichen Wettbewerbs (seit 1959) mit einem so großen Teilnehmerfeld als attraktives und kurzweilige Ereignis zu gestalten. Seit sieben Jahren werden sie bei der Organisation von der Öffentlichen Bücherei St. Martin sowie Rheinbach liest e.V. unterstützt. Büchereileiterin Daniela Hahn wird beispielsweise mit in der Jury sitzen. Der Verein zur Leseförderung hilft finanziell und logistisch. Vereinsmitglied Gerd Engel, der selbst sehr gerne vorliest, findet: „Den Kindern, die sich so intensiv vorbereiten, ihren magischen Moment zu ermöglichen, in denen es in einem großen vollbesetzten Raum mucksmäuschen still wird, damit sie ihre ausgewählte Textstelle mit ihrer Stimme zum Leben erwecken können, das ist jede Anstrengung unsererseits wert.“

Die drei Rheinbacher Kinder – Evelyn von der Gesamtschule, Jule vom SGR sowie Jakob vom SJG - gehen als Team an die Sache heran. Zusammen mit erfolgreichen ehemaligen Teilnehmer*innen wie Victoria Schaay (16 Jahre, Deutschlandsiegerin 2018), Silas Worm (14 Jahre, NRW-Finalist 2020), Tom Warhonowicz (16 Jahre, Gesamtschulsieger 2017) und anderen üben sie mehrmals im Kulturzentrum Himmeroder Hof und der Öffentlichen Bücherei. Nicht nur Basismerkmale guten Vorlesens wie deutliches Sprechen, angemessenes Lesetempo und richtige Betonung werden geübt, sondern auch die dramaturgische Gestaltung einer Stelle durch Tempo- und Lautstärkewechsel, Veränderung der Stimmfarbe und Charakterisierung der Figuren bzw. ihrer Emotionen werden ausprobiert und diskutiert. Und nicht zuletzt klären sie im Coaching die Frage: Habe ich schon die beste Drei-Minuten-Stelle gefunden, die das Publikum zum Lachen bringt, es berührt, es in Spannung versetzt? - Klingt nach viel Arbeit, macht aber mächtig Spaß!

Auch ein noch unbekannter Text wartet auf die Drei. Das „Fremdtextlesen“ lässt sich nach den Erfahrungen von Tom, Victoria und Silas nicht so leicht vorbereiten. Hier zählt vor allem, wie viele Bücher man in den zurückliegenden Jahren schon „verschlungen“ hat. Trotzdem übt man im Team Rheinbach, sich schnell auf ein fremdes Buch und seine Erzählweise einstellen zu können und schwierige Stellen möglichst cool zu meistern.

Wer miterleben möchte, wie die besten Vorlesetalente aus dem Rhein-Sieg-Kreis ihr Publikum für die eigenen Vorlesekunst begeistern, der kann am 13. Februar ab 9 Uhr ins Stadttheater kommen. (Ende gegen 12.45 Uhr). Die Moderation liegt in den Händen von Poetry-Slammer und Bühnendichter Julius Esser sowie Rampenwutz-Frontfrau Christina Stephan. Der Gewinnerin bzw. dem Gewinner winkt die Teilnahme am Bezirksentscheid am 25. März, der ebenfalls in Rheinbach durchgeführt wird.

Die jungen Vorlesetalente aus den 6. Schuljahren profitieren im „Team Rheinbach“ von der Erfahrung ehemaliger Vorlesesieger. Foto: privat

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