Allgemeine Berichte | 28.02.2018, 09:47 Uhr

Wachtberger Ausschuss für Innenstadtstruktur und Bau gab grünes Licht

Vorplatz des Henseler Hofes soll wieder zum Mittelpunkt des Dorfes werden

Großer Aufenthaltsbereich mit Platz für Veranstaltungen wie die Kirmes soll unter der Dorflinde entstehen - Platz soll wieder erlebbar werden

Der Plan zeigt die angestrebten Veränderungen.Privat
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Niederbachem. Der Vorplatz des Henseler Hofes in Niederbachem soll zum neuen Dorfmittelpunkt und zum Treffpunkt der Generationen werden. Das ist das Ziel der geplanten Neugestaltung, die von der Landschaftsarchitektin Caroline Keßel bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Bau vorgestellt wurde. Bei zwei Gegenstimmen der UWG und einer Enthaltung von „Unser Wachtberg“ stimmte der Ausschuss der Ausführungsplanung zu und beauftragte die Verwaltung, die Bauvergabe vorzubereiten. Die Neugestaltung umfasst demnach sowohl den Vorplatz bis zur Konrad-Adenauer-Straße sowie einen Teil der Alten Konrad-Adenauer-Straße im direkten Anschluss an den Vorplatz. Grundlage ist das Integrierte Handlungskonzept für den Ortsteil Niederbachem aus dem Jahr 2013, das eine räumliche und funktionale Neuausrichtung des Ortsteils insgesamt zum Ziel und dafür auch andere Bereiche in den Blick genommen hatte.

Zunächst soll aber nur der Vorplatz des Henseler Hofes neu gestaltet werden, erst in den Folgejahren sind die Mehlemer Straße sowie der Platz an Mehlemer Bach an der Reihe - vorausgesetzt, die Bezirksregierung Köln stellt die notwendigen Fördermittel zur Verfügung, wie sie es bereits für den Henseler Hof getan hat. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,1 Millionen Euro, wovon die Bezirksregierung 818.312 Euro als Zuschuss gewährt.

Derzeit bietet der Platz nur geringe Aufenthaltsqualität

Derzeit sei es so, dass der Vorplatz nur eine geringe Aufenthaltsqualität biete, unter anderem wegen der dort aufgereihten Pkw-Stellplätze und der ungenutzten Rasenfläche. „Hier ist ein Dorfmittelpunkt nicht mehr erkennbar, insgesamt ist der ganze Bereich sehr in die Jahre gekommen“, so Keßel. Die Mitarbeiterin des Büros lohrer.hochrhein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner (München), das den europaweiten Gestaltungswettbewerb gewonnen hatte, versprach: „Mit der Umgestaltung wollen wir den Platz wieder erlebbar machen!“ Künftig soll dafür der gesamte Bereich zwischen den bestehenden Gebäuden mit einem einheitlichen Pflasterbelag versehen werden, helle Streifen sollen den Aufenthaltsbereich gegenüber dem eigentlichen Straßenraum abgrenzen. Direkt vor dem Henseler Hof soll ein großer Aufenthaltsbereich geschaffen werden, der ausreichend dimensioniert ist für Veranstaltungen wie die Kirmes, einen Markt oder auch für eine Außengastronomie. Zudem ist dort eine Bodenhülse für den Maibaum oder einen Christbaum vorgesehen.

Verkehr soll möglichst entschleunigt werden

Die bisherigen Stellplätze vor dem Henseler Hof sollen alle in den südlichen Bereich, also auf die „Bäckerei-Seite“, verlegt werden. Dort sollen dann sechs „normale“ Stellplätze von jeweils 2,50 Metern Breite und ein Behinderten-Stellplatz mit 3,50 Metern Breite eingerichtet werden. Vor der Bäckerei selbst soll eine Kurzparkzone für zwei Fahrzeuge entstehen.

Außerdem soll es auch künftig wieder vor dem Wohn- und Geschäftshaus mit dem Friseursalon eine Parkreihe geben. Der Fahrzeugverkehr soll möglichst entschleunigt werden, auf beiden Seiten der Alten Konrad-Adenauerstraße ist zudem ein Gehweg geplant.

Um die alte Dorflinde herum soll eine Rundbank mit einem Durchmesser von sechs Metern als Sitzgelegenheit dienen, vor dem Henseler Hof wartet ein 60 Zentimeter hoher Wasserspieltisch mit Fontänen auf spielende Kinder. Der ganze Vorplatz soll barrierefrei angelegt werden, allerdings sei es wegen des vorhandenen Höhenunterschiedes notwendig, eine verschleifende Treppenanlage zwischen Henseler Hof und dem Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Außerdem sind an zwei Stellen Fahrradanlegebügel sowie eine Ladestation für Elektroräder vorgesehen.

Die Aufträge für die Arbeiten sollen noch vor der Sommerpause vergeben werden. Zuvor sollen die Pläne den Niederbachemern noch bei einer Bürgerinformation vorgestellt werden.

JOST

Der Plan zeigt die angestrebten Veränderungen.Foto: Privat

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