Allgemeine Berichte | 01.04.2016

Tierschutzverein und Tierheim Andernach informieren

Vorsicht Krötenwanderung

Hinweisschilder beachten

Andernach. Da sich Amphibien bei den milden Temperaturen auf Wanderschaft zu ihren Laichplätzen begeben, bittet das Tierheim Andernach Auto- und Motorradfahrer um Rücksicht und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen. Das Tierheim empfiehlt, auf Hinweisschilder zu achten und vor allem in der Dämmerung und nachts auf Strecken mit Amphibienwanderungen nicht schneller als Tempo 30 zu fahren. Ehrenamtliche Helfer - zum Beispiel von Nabu - welche Fangzäune aufbauen, die Tiere einsammeln und sicher über die Straßen bringen, leisten überall einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz. Millionen Amphibien, darunter Kröten, Frösche und Molche, wandern aktuell von den Winterquartieren zu den Laichgewässern. Auf dem Weg müssen sie oftmals Landstraßen überwinden. Das immer dichter werdende Straßennetz wird vielen wandernden Tieren zum Verhängnis. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, insbesondere Erdkröten, die mit steigenden Temperaturen ihre Wanderungen aufnehmen. Sie verlassen meist zeitgleich ihre Winterquartiere, um sich geeignete Gebiete zum Ablaichen zu suchen. Für ein paar Wochen kommt es dann zu sogenannten Massenwanderungen. Gerade bei schnell fahrenden Fahrzeugen gibt es keine Chance für die Tiere – und auch der Fahrer hat keine Chance, zu reagieren. Unzählige Amphibien werden deshalb jedes Jahr Opfer des Verkehrs. Auch wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, kann sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge töten. Hundertausende Kröten, Frösche und Molche verdanken ihr Weiterleben und die Chance, für Nachwuchs zu sorgen, den ehrenamtlichen Tierfreunden, die Fangzäune aufstellen, die Tiere einsammeln und sie über die Straße bringen. Auch Gartenbesitzer können aktiv werden, indem sie den Amphibien mit Komposthaufen, Steinhügeln und Altholzhaufen sichere Schutzquartiere bieten.

Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten. Auch sollten Keller und Kellerschächte mit einem Schutzgitter abgedichtet sein oder regelmäßig auf Lurche kontrolliert werden, die hinab gestürzt sein könnten. Pressemeldung

Tierheim Andernach

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