Frauengemeinschaft von St. Peter in Andernach
Vortrag informierte zum Thema Flüchtlinge
Andernach. Zum Thema „Bürgerforum Flüchtlinge“ hatte die Frauengemeinschaft von St. Peter als Referenten Polizeioberrat Björn Neureuter und den Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Andernach, Raimund Solcher, eingeladen.
Anhand von Statistiken konnte Neureuter belegen, dass Andernach im Umkreis des Dienstbereichs die sicherste Stadt ist und mit sieben Kriminalbeamten, drei Streifenwagen im Wechselschutzdienst gut aufgestellt ist. Drogendelikte, Kleinkriminalität seien an der Tagesordnung und auf einem gleichbleibenden Niveau. Respektloses Verhalten gegenüber Polizeibeamten nehme jedoch zu.
Nach diesen Informationen übernahm Raimund Solcher, die Moderation. Er zeigte auf, wie viele Flüchtlinge zurzeit in Andernach leben. Es sind 249 Männer und 91 Frauen (alle über 18 Jahre alt). Außerdem sind unbegleitete Jugendliche an verschiedenen Orten in der Stadt untergebracht. Vielfältige Hilfen werden den Flüchtlingen von der Stadt angeboten – zum Beispiel Sprachkurse und Verkehrsunterricht. Mit Stadtplänen ausgerüstet gehen ortskundige Mitbürger mit den Flüchtlingen durch die Stadt. Im Haus der Familie gibt es Vorträge über die Lebensart in Deutschland. Die Polizei erteilt Unterricht im Fahrradfahren. Einige Mitbürger begleiten die Menschen bei Behördengängen und helfen beim Ausfüllen von Formularen. Das und vieles mehr soll den Flüchtlingen bei der Eingliederung in die Stadt helfen.
Nach den Vorträgen gab es eine lebhafte Diskussion, in der die Frauen über positive, aber auch über negative Erfahrungen berichteten, die von den Referenten aufmerksam notiert wurden.
Vorschau
Das nächste Treffen der Frauengemeinschaft von St. Peter ist am Montag, 5. September. Diplom-Geoökologe Lutz Kosak wird in einem Bildvortrag über die „Essbare Stadt“ und die Perma-Kultur in Eich berichten. Interessierte Gäste sind willkommen.
