Allgemeine Berichte | 12.04.2022

Privatinitiative wachtberg4help sammelt medizinische Hilfsgüter

Wachtberger Hilfstransporte für die Ukraine

Bürgermeister Jörg Schmidt (Mitte) traf Manuela Schmidt und Jochen Schmitz von wachtberg4help am Tag, bevor die Gruppe einen zweiten Hilfstransport auf den Weg brachte.  Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Wachtberg-Werthhoven. Die schon bei der Flutkatastrophe an der Ahr aktive Initiative wachtberg4help ist nun verstärkt im Hilfseinsatz für die Opfer des Ukraine-Krieges. Bereits einen zweiten Transport medizinischer Hilfsgüter konnte die Gruppe um Jochen Schmitz und Manuela Schmidt kürzlich auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze organisieren. Am Tag vor der Abfahrt trafen Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian die aktiven Ehrenamtler, um sich vor Ort mit diesen über die Hilfsaktionen auszutauschen.

Von Wachtberg an die polnisch-ukrainische Grenze

„Die Hilfsgüter bringen wir persönlich ins polnische Przemysl, das direkt an der Grenze zur Ukraine liegt. Wachtberg4Help sammelt mit einem 13-köpfigen Team vor allem äußerst dringend benötigte medizinische Hilfsgüter und sorgt dafür, dass diese auf schnellstem Wege in die Ukraine gelangen. Per privat organisiertem Transport bringen wir die Hilfsgüter nach Przemysl, eine Kleinstadt, die 1300 Kilometer von Wachtberg entfernt unmittelbar an der polnisch-ukrainischen Grenze liegt. Dort werden die Waren von einer ebenfalls privat organisierten Gruppe von deutschen Rettungssanitätern entgegengenommen, die dann persönlich den nicht ungefährlichen Transport direkt zu den Krankenhäusern, Kinderkliniken und Erste-Hilfe-Stationen weiter in das Kriegsgebiet der Ukraine übernehmen - und das Tag für Tag“, so steht es auf der Website der Initiative. Schmitz ist auch bei der zweiten Tour, mit insgesamt sechs Tonnen Hilfsgütern, wieder als Fahrer mit dabei. Er kennt die Lage vor Ort. Schon bei den einfachsten Dingen bestehe tatsächlich Not, weiß er, wie Verbandsmaterial, Spritzen, Fieberthermometer bis hin zu Blutzuckermessgeräten, aber auch bei Medikamenten und weiterer Ausstattung. Und so sammelt wachtberg4help auch ausschließlich medizinische Hilfsgüter. Wichtig sei, betonte Schmitz, dass alles originalverpackt und haltbar ist! Über Spenden von vor Jahren schon abgelaufenen Medizinprodukten kann er nur den Kopf schütteln.

Gezielt benötigte Hilfsgüter spenden

Eine Amazon-Wunschliste listet die benötigten Materialien auf. Die dort gekauften Hilfsgüter werden dann automatisch zu Wachtberg4Help geliefert. „Auf diese Weise haben wir in den vergangenen Wochen eine große Menge an wichtigen Hilfsgütern zusammengetragen“, freute sich Schmidt. Voller Stolz zeigte sie zwei komplett bestückte Erste-Hilfe-Rucksäcke, die nun auch mit ins Kriegsgebiet gebracht werden. „Die dritte Tour ist bereits in Vorbereitung!“

Eintragung als gemeinnütziger Verein beantragt

Die Initiative bemüht sich aktuell um eine Eintragung als gemeinnütziger Verein. So könnten sie auch Spendenquittungen ausstellen, erklärt Schmidt, denn viele wollten Geld spenden. Sobald die Gemeinnützigkeit eingetragen sei, werden die Spenden auf ein offizielles Spendenkonto überwiesen und Spendenquittungen könnten ausgestellt werden. Und diese Spenden werden zunehmend wichtiger, um zum Beispiel zu günstigeren Großhandelspreisen auch große Mengen einkaufen zu können oder spezielle Hilfsgüter zu bekommen, die kaum von Privatpersonen gespendet werden.

Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian waren deutlich beeindruckt vom Engagement und dem Netzwerk, mit dem wawchtberg4help zusammenarbeitet, um die hier generierte Hilfe auch wirklich dort ankommen zu lassen, wo sie gebraucht wird.

Weitere Informationen:

• Internet: www.wachtberg4help.de

• Facebook: https://www.facebook.com/105988921788309/posts/157985229922011/?sfnsn=scwspmo

• Amazon-Liste: https://www.amazon.de/hz/wishlist/ls/2LN0T20DQABRW?ref_=wl_share.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

Bürgermeister Jörg Schmidt (Mitte) traf Manuela Schmidt und Jochen Schmitz von wachtberg4help am Tag, bevor die Gruppe einen zweiten Hilfstransport auf den Weg brachte. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

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