Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Wärmepumpen im Altbau sinnvoll?
Region. Wärmepumpen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Der Umwelt Wärme zu entziehen und mittels Druck auf Heiztemperatur zu bringen, scheint eine elegante Lösung, um mit wenig Strom viel herauszuholen. Da Tiefenbohrungen größere Teile eines Grundstücks verwüsten können, werden solche Bohrungen selten bei Bestandsgebäuden durchgeführt, wo Gärten und Höfe bereits angelegt sind. Eine Alternative zu einer Erdwärmepumpe ist die Luft-Wärmepumpe. Sie erbringt jedoch viel weniger Wärme, denn im Winter ist die Luft viel kälter als das Erdreich. Deshalb kann ein kalter Winter die eine oder andere Luft-Wärmepumpe in die Knie zwingen und statt ökologischer Wärme eine hohe Stromrechnung produzieren. Eine Luftwärmepumpe sollte also nur bei Bestandsgebäuden in Erwägung gezogen werden, die bereits komplett energetisch saniert wurden und die Heizlast eines Niedrigenergiehauses aufweisen. Auch sollten die Heizkörper so dimensioniert sein, dass sich das Haus mit einer niedrigen Vorlauftemperatur beheizen lässt - ideal sind Flächenheizungen, etwa im Fußboden. Schließlich muss auch berücksichtigt werden, dass Luft-Wärmepumpen erheblichen Lärm produzieren können. Ob sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus eignet und zu allen anderen Fragen des Energiesparens berät der unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung. Energieberater Dipl.-Ing.(FH) Bernhard Andre hat jeden ersten, zweiten und dritten Dienstag im Monat von 9 bis 12.45 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr Sprechstunde in Cochem in der Kreisverwaltung am Endertplatz 2. Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Voranmeldung unter Tel. (0 26 71) 6 10 oder 6 12 28. Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin: Energietelefon Rheinland-Pfalz: 0800 / 60 75 600 (kostenfrei) montags 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.
Pressemitteilung
Verbraucherzentrale RLP.
