Allgemeine Berichte | 01.07.2022

Es ist ein Turm für die Ewigkeit auf dem Ettringer Hausberg, dem Hochsimmer

Wahrzeichen des Ortes ist weithin sichtbar

Der Turm ist weithin sichtbar im Hochsimmerland.  Fotos: Bernd Schmitz

Ettringen. Da steht er nun hoch oben, und schaut, einem ewigen Wächter gleich, hinab auf den Ort, dessen Wahrzeichen er ist. „Ettring, das Dorf am Hochsimmer, ist der herrlichste Platz auf der Welt“, heißt es in einem Heimatlied der „Dilledäpp“, wie die Ettringer liebevoll genannt werden. „Oose Turm“ hoch oben auf den Höhen des Hausberges ist mittlerweile schon 112 Jahre alt. Am 4.7.2010 konnten die Ettringer ein tolles 100. Jubiläum feiern. „Zu diesem Erfolg haben unzählige fleißige und engagierte „Turm-Freunde“, seitens der Ortsgemeinde und aus allen Vereinen und Gruppierungen, gemeinsam beigetragen“, so Ortsbürgermeister, Werner Spitzley, damals voller Freude in seiner Ansprache. Aber, auch die Vorgeschichte muss man rückblickend erwähnen, weil diese sicherlich genau so dazu gehört, wie der 18 Meter hohe Turm zu Ettringen, für dessen Bau aus heimisch typischem, hartem Basaltlavagestein, am 31.3.1909 die Grundsteinlegung erfolgte. Es hätte nämlich ohne Weiteres sein können, das der, von vielen geliebte Aussichts-Turm sein jetziges Alter gar nicht erleben würde. Damals nämlich 1992/93, nach dem nächtlichen Erdbeben mit großen Schäden am Ettringer Wahrzeichen, war sozusagen „Schluss mit lustig“. Es erhob sich die Frage: „Soll man renovieren und wer soll das bezahlen ?“ Immerhin ging es um Kosten von 300 000 DM. Paul Frett, Karl Heinz Keip und Egon Schäfer stellten damals all ihre Technik-, Bau- und Statikerfahrung kostenlos zur Wiederherstellung zur Verfügung, Hochsimmer-Turm-Aktien zum Nennwert von 20 DM, wurden mit Erfolg zum Kauf angeboten. Es war der zu dieser Zeit amtierende Ettringer Ortsbürgermeister Udo Mülhausen, der sich vehement dafür einsetzte dieses Monument zu erhalten. Anträge für Landesmittel und Verträge mit einem privaten Funknutzer waren erfolgreich. Prompt flossen 106 000 DM vom Land Rheinland-Pfalz für die Renovierung, Eine wunderschöne Geste war die Übertragung des Grund und Bodens, und damit auch des zwar defekten Turmes durch die Gemeinde St. Johann an die Ortsgemeinde Ettringen. Und als „i“ Tüpfelchen legten Sie gleich noch 10 000 DM obendrauf. Auch Freunde des Turmes aus Politik, Wirtschaft, der Industrie und Private Spender standen für eine baldige Instandsetzung mit Rat und Tat zur Seite. Es ist Großes geleistet worden. Eines weiß man: Ein Wahrzeichen ist ein typisches Merkmal oder Erkennungszeichen, durch das geografische Objekte, insbesondere auch bewohnte Orte und Städte, charakterisiert werden. Dazu gehören in erster Linie markante Bauwerke. Um ein solches Bauwerk handelt es beim Hochsimmturm, welches für die Ettringer Bevölkerung ein typisches Merkmal, ein Erkennungszeichen ist. Das Dorf am Hochsimmer identifiziert sich auch mit dem Hochsimmerturm. Ein Erkennungsmerkmal, was wie eine Marke zu Ettringen gehört. Dabei hat dieser Turm eine wechselvolle Geschichte mit Höhen und Tiefen, guten und schlechten Zeiten und mit ihm auch die Bevölkerung in unserer Heimat erlebt. Zwei Weltkriege, Wirtschaftskrisen, ja sogar Urgewalten wie das Erdbeben in 1993 hat er miterleben müssen und er hat sie überstanden. Gerade aber diese wechselhafte Geschichte hat immer wieder die politisch und ehrenamtlich Tätigen dazu bewogen, sich für dieses Wahrzeichen einzusetzen. In unterschiedlicher Trägerschaft und nun seit über fas 40 Jahren im Eigentum der Ortsgemeinde Ettringen wird er nunmehr gehegt und gepflegt. In die Renovierung ist viel Geld gesteckt worden. Er hat sein Gesicht ein wenig verändert, aber dies war aus technischen Gründen notwendig, um den Turm zu erhalten. Man kann allen dies Freunden des Turmes wahrlich ein großes „Danke“ sagen, die dieses bewirkt haben. Es ist auch Ausdruck von Heimat, von Heimatverbundenheit, von Identität und Sorge für die Erhaltung eines Teils unserer Geschichte. So möchte ich diesen Bericht mit einem Kompliment für einen liebgewonnenen „Freund“ beenden: „Generationen hast Du erfreut – viele Jahre unzählige Leut - Als Ettringer Wahrzeichen – weithin bekannt - überall im Heimatland - Ein guter Freund für Dich und mich – Hochsimmerturm, wir lieben Dich“ - Und wenn die letzte Reise - uns dann zum Himmel zieht - dann singen wir ganz leise - mit Petrus dieses Lied: - Hoch über dem Heimatort - da steht unser Turm - Birgt manche Erinnerung - und trotzt manchem Sturm - Gebaut für die Ewigkeit - aus heimischem Stein - Wir lieben ihn allezeit - Hier sind wir daheim.

Bernd Schmitz

Der Hochsimmerturm, das 112 Jahre alte Wahrzeichen von Ettringen.

Der Hochsimmerturm, das 112 Jahre alte Wahrzeichen von Ettringen.

Die Ettringer erfreuen sich an „Ihrem Turm“.

Die Ettringer erfreuen sich an „Ihrem Turm“.

Im März des Jahres 1909 wurde mit dem Bau des Hochsimmerturmes begonnen.

Im März des Jahres 1909 wurde mit dem Bau des Hochsimmerturmes begonnen.

Der Turm ist weithin sichtbar im Hochsimmerland. Fotos: Bernd Schmitz

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  • Graf: Ja, sehr GUT Ukraine, ist doch bekannt , dass koruptestes Land in Europa ist. Mit den Politiker, sind unsere bezahlt worden? Wunderbar !
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
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