Allgemeine Berichte | 10.03.2020

Mitgliederversammlung des Hegerings Bad Neuenahr-Ahrweiler

Waidmannsdank für ein erfolgreiches Jagdjahr

Einsicht kommt: Naturschutz kann nicht ohne oder gegen Jäger funktionieren

Angelika Stahl, Ralf Schmitt, Schriftführerin Ute Weiß und der Vorsitzende des Bläserchors Dr. Wolfgang Schumacher (v.l.) mit einem der prämierten Geweihe und der von den Jägern im Kreis herausgegebenen Broschüre.Foto: RU

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Mitgliederversammlung des Hegerings Bad Neuenahr-Ahrweiler, die in der Hemmessener Hütte stattfand, begann mit einem musikalischen Grußsignal der Jagdhornbläser. Die Vorsitzende des Hegerings Angelika Stahl eröffnete anschließend die Versammlung und begrüßte den Kreisjagdmeister Dr. Stefan Schuck, den Kreisgruppenvorsitzenden Ralf Schmitt und die anwesenden Mitglieder. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder wurden die Abschusszahlen des vergangenen Jagdjahres bekannt gegeben. Es wurden 287 Stück Rehwild, 37 Stück Rotwild, 11 Stück Muffelwild und 280 Stück Schwarzwild erlegt. Für die schönsten Rehgehörne erhielt Dr. Ehlen die Gold- und die Silbermedaille, die Bronzemedaille ging an das Jagdrevier Lohrsdorf.

In seiner Ansprache beklagte Kreisjagdmeister Dr. Stefan Schuck die immer komplizierter werdende rechtliche Situation für die Jäger. Gab es bislang in Sachen Waffenrecht bundeseinheitliche Regeln, gehen immer mehr Kompetenzen auf die Länder über. Dies führt zu uneinheitlichen und widersprüchlichen Bestimmungen, mit der Folge, dass Jagd- und Waffenrecht auseinanderklaffen und an vielen Stellen nicht mehr zu einander passen.

Kreisgruppenvorsitzender Ralf Schmitt sprach in seinem Beitrag eine Reihe von Problemen an, mit denen die Jäger derzeit konfrontiert werden. Dazu gehören insbesondere die sich ausbreitende afrikanische Schweinepest, der ökologische Waldumbau und das Thema „Wölfe“.

Besserung des Rufes in Sicht

Waren die Jäger früher oft das Feindbild von Naturschützern, so hat sich ihr Ansehen in jüngster Zeit wieder verbessert, weil sich allmählich die Einsicht durchsetzt, dass ein nachhaltiger Naturschutz nicht ohne sie und schon gar nicht gegen sie verwirklicht werden kann. Der Jäger ist nicht schuld am schlechten Zustand der Wälder, so sein Resümee. Auch für die Konflikte, die sich aus der Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland ergeben, lassen sich Lösungen finden, wenn alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten. Die jüngst erlassenen Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes weisen jedenfalls in die richtige Richtung. Ralf Schmitt ging auch noch auf aktuelle Änderungen beim Waffen- und Jagdrecht ein. Manche Bestimmungen, z.B. die Überprüfung der Zuverlässigkeit, sind aus seiner Sicht überflüssig, man könne aber damit leben.

Die Jäger im Kreis Ahrweiler sind sich jedenfalls ihrer Rolle in Sachen Naturschutz bewusst. Sie haben deshalb eine Broschüre erarbeitet, die sich unter dem Titel „Wir Jäger im Kreis Ahrweiler übernehmen Verantwortung für unsere Natur“, mit dem ökologischen Waldumbau aus der Sicht der Jagd und des Naturschutzes auseinandersetzt und Lösungsmöglichkeiten für die aktuellen Probleme darstellt.

Mit einem weiteren musikalischen Intermezzo der Jagdhornbläser ging der offizielle Teil der Teil der Versammlung zu Ende.

Angelika Stahl, Ralf Schmitt, Schriftführerin Ute Weiß und der Vorsitzende des Bläserchors Dr. Wolfgang Schumacher (v.l.) mit einem der prämierten Geweihe und der von den Jägern im Kreis herausgegebenen Broschüre.Foto: RU

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