Allgemeine Berichte | 07.05.2025

Waldbegang mit Remagener Stadtrat

Revierleiter Sebastian Krohn informiert über Zustand des Remagener Stadtwaldes.  Foto:privat

Remagen. Regelmäßig lassen sich die Mitglieder des Stadtrates sowie Mitarbeiter der Verwaltung gemeinsam mit Bürgermeister Björn Ingendahl durch das Forstamt Bad Neuenahr-Ahrweiler über den Zustand und die aktuellen Probleme im Remagener Stadtwald informieren. Das Forstamt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist auch für die rund 250 ha Wald der Stadt Remagen zuständig. Ende April war es wieder soweit. Bei einem gemeinsamen Waldbegang konnte Revierleiter Sebastian Krohn anschaulich und für alle verständlich die Probleme und den aktuellen Zustand des Remagener Stadtwaldes skizzieren.

An der ersten Station erläuterte Herr Krohn den vermehrten Eichenprachtkäferbefall an alten Eichen. Der Eichenprachtkäfer bringt die Eichen nach Befall zum Absterben und entwertet das Holz nachhaltig. Durch lange Trockenperioden und weniger Niederschlag in der Vegetationszeit vermehrt sich der Käfer in warmen und sonnigen Eichenbeständen sehr stark. Mischwälder, die kühler und artenreicher strukturiert sind, weisen keinen Befall auf. Ziel ist es, einen klimastabilen Mischwald für die Zukunft zu entwickeln.

Beim weiteren Rundgang wies der Revierleiter auf die Trockenschäden an weiteren Baumarten wie Kiefer, Lärche und Buche hin. Aufgrund dieser Schäden herrscht eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht entlang der Waldwege im Stadtwald. Diese Trockenschäden haben in den letzten drei Jahren stark zugenommen.

An einer vor sechs Jahren mit klimastabilen Baumarten wie Esskastanie, Kirsche, Eiche und Elsbeere aufgeforsteten Kahlfläche konnte eine positive Entwicklung gezeigt werden. Die Baumarten in den Schutzhüllen haben sich gut entwickelt. Die gepflanzten Baumarten sind mittlerweile über zwei Meter hoch. Die erhöhten Wildbestände erschweren bzw. verhindern allerdings durch starken Verbiss eine aufkommende Naturverjüngung in den nicht bepflanzten Zwischenfeldern der Kahlfläche.

Zum Ende des Waldbeganges führte Sebastian Krohn die Gruppe zu einem Douglasienbestand mit einzelnen Samenbäumen. In diesem Bestand wird auf Douglasien-Naturverjüngung gesetzt, ohne aktiv zu pflanzen. Kleine Erfolge sind schon zu verzeichnen. Einzelne Douglasien sind aus Naturverjüngung entstanden und geben Hoffnung für eine nächste Waldgeneration.

Bürgermeister Björn Ingendahl sprach Revierleiter Sebastian Krohn seinen Dank für die geleistete Arbeit aus. „Der Zustand unserer Wälder, nicht nur der des Remagener Stadtwaldes, ist nach wie vor besorgniserregend. Der Klimawandel ist in den deutschen Wäldern schon seit Jahren für alle sichtbar. Umso wichtiger ist es daher, dass wir versuchen, durch intelligente Bepflanzung und wärmeresistente Bäume die Wälder wieder in einen gesunden Zustand zu versetzen. Das sind wir den nachfolgenden Generationen schuldig.“, so Ingendahl.

Revierleiter Sebastian Krohn informiert über Zustand des Remagener Stadtwaldes. Foto:privat

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