Allgemeine Berichte | 07.01.2022

NABU Montabaur und Umgebung

Waldprojekt unterstützt

Die Kinder durchsuchten Kompost- und Waldbodenproben. Foto: Lydia B. Kretzer

Montabaur. Infolge der Corona-Pandemie war es 2021 nur kurzzeitig möglich, Natur- und Umweltbildung der Schulen und Kindergärten persönlich zu unterstützen. Wie schön, dass im Herbst 2021 unter Einhaltung der AHA-Regeln sowie der 3 G-Regeln ein Waldprojekt durchgeführt werden konnte:

So freuten sich die Schülerinnen und Schüler der 3d der Joseph-Kehrein-Schule Montabaur besonders, als Frau Klapthor, Bildungsexpertin der Ortsgruppe Montabaur und Umgebung, sie besuchte. Begleitet wurde sie von Fagus, dem Buchenwichtel, der in kurzen Geschichten den Kindern von seinen Sorgen um die Wälder am Köppel berichtete. Bestens durch ihre Klassenlehrerin Frau Lydia B. Ketzer vorbereitet, beteiligten sich die Kinder sehr interessiert.

Aus dem Fundus des Naturschutzzentrums Holler waren auch Baummarder-, Eichhörnchen- und Kleiberpräparate im Klassenzimmer und animierten die Kinder sich intensiv mit dem Leben dieser Tiere, ihren Beziehungen zueinander und den Folgen der Waldschäden zu beschäftigen.

In der Folgewoche stand die Erkundung eines Waldes an. Der durch trockene Jahre und den Borkenkäfer veränderte Stadtwald am Biebrichsbach wurde erforscht.

Frau Ketzer berichtet: „Vor den Weihnachtsferien unternahm die Klasse 3d der Joseph-Kehrein-Schule Montabaur zusammen mit der Biologin Frau Ute Klapthor vom NABU und der Klassenlehrerin Frau Lydia B. Ketzer eine Waldexkursion am Biebrichsbach.

Dort konnten die Drittklässler gesunden und geschädigten Wald miteinander vergleichen sowie die Spuren des Borkenkäfers und die Zusammenhänge seines Wirkens mit dem Klimawandel besser verstehen. Auch Ansiedlungen von Pionierpflanzen auf den Kahlflächen, die eine neue Strauchschicht bilden, konnten gut erkannt werden. Die Stockwerke des Waldes, welche die Schülerinnen und Schüler im Sachunterricht zuvor in der Theorie kennengelernt hatten, waren nun in natura zu betrachten.

Als Waldforscher*innen betätigten sich die Kinder dann intensiv, als Frau Klapthor mit ihnen Untersuchungen von Kompost- und Waldbodenproben durchführte. Sie erforschten das „Recycling“ im Wald und gingen der Frage auf den Grund, was mit dem „Abfall“ im Wald geschieht.

Als Beispiel schauten sich die Kinder den Blattabbau und die Humusbildung aus dem Herbstlaub genauer an. Ausgestattet mit Schaufeln, Lupen und Pinzetten fanden sie viele kleine Waldbewohner in ihren Proben, wie Würmer, Käfer, Schnecken, Asseln und Pilze und konnten so gut nachvollziehen, wie wichtig deren Arbeit, nämlich das Zerkleinern der Waldabfälle, für die Bildung neuer fruchtbarer Erde ist.“ Zwischen dem konzentrierten Forschen sorgten Waldspiele für Bewegung und Spaß der Schülerinnen und Schüler.

Beim Rückweg nutzte die Gruppe den Spielplatz am Quendelberg. Eine positive Beziehung zu Lebewesen und ihrer Umwelt ist die wichtigste Basis für die Natur- und Umweltbildung bei Kindern, der NABU leistet dafür wichtige Beiträge. Interessante Walderlebnisse sind wirkungsvolle Gelegenheiten, bei denen es den Kindern leicht fällt, Einblicke in das Zusammenwirken in Ökosystemen zu nehmen. Die Selbstregulation durch das Nachwachsen von Bäumen und Sträuchern auf dem Gebiet des abgeholzten Waldes war zudem ein schönes Beispiel für die Selbstheilungskraft der Natur.

Am Beispiel des Waldabfalls (Herbstlaub) erkannten die Schülerinnen und Schüler, dass die Natur Energie und Ressourcen nie unnötig verschwendet. Sie lernten einen nachahmenswerten Kreislauf von Wertstoffen kennen, von dem viele Tiere, Pilze, Bakterien und die Bäume selbst profitieren. Ganz konsequent wurden die Abfallstoffe, die der natürliche Kreislauf nicht so einfach beseitigen kann, mitgenommen und im Hausmüll entsorgt.

Pressemitteilung

NABU-Regionalstelle

Rhein-Westerwald

Die Kinder durchsuchten Kompost- und Waldbodenproben. Foto: Lydia B. Kretzer

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