Auf fünf Kilometern ging es durch eine wunderschöne Landschaft
Wanderer zogen von Mühle zu Mühle
Der Erlebnistag „Schromb macht Spaß“ lockte eine große Zahl von Besuchern
Hatzenport/Münstermaifeld. Bereits morgens um 10 Uhr machten sich die ersten „Zweibeiner“ und „Vierbeiner“ jeden Alters auf den Weg. Sie zogen von Mühle zu Mühle, denn an diesem Sonntag hieß es „Schromb macht Spaß“. Es sind historische Mühlen, deren Vergangenheit auf Schautafeln zu erfahren sind. Das Schrumpftal, zwischen Münstermaifeld-Metternich und Hatzenport gelegen, wurde wieder zum Erlebnistal für eine Vielzahl von Besuchern. Die Veranstaltung, organisiert von den Verbandsgemeinden Rhein-Mosel und Münstermaifeld, dem Hatzenporter Fremdenverkehrsverein, dem Gesellenverein Metternich und der IG Mühlenbesitzer mit Unterstützung der Tourist-Informationen in Alken und Münstermaifeld musste 2016 - bedingt durch Unwetter und einen Hangrutsch - ausfallen. Umso schöner gestaltete sie sich in diesem Jahr, da die Sonne vom Himmel lachte und das Thermometer mehr als 30 Grad anzeigte. Es machte Spaß, in der wunderschönen Landschaft unter alten Bäumen, die Schatten spendeten, begleitet vom leisen Plätschern des Schrumpfbachs, die fünf Kilometer lange Strecke zu wandern. Da hatten auch viele Hunde ihren Spaß, die ab und zu mal den Bach genießen konnten. Für diesen Tag war die Landstraße autofrei, rechts und links des Wegs erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm an den Mühlen und auf den Wiesen. Im Angebot waren Live-Musik sowie Spiele für große und kleine Kinder, zahlreiche Stände mit regionalen Produkten und Vorführungen alter Handwerkskünste. Regionaltypisch war das kulinarische Angebot. Eröffnet wurde der Mosel-Maifeld-Erlebnistag mit einem Wiesengottesdienst an der Wendelinuskapelle, die zur Gemeindsmühle gehört.
Wer die fünf Kilometer nicht zweimal laufen wollte oder konnte, um zum Ausgangspunkt zurückzukommen, konnte einen Bus-Shuttle-Dienst in Anspruch nehmen. Der brachte die Besucher in regelmäßigen Abständen von Hatzenport nach Metternich und umgekehrt. Für die Sicherheit standen das Rote Kreuz und die Feuerwehr bereit, für den Schutz der Landschaft viele transportable Toiletten. Wer seine Wanderung in Metternich begann, traf als Erstes auf die Oberste Mühle. Dort erwartete die Besucher musikalische Unterhaltung mit der Stadtkapelle Münstermaifeld, Infostände über Bachrenaturierung und die Ferienregionen Maifeld und Untermosel. Ein großes Zeltlager der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg gab Einblick in deren Aufgabenbereich. Groß und Klein konnten sich im Bogenschießen messen. Gleich nebenan lockte die Bauersmühle mit Kunsthandwerk, alles rund um die Bienen und als besonderer Höhepunkt mit der Präsentation von Greifvögeln, die zum Anfassen waren. Die nächstgelegene ist die Justenmühle, an der historische Werkzeuge und Geräte, Schmuck und Mineralien, Unikate aus Filz sowie handgehauener Naturschiefer mit Vorführung zu sehen waren. Der Weg führte weiter zur Lochsmühle, wo regionale Spezialitäten im Angebot waren.
Es rauchte in der Steinsmühle. „Fisch - frisch aus dem Rauch“ und ein Schauräuchern verleitete viele Wanderer zur Einkehr, die dann auch Arbeiten mit Natur-, Edel- und Heilsteinen bewundern konnten. Weiter ging es zur Weymühle, die mit einem kulinarischen Angebot und Nützlichem sowie Dekorativem aus Naturmaterial lockte. Schon von Weitem war die Live-Musik von „The Irish Fellows“ zu hören. Sie spielten Irish Folk in der Nachtsheimsmühle. Reibekuchen, Wein und Apfelwein, das Waldmobil des Forstamts Koblenz und Kunsthandwerk ließen auch hier viele verweilen.
Eine besondere Attraktivität war die Ausstellung historischer Traktoren. Für das leibliche Wohl war auch an der nächsten Mühle bestens gesorgt. Daneben wurden in der Probstmühle Gegenstände aus Glas, Leder, Edelsteinen, Patchwork-Arbeiten, Deko aus Naturmaterialien und Acryl-Malerei präsentiert. An der Aldorfmühle zeigten die Schülerfirma „Derreks Werkstatt“ und die Hobbykünstler des Seniorendomizils Eifel ihre Werke. Dort hatte die EVM einen Infostand, an dem es auch etwas zu gewinnen gab. Bevor die Wanderer Hatzenport wieder erreichten, lud die Gemeindsmühle zu Pellkartoffeln mit Quark, Würstchen und Nussecken ein, griechisches Olivenöl wurde ebenso präsentiert wie Produkte vom Hunsrücker Highland Rind, alles um den Honig und Kunsthandwerkliches.
Nach vier Jahren konnte das Schrumpftal endlich wieder viele Naturliebhaber willkommen heißen, die diese Veranstaltung zu einem großartigen Erfolg machten.
EP
Unter freiem Himmel das kulinarische Angebot nutzen, das gehörte beim Mosel-Maifeld-Erlebnistag einfach dazu.
Zum abwechslungsreichen Programm gehörte das Bogenschießen, bei dem sich Groß und Klein messen konnte.
Das Schieferhandwerk fand viele Interessierte, die sich Arbeiten nach Wunsch anfertigen lassen konnten.
Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie ab Samstag im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt! Viel Spaß.
