Meckenheimer Heimatverein
Wanderungs- und Besichtigungstour mit Station in Lüftelberg
Meckenheim. Bevor die Mitglieder des Heimatvereins in Lüftelberg ankamen, hatten sie bei angenehmen Herbstwetter bereits einen langen Wanderweg hinter sich. Die historisch interessante Geschichte der Lüftelberger Wallfahrtskirche St. Petrus, ein geschütztes Kulturdenkmal, beschrieb sachkundig Vorstandmitglied Irene Krüger. Diese, gelernte Paläontologin und Geologin, Autorin vieler Heimatgeschichten, wusste manches Spannendes zu erzählen. Von der heiligen Lüfthildis zum Beispiel.
1623 wurde das Grab der heiligen Lüfthildis geöffnet und die Gebeine feierlich erhoben. Im 17. Jahrhundert nahm die Lüfthildisverehrung stark zu und Lüftelberg bekam als Wallfahrtsort überregionale Bedeutung, wusste Irene Krüger. Auch dem Mühlen- und Wasserrad, dem Schall-von-Bell-Denkmal, statteten die Heimatfreunde einen Besuch ab.
Ortsvorsteher Siegfried Schwaner ließ nicht unerwähnt, dass er einen ausführlichen Antrag an die Stadt gestellte habe, das Aquädukt in Lüfelberg, - Denkmal an die ehemals römische Wasserleitung - durch Hinweisschilder an geeigneter, sichtbarer Stelle für Besucher deutlicher hervorzuheben. „Wir haben wirklich ganz viel zur Lüftelberger Geschichte gehört und dabei sehr viel gelernt“, sagt ein Mitglied der Wandergruppe des Heimatvereins. Nach einer gemütlichen Kaffeetafel bei „Tante Lotti“ ging es wieder nach Hause. Für alle Beteiligten war es ein gelungener, schöner und informativer Nachmittag sagte Ursula Birr und dankte Schwaner für die fürsorgliche Begleitung in Lüftelberg.
