Allgemeine Berichte | 18.09.2025

Wann kommen endlich die Alarm- und Einsatzpläne für den Landkreis?

Der Schutz der Bevölkerung sollte immer oberste Priorität haben und auf der Agenda eines jeden hohen Staatsdieners an erster Stelle stehen. Wir schreiben bereits das Jahr vier nach der unglaublichen und tödlichen Flutkatastrophe im Ahrtal mit 135 Toten. Vier Jahre sind nun vergangen, in denen nichts passiert ist. Die vor mehr als drei Jahren gewählte Landrätin, Cornelia Weigand, hat direkt nach der Katastrophe versprochen, dass sie sich um wirkungsvolle und funktionsfähige Einsatz- und Alarmpläne für den Katastrophenfall, für den gesamten Landkreis Ahrweiler kümmern würde. Getan hat sich bis heute nichts. Das ist unfassbar. Es ist nicht hinnehmbar, dass der Schutz der Menschen so lange vernachlässigt wird. Als betroffener Bürger, dränge ich auf unverzügliches Handeln, also ohne schuldhaftes Zögern. Das Argument, man habe kein geeignetes Personal zur fachlichen Erstellung solcher Pläne, kann ich nicht gelten lassen. So wie es im vorgenannten Rhein-Zeitungsartikel vom 14.07.2025 auf der Titelseite zu lesen war. Nach nun vier Jahren, halte ich es für dringend geboten nun endlich zu handeln. Dass wir immer noch kein Alarm- und Einsatzplan für Hochwassersituationen und auch kein Katastrophenschutzkonzept für Gefahrenlagen vorliegen haben, ist schlichtweg ein Skandal. Wo sind hier die Aufsichts- und Kontrollbehörden, die die Landrätin auch de Jure und von Amtswegen in die Schranken weisen. Warum wird so viel Zeit verstreichen lassen. Als Bürger in unserem Landkreis, möchte ich in Zukunft ruhig schlafen können. Sollte es noch einmal zu einer Großlage kommen –und das wird es definitiv-, dann müssen wir uns sicher sein, dass alles geordnet, routiniert und fachkundig koordiniert wird. Dass die Abläufe Hand in Hand entsprechend hochprofessionell abgearbeitet werden. Als Bürger wollen und müssen wir das Gefühl haben, dass alles nach menschlichem Ermessen getan wird und in bester Ordnung ist. Dass sind wir auch den Angehörigen der Flutopfer schuldig. Auch sie müssen das Gefühl haben, dass wirklich alles getan wurde, dass so etwas nie wieder geschehen wird.

Detlef Odenkirchen,

Bad Neuenahr-Ahrweiler

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