Stadtbild Deutschland weißt auf Begrünung von Straßenzüge hin
Warum Plastik statt echter Blumen?
Koblenz. Aktuell erfreuen sich zahlreiche Menschen an den bunten Plastikblumen in der historischen Altstadtstraße Im Entenpfuhl. Das Projekt ist ungefragt eine farbliche Bereicherung und eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Straße.
Gleichzeitig fragt sich der Regionalverband Unteres Mittelrheintal von dem Architekturverein Stadtbild Deutschland e.V., warum man nicht direkt den Weg einer kompletten Straßenbegrünung geht. In Frankreich und Spanien werden schon seit Jahrhunderten die Straßen mit grünen Blätterdächern versehen, die nicht nur das Gesamtbild aufhübschen, sondern auch Sauerstoff produzieren und Schatten spenden. Diese immergrünen Pflanzen können an Drahtseilen gespannt werden, so wie es nun mit den Plastikblumen geschehen ist. Ab einem gewissen Alter trägt sich das Astwerk sogar selbst. Die Pflege ist dabei weitaus geringer als weithin angenommen und könnte auch durch die Anwohner erfolgen. Wer es mit dem Klimaschutz und der Aufenthaltsqualität in den Städten ernst meint, kommt an dieser Art Bepflanzung nicht vorbei. Ein sicherlich lohnendes Projekt für die Zeit nach den Plastikblumen.
Pressemitteilung
RV Unteres Mittelrheintal
Stadtbild Deutschland e.V.
