Allgemeine Berichte | 02.10.2018

Monatstreffen des Deutschen Bundeswehrverbands in der Region Rheinbach

„Was bedeutet es, in der heutigen Zeit politisch tätig zu sein?“

Die ehemalige Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager berichtete aus ihren langjährigen Erfahrungen in der Politik

Auf großes Interesse stießen die Ausführungen Ilka von Boeselagers, und es entwickelte sich im Anschluss eine lebhafte Diskussion. privat

Swisttal. Für den Deutschen Bundeswehrverband hatte der Regionalbeauftragte Oberstleutnant a.D. Hans-Joachim Unger aus Swisttal Ilka von Boeselager, MdL a.D., zum monatlichen Treffen im September eingeladen. Die Veranstaltung stand unter der sehr aktuellen Überschrift: „Was bedeutet es, in der heutigen Zeit politisch tätig zu sein?“.

Nach einer kurzen Vorstellung berichtete Ilka von Boeselager aus ihren reichen, jahrzehntelangen Erfahrungen in der Regional- und Landespolitik.

Wichtig war es ihr, dass jeder alles dafür tun sollte um mehr junge Menschen für die Politik zu interessieren und auch für politische Aufgaben zu gewinnen. Sie führte dabei aus, dass man neben vielen anderen Eigenschaften, die man braucht, nie zu schnell persönlich beleidigt sein sollte. Auch benötige man ein entsprechendes Durchhaltevermögen. Ziel müsse es immer sein, die beste Lösung für die Situation zu finden. Das bedeute auch, dass man es nicht immer allen recht machen könne. Politik müsse klare Kontur zeigen.

In der folgenden offenen Diskussion wurde die aktuelle Bundespolitik, aber auch internationale Politik thematisiert. Viele der Anwesenden haben im Laufe ihrer Kariere Jahre im Ausland verbracht und konnten so aus eigenen Erfahrung berichten. So war der derzeitig diskutierte Einsatz in Syrien genauso Thema wie die politische Situation in der Türkei oder der USA.

Ein weiteres Themengebiet war die Macht, die einem die berufliche Laufbahn oder auch der Wähler auf Zeit verliehen hat. In der Diskussion wurde deutlich, dass viele Teilnehmer es für angebracht hielten, die Amtszeit eines Bundeskanzlers auf zwei Legislaturperioden zu begrenzen. Doch nicht nur Welt- und Bundespolitik wurden andiskutiert. Ein Teilnehmer fragte, ob denn die relativ kleinen Gemeinden Rheinbach und Meckenheim nicht fusionieren sollten. Ilka von Boeselager machte deutlich, dass bereits eine vielseitige Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden existiere. Bereits vor Jahren habe sie diese über den Regierungspräsidenten initiiert. Erfolge dieser Initiative sind erkennbar; so werden zum Beispiel die Ausweisungen von Gewerbegebieten überregional betrachtet.

Der Regionalbeauftragte Hans-Joachim Unger überreichte zum Ende der hoch interessanten Veranstaltung ein kleines Präsent und bedankte sich für die offene und breite Diskussion.

Auf großes Interesse stießen die Ausführungen Ilka von Boeselagers, und es entwickelte sich im Anschluss eine lebhafte Diskussion. Foto: privat

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