Allgemeine Berichte | 29.03.2016

Aktionswoche zur Fachkräftesicherung in der Altenpflege in Cochem-Zell

Was hat das Huhn mit Pflege zu tun?

Veranstaltung stieß auf reges Interesse bei Schülerinnen und Schülern

Die Veranstalter und Organisatoren freuten sich über den großen Erfolg der Veranstaltung. privat

Cochem-Zell. Unter dem Motto „Bewegt – Gepflegt - Zukunftsbranche Altenpflege - Alles andere als langweilig" fand in Cochem-Zell an drei Tagen im März, zeitgleich mit den Landkreisen Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich, die zweite Pflegeaktionswoche statt. Auch in diesem Jahr nutzten über 250 Schülerinnen und Schüler der kreiseigenen Schulen die Möglichkeit, einmal in die Pflegeberufe hinein zu schnuppern und sich so über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu informieren.

Wie sieht der Alltag einer Pflegeperson aus? Welche Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten gibt es? Welche Berufsbilder gibt es im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich? Neben vielen wichtigen Informationen über eine Ausbildung in der Altenpflege konnten die jungen Leute vor allem Eindrücke aus dem Alltag einer Pflegeperson sammeln und so herausfinden, ob für sie eine Ausbildung in diesem Berufsfeld in Frage kommt. Darüber hinaus nutzten viele Jugendliche die Möglichkeit, sich in lockerer Atmosphäre sowohl mit den Heimbewohnern, als auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtungen und Pflegedienste auszutauschen. Die Aktionstage luden die jungen Leute vor allem zum Mitmachen und Erleben ein. Wie bewegt sich ein alter Mensch? Wie sieht und hört er? Und wie fühlt es sich an, auf andere Hilfe angewiesen zu sein? Anhand von speziellen Brillen und einem Alterssimulationsanzug konnten die Jugendlichen nachempfinden, wie sich das Leben - aber auch die Bedürftigkeit - im Alter anfühlt. Beim Rollstuhl- und Rollatorparcours erprobten die Jugendlichen verschiede Hilfsmittel, die den Alltag der älteren Menschen sowie der Pflegepersonen erheblich erleichtern. Zudem wurden verschiedene Liftsysteme im Umgang mit mobilitätseingeschränkten Menschen vorgeführt und durch die Jugendlichen getestet. Auch die Vitalzeichenkontrollen, wie die Messung von Blutdruck, Puls und Blutzucker, durften an diesen Tagen nicht fehlen.

Demenz erleben

Was hat ein Huhn mit Pflege zu tun? Diese Frage stellten sich viele Schülerinnen und Schüler, die an den Aktionstagen teilnahmen. Sie wunderten sich vor allem beim Anblick des quicklebendigen Huhns, das sich bereitwillig streicheln und auf den Arm nehmen ließ. Was es damit auf sich hat, erfuhren die Jugendlichen im Laufe des Tages. Wie es wissenschaftliche Studien belegen, eignen sich Hühner besonders in der beschäftigenden Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Die Bewegungen der Hühner beruhigen in angespannten Situationen und wecken Erinnerungen an das Leben in jüngeren Jahren. Im unlogischen Raum konnten sich die jungen Leute in das Leben eines Demenzkranken hineinversetzen. Natürlich durfte auch die Begegnung mit den Bewohnern nicht fehlen. So wurden gemeinsame Bewegungs- und Beschäftigungsspiele ausprobiert.

Ziel der Aktionstage ist es, neben der Berufsorientierung auch Berührungsängste beim Thema Pflege abzubauen, soziale Kompetenzen zu schulen und für ein besseres Image dieses anspruchsvollen - aber durchaus abwechslungsreichen Berufes - bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Berufsstartern zu werben.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Cochem-Zell

Die Veranstalter und Organisatoren freuten sich über den großen Erfolg der Veranstaltung. Foto: privat

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