Allgemeine Berichte | 09.02.2026, 10:50 Uhr

Was in der Apotheke und auf dem Reitplatz so alles schiefgehen kann

Rosenthalhalle bei der Binninger Kappensitzung bis auf den letzten Platz gefüllt – Jenna Urwer und Sascha Ternes werden von Vereinskameraden überrascht

Nicht immer ganz einig waren sich KV-Präsident Sascha Ternes und Obermöhn Jenna Urwer bei einem närrischen Minispiel. Moderiert wurde der außerplanmäßige Programmpunkt von (im Hintergrund) Kim Kalfels und Aaron Henzgen.
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Binningen. „Fastnacht heißt: Probleme ade, für ein paar Stunden tut nichts mehr weh.“ Mit diesen Worten eröffnete Sascha Ternes, der Präsident des Binninger Karnevalsvereins, die Kappensitzung im Eifeldorf.

Der Urgedanke des Karnevals, den Ernst des Lebens mal beiseite und stattdessen Frohsinn und Geselligkeit hochleben zu lassen, wurde bei witzigen Sprechvorträgen und bunten Tänzen zum gelebten Motto des Abends.

Für den traditionellen Auftakt im Hauptprogramm sorgte ein Dutzend rotweißer Funkemariechen, die von Tabea Etzkorn, Alisha Bamberger und Dania Fuhrmann eingeübt wurden.

Anschließend demonstrierten Sascha Ternes sowie die beiden Forster Ole Leonard und Nikos Henns, zu welchen Missverständnissen es kommen kann, wenn unterschiedliche Generationen in einer Apotheke zusammenkommen. Die Lachmuskeln der Narren in der vollbesetzten Rosenthalhalle wurden langsam warm – woran die beiden Nachwuchskarnevalisten aus dem Nachbardorf großen Anteil hatten.

Mit Verständigungsproblemen zwischen Alt und Jung ging es dann auch weiter: Alisha Bamberger, Dania Fuhrmann und Tabea Etzkorn stellten beim „Zoom Meeting“ eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nicht nur Tänze einstudieren, sondern auch in der Bütt überzeugen können. Im Wortsinne magisch wurde es dann, als die Tänzerinnen aus Gamlen als Wahrsagerinnen die Bühne betraten. Mara Esper, selbst eine der Tänzerinnen, zeichnete sich für die Choreografie verantwortlich. Gewollt schräg und chaotisch ging es dann zu, als Alisha Bamberger als Reitlehrerin vier Pferde samt Reiterin beziehungsweise Reiter auf die Bühne bat – und weder die vierbeinigen Tiere noch die zweibeinigen darüber immer das taten, was sie eigentlich tun sollten.

Zu einem besonderen und außerplanmäßigen Programmpunkt kam es dann, als alle Aktiven aus Karnevalsverein und Möhnenverein ihre beiden „Chefs“ – Sascha Ternes und Jenna Urwer – überraschten und ihnen ein großes Dankeschön für ihr langjähriges Engagement im Binninger Karneval aussprachen. Zurück im Programm, zeigten die Forster Funken mit viel Finesse, warum sie Jahr für Jahr für einen Auftritt im Nachbarort „gebucht“ werden. Einstudiert wurden die Forsterinnen von Julia Schneider und Carina Junglas.

Das Lebensgefühl der bei deutschen Feierlaunigen so beliebten Baleareninsel Mallorca brachte eine von Lena Scherf eingeübte Gruppe tänzerisch zur Geltung. Tagesschau-Sprecher Johannes Kirsch wagte einen Blick zurück ins vergangene Jahr: Was war alles in Binningen los? Und welche Missgeschicke unterliefen dem ein oder anderen Dorfbewohner? Nach der nicht ganz ernst gemeinten Nachrichtenübersicht ging es mit der Showtanzgruppe der „Piraten“ hinaus auf hohe See. Die Regie hatten Alisha Bamberger und Tabea Etzkorn inne.

Letztere erhielt für ihr herausragendes karnevalistisches Talent und ihrer Arbeit als Schriftführerin im Möhnenverein einen besonderen Orden. Auch Jens Oster-Daum, der bereits zum zehnten Mal zusammen mit Migo Lenz für eine reibungslos funktionierende Licht- und Tontechnik sorgte, wurde geehrt. Sein Bruder Paul erhielt zudem für die Reparatur der Bühnendekoration einen Orden des in Binningen heimischen Landtagsabgeordneten Benedikt Oster. Nach den Ehrungen und Würdigungen nahmen Sarah Schmitz und Lia Hofhus in einem Videobeitrag das abendliche Fernsehprogramm aufs Korn und sorgten gerade mit den „Binninger Versionen“ bekannter Serien und Werbespots für viele Lacher.

Moselländische Mexikaner aus Müden beeindruckten im Anschluss bei ihrem Tanz sowohl mit ihrer schieren Personenanzahl als auch mit bis zur Decke reichenden Hebefiguren. Heba Helal hat die für großes Staunen und lauten Applaus sorgende Darbietung einstudiert. Zehn Binninger Herren zeigten anschließend als Astronauten einmal mehr, warum das Männerballett zum Binninger Karneval gehört wie die Narrenkappe zum Elferrat. Olli Reichert war für den tänzerischen Ausflug ins All hauptverantwortlich. Die von Nika Ternes moderierte Schlagerparade markierte schließlich den fließenden Übergang von Hauptprogramm zum fröhlichen Beisammensein nach der Sitzung.

Nicht immer ganz einig waren sich KV-Präsident Sascha Ternes und Obermöhn Jenna Urwer bei einem närrischen Minispiel. Moderiert wurde der außerplanmäßige Programmpunkt von (im Hintergrund) Kim Kalfels und Aaron Henzgen. Foto: Beate Ternes

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