Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes in der SayntalArena
Was lange währt, wird endlich gut
Grundlegende Sanierung nach 40 Jahren Spielbetrieb
Bendorf-Sayn. Einen solchen Zuschauerandrang hat man auf dem Sportplatz in Sayn schon lange nicht mehr gesehen. Mehrere hundert Menschen nahmen an einem besonderen Augenblick teil: Der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes im Sayntal. „Es ist für uns alle ein Tag der Freude“ begann Bürgermeister Michael Kessler seine Eröffnungsrede, und diese kollektive Freude war in den Gesichtern der vielen Besucher abzulesen, die zu den Einweihungsfeierlichkeiten für den neuen Platz der Bendorfer Fußballvereine in das Sayntal gekommen waren. Neben den Spielern der vielen Jugend- und Seniorenmannschaften aus Sayn und den übrigen Bendorfer Stadtteilen mit ihren Trainern und Betreuern hatten sich Angehörige der Spieler, Freunde der Vereine und Fußballinteressierte eingefunden, um der Einweihungsfeier beizuwohnen und das anschließende bunte Programm mit fußballerischen Highlights auf dem neuen Kunstrasenplatz zu erleben und zusätzlich die umfangreichen kulinarischen und musikalischen Angebote im danebenliegenden Vereinsheim und einem davor aufgestellten Festzelt bis spät in den Abend zu genießen.
Neben den Vereinsvertretern begrüßte der Bürgermeister eine Vielzahl von Vertretern der Stadtratsfraktionen, der Verwaltung sowie des Sportausschusses des Kreistags und als Ehrengäste den Landtagsabgeordneten Josef Dötsch und den Kreisbeigeordneten Rudi Zenz, die sich beide intensiv für die Gewährung von Zuschüssen des Landes und des Kreises eingesetzt haben. Nicht zuletzt hieß er Pater Paul Antony willkommen, der zur Einsegnung der Anlage gekommen war.
Bürgermeister Kessler machte in seiner Rede deutlich, dass es diesen von der Stadt mit Zuschüssen des Landes und des Kreises finanzierte Platz für ganz Bendorf nur einmal geben wird, zur Erklärung fügte er an: „Für eine Verbandsgemeinde und für eine Stadt wie Bendorf gibt es zum Bau eines Kunstrasenplatzes eine staatliche Förderung nur ein einziges Mal.“ Die Kosten der Anlage belaufen sich auf insgesamt 550.000 Euro, gefördert mit einem Zuschuss des Kreises von 42.000 Euro und des Landes von 108.000 Euro, die Stadt Bendorf hat somit einen Eigenanteil von 400.000 Euro zu tragen. Der Platz ist mit einem Ballfangzaun eingegrenzt und die Spielfläche hat ein ganz neu entwickeltes Granulat erhalten, das nach den Angaben von Gerd Hoffmann die komfortable Bespielbarkeit des Kunstrasens noch erhöhen soll.
Kessler bedankte sich herzlich bei dem Stadtrat, der dieses Projekt einstimmig auf den Weg gebracht hat. Für die fruchtbare Zusammenarbeit während der Baumaßnahme bedankte er sich bei dem anwesenden Gerd Hoffmann, dessen Ingenieurbüro für die professionelle Durchführung und Koordinierung der Baumaßnahmen verantwortlich zeichnet. Sein Dank galt ebenfalls den Vereinen für die gute und nicht selbstverständliche Zusammenarbeit sowohl untereinander als auch mit der Stadt Bendorf. Kessler weiter: „Ausschlaggebend für den Stadtrat war die hervorragende Jugendarbeit, die in den Vereinen geleistet wird. Wir haben gesehen, dass hier über 200 Jugendliche und junge Leute trainiert werden und die beiden großen Vereine von Bendorf und Sayn sich bereits in einer Jugendspielgemeinschaft zusammengeschlossen haben. Das alles zeigt uns als Vertreter der Bevölkerung im Stadtrat und der Verwaltung, dass wir in etwas Gutes, in eine Zukunft investieren. Das ist der Grund, warum wir das machen.“
Nach weiteren Ansprachen vom Kreisbeigeordneten Rudi Zenz, Ingenieur Gerd Hoffmann und Michael Eifler vom TV Mülhofen ergriff der 1. Vorsitzende des SV Sayn Frank Matthis das Wort. Unter anderem hob er besonders das Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen Trainer in den Vereinen hervor: „Wir sind hier im Jugendbereich seit 2008 sehr intensiv tätig, wir haben damals mit 13 Kindern in der Bambini- und F-Jugend angefangen, heute sind es über 200 Jugendliche. Das war viel Arbeit und ich muss betonen, das große Rückgrat eines Vereins sind die Trainer im Ehrenamt, ohne die ein solcher Spielbetrieb nicht möglich wäre.“
Es folgte ein weiterer Höhepunkt, als Pater Paul Antony nach einer kleinen Ansprache und einem gemeinsamen Gebet die Anlage einsegnete. Nachdem die Vertreter der Stadt und Gäste in einem symbolischen Akt ein rotes Band zerschnitten hatten, gab zum guten Schluss Bürgermeister Michael Kessler den neuen Platz offiziell für den Spielbetrieb frei. Die Spieler, Trainer und Betreuer bedankten sich mit einer gemeinsamen Ehrenrunde um den neuen Sportplatz.
Symbolisch wurde ein rotes Band zur Eröffnung des Kunstrasenplatzes zerschnitten.
Pater Paul Antony segnete den neuen Platz ein.
Bürgermeister Kessler mit Mitgliedern des Stadtrates sowie Kreisbeigeordneter Rudi Zenz und Landtagsabgeordneter Josef Dötsch