Allgemeine Berichte | 23.12.2016, 11:30 Uhr

Stadt Neuwied hatte zum Pre-Opening des neuen Jugendzentrums eingeladen

„Was lange währt ...“ - wird modern und bietet viel Platz

OB Nikolaus Roth, Pfarrer Thomas Darscheid und Mitglieder des Jugendbeirats testen den Kicker. FF
114

Neuwied. Der helle, freundliche Eingangsbereich des neuen Jugendzentrums in der Neuwieder Museumsstraße erinnert ein wenig an eine moderne Hotellobby. Aber statt einer Rezeption werden die Gäste an der Theke des Bistros willkommen geheißen. Mit Unterstützung von den Profis aus der Kreishandwerkerschaft haben die jungen Leute hieran selbst mitgetischlert. Zum Pre-Opening begrüßten Oberbürgermeister Nikolaus Roth und seine Stadtvorstandskollegen Jan Einig und Michael Mang die Vertreter der politischen Fraktionen und all jene, die in den letzten Wochen am Bau des Jugendzentrums beteiligt waren. Sowie jene, die Anknüpfungspunkte zum neuen Jugendtreff haben. Natürlich die Mitarbeiter der Verwaltung, der Schulleiter der benachbarten Dualen Schule und Caroline Schug. Die Leiterin der Neuwieder Polizeiinspektion hofft auf eine erfolgreiche Jugendarbeit. Nikolaus Roth begrüßte Pfarrer Thomas Darscheid und die Vertreter des Lions Club, die seit Langem enge Mitstreiter in der Neuwieder Jugendarbeit seien. Besonders willkommen „daheim“ hieß der Oberbürgermeister die Jugendlichen aus dem Jugendbeirat. Nikolaus Roth sprach ausdrücklich nicht von einem Geschenk. Vielmehr hätten Neuwieds Jugendliche mit dem Jugendbeirat an der Spitze für das Jugendzentrum hart kämpfen müssen. Dieser Kampf zog sich über mehre Legislaturperioden der politischen Jugendvertretung hin. Dass die meisten Vorstände die Früchte ihrer Bemühungen nicht mehr selbst ernten können, bedauerte der Oberbürgermeister. Gleichwohl komme es immer wieder vor, dass Generationen für die nachfolgenden Generationen kämpfen müssten. Schon oftmals wähnte sich der Jugendbeirat in den vergangenen zehn Jahren am Ziel, um an Ende dann doch wieder enttäuscht zu werden. Mal wurde die vermeintliche Lösung zu teuer, mal erwies sich das Objekt als nicht funktionell.

Im Juni 2013 gaben sich die Stadträte dann einen Ruck und beschlossen den Neubau. Freudig berichtete Nikolaus Roth, dass der Kostenrahmen im Wesentlichen eingehalten wurde. Noch mehr als der Oberbürgermeister strahlte zum Pre-Opening der Jugendbeirat. „Hier haben wir endlich richtig viel Platz und alles ist so schön modern“, meinte die Vorsitzende, Johanna Krumm. Rund 850 Quadratmeter, davon 750 Quadratmeter Nutzfläche, stehen den Jugendlichen zur Verfügung. Der Jugendbeirat hat ein eigenes Büro mit technischer Ausstattung bekommen. Johanna Krumm und ihre Vorstandskollegen waren beim Innenausbau und der Möblierung gefragt. „Wir haben die Farben ausgewählt und Einrichtungsgegenstände ausgesucht“, berichtete Johanna Krumm. Jetzt freut sie sich auf die Außenanlagen. Unter anderem entsteht ein Cage-Soccer. Ganz wunschlos glücklich ist der Jugendbeirat allerdings noch nicht.

„Das Jugendzentrum sollte unbedingt auch montags geöffnet haben“, sagt Salomon Hofstötter. Das montags kein Ansprechpartner zur Verfügung stünde, sei nicht gut. Neben der Freizeitgestaltung sind die Sozialarbeiter der Stadt Neuwied die zweite Funktion des Jugendzentrums. Ulrike Ackermann, Esther Bitterling und Jonas Kern bilden die Stammbesetzung mit offenen Ohr für die Belange der Jugendlichen. Ihnen und den jungen Leuten steht ein modernes Gebäude zur Verfügung. Das Bistro teilt das Jugendzentrum in zwei Funktionsbereiche.

Auf der einen befinden sich die beiden Mehrzweck- und Veranstaltungsräume, die auch zu einem Raum erweitert werden können. Zu Konzerten oder Aufführungen finden dann bis zu 200 Menschen Platz.

Im anderen Funktionsbereich stehen Cliquenräume, Gruppenräume und Werkräume zur Verfügung. Es gibt ein Aufnahmestudio, ein Werkraum und einen Pädagogen Raum. Das Jugendzentrum verfügt zudem über eine geräumige Küche und Umkleiden für Frauen und Männer. Zur Freizeitgestaltung stehen Kicker und Billardtische zur Verfügung.

Ein Traum wurde Wirklichkeit

Die offizielle Eröffnung mit Schlüsselübergabe kündigte Oberbürgermeister Nikolaus Roth zu einem späteren Zeitpunkt an. Mit dabei wird auch ein Vertreter der Landesregierung sein. Ohne die Mittel des Landes hätte das Jugendzentrum nämlich nicht entstehen können. Auf diese Notwendigkeit wurde Kurt Beck schon 2011 hingewiesen. Seinerzeit protestierte der Jugendbeirat unter Vorsitz von Christopher Bednorz bei einem Besuch des ehemaligen Ministerpräsidenten. Nur eine von vielen Aktionen, die sich die Jugendbeiräte in den vergangenen Jahren hatten einfallen lassen, um ihrem Traum ein Stück näher zu kommen. FF

„Was lange währt ...“ - wird modern und bietet viel Platz

„Was lange währt ...“ - wird modern und bietet viel Platz

„Was lange währt ...“ - wird modern und bietet viel Platz

Über „richtig viel Platz“ und ein eigenes Büro mit technischer Ausstattung freut sich der Jugendbeirat im neuen Jugendzentrum.

Über „richtig viel Platz“ und ein eigenes Büro mit technischer Ausstattung freut sich der Jugendbeirat im neuen Jugendzentrum.

OB Nikolaus Roth, Pfarrer Thomas Darscheid und Mitglieder des Jugendbeirats testen den Kicker. Fotos: FF

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Hans-Werner Adams (rechts) verabschiedete vor dem Plenum des Stadtrates Förster Stephan Braun in den Ruhestand.
0

Er war aus dem Sinziger Stadtwald nicht wegzudenken, Revierleiter Stephan Braun vom Forstamt Ahrweiler. Jetzt wurde der engagierte Förster nach 39 Dienstjahren im Stadtrat offiziell in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Laudatio würdigte Hans-Werner Adams, der als erster Beigeordneter Bürgermeister Andreas Geron vertrat die Meriten des Forstmannes. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Der Kalender zeigt historische Motive aus Montabaur – darunter das erste Fußballteam des TuS Montabaur, die Heuernte im Gelbachtal und den Großen Markt im Jahr 1950.
1

Die Stadt Montabaur hat gemeinsam mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft (DUG) einen Kalender mit historischen Stadtansichten veröffentlicht, dessen Erlös einem Ferienprogramm für Kinder aus der ukrainischen Stadt Trostyanets zugutekommt. Der Kalender, der für neun Euro erhältlich ist, wird in der Tourist-Info, der Stadtbibliothek und im Stadtarchiv verkauft. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Wein und Gebärdensprache: Ein erfolgreiches inklusives Konzept.
0

Kürzlich fand im Weingut Matthias Müller in Spay eine besondere Weinprobe statt, die speziell für Menschen mit Hörbeeinträchtigung konzipiert war. Diese Veranstaltung markierte die dritte Weinprobe in Deutscher Gebärdensprache und zog 42 interessierte Gäste an, die von der einzigartigen Kombination aus Genuss, Begegnung und Inklusion begeistert waren. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Daueranzeige 2026
Dauerauftrag 2026
Dienstleistungen
Imageanzeige
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Karnevalsauftakt in Mülheim-Kärlich
Zählerablesung 50% Rabatt
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1881

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

50 ehrenamtlichen Ordnern
577

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen