Große Informationsstand des Naturschutzgartens Niederwerth
Was lebt dort eigentlich?
Niederwerth. Den „Naturschutzgarten Niederwerth“ gibt es seit fünf Jahren. Im Südteil von Niederwerth zwischen St. Georgskirche und Fußballplatz erstreckt sich eine, schon von Weitem sichtbare, „grüne Lebensader“ mit den charakteristischen China- Schilfanpflanzungen quer zur Insel. Jetzt gibt es die Möglichkeit sich umfassend zu informieren: „Was lebt dort, welche Ausgangs- Idee liegt dem Garten zu Grunde, wie finanziert sich ein solches Projekt? Gibt es dazu Förderungen?“ Für die Beantwortung dieser und weiterer Fragen gibt es über Ostern einen großen Informationsstand. „Alles findet natürlich nur bei gutem Wetter statt“. Gezeigt werden von Bibern angenagte Hölzer; „Lazarus“, der Goldfisch aus der Grünschnittdeponie (wenn der Besitzer ihn bis dahin nicht abgeholt hat!); kostbare Puppen des Segelfalters und eine selbstentwickelte „Puppenwiege“ für diesen, vom Aussterben bedrohten Schmetterling. Das Leuchtturmprojekt „Bekassine“, die Schrift zu diesem besonderen Vogel und natürlich die große Dokumentation über diesen privaten Garten. „Die Zusammensetzung der seltenen Tierarten ist sicherlich deutschlandweit einmalig! Wo leben sonst Braunkehlchen und Bekassinen als Bewohner feuchter Wiesen mit Kleinen Schillerfaltern zusammen? Hier vermehrt sich sogar der Segelfalter als ein typischer Bewohner trocken heißer Südhänge!“ Wie sah diese Fläche eigentlich vor seiner Umwandlung zum Naturschutzgarten aus? Wie mag es hier vor 5000 Jahren ausgesehen haben? Gab es in der Jungsteinzeit schon „Niederwerther“? Kinder haben während der Ausstellung die Möglichkeit ein einzigartiges Werkzeug einmal selbst in die Hand zu nehmen: Der Besitzer hat auf dieser Fläche eine neolithische Steinbeilklinge gefunden. „Schon der Hammer!“ Und Bekassinen gibt’s auch: …zum Ausmalen! Führungen durch das private Gelände sind nach Vereinbarung und außerhalb der Zugzeit der Vögel mit dem Grundstückseigner möglich. Ostersamstag, der 30. März bis Ostermontag 1. April, jeweils von 8 bis 18 Uhr. Weitere Infos: Tel. 02 61/ 1 75 86 oder stefan.krumme@freenet.de
Die Bekassine machte den „Naturschutzgarten Niederwerth“ bundesweit bekannt.
Geboren im Naturschutzgarten: Junge Dorngrasmücke.
