Allgemeine Berichte | 20.07.2023

Verbandsgemeinde Weißenthurm schult Verwaltungsstab – Konzept für Katastrophenfälle

Was tun, wenn es wirklich ernst wird?

Die VG sieht sich gut aufgestellt. Trotzdem: „Wir hoffen, dass der Ernstfall nie eintritt“, sprach Bürgermeister Thomas Przybylla allen aus dem Herzen. Foto: Arnd Lenarz

VG Weißenthurm. Unwetter und Hochwasser, Großbrände und Amokläufe – Katastrophenszenarien gibt es viele. Um im Ernstfall egal welcher Art gut vorbereitet zu sein, die Menschen zu unterstützen, Werte zu schützen und dazu beizutragen, dass Leben gerettet werden, hat die Verbandsgemeindeverwaltung (VG) Weißenthurm bereits 2022 einen Verwaltungsstab ins Leben gerufen. Diesem Stab gehören die Verwaltungsspitze und Führungskräfte der VG an. Jetzt hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Mitglieder so geschult, dass sie bei Notfällen und Extremsituationen auf ein passgenaues Konzept zurückgreifen können.

Die verheerende Flut im Ahrtal vor zwei Jahren hat drastisch gezeigt, wie entscheidend eine gute Vorbereitung auf derartige unvorhersehbare Notlagen ist. „Wir als Verwaltung haben uns Gedanken gemacht, wie wir uns bestmöglich für solche extremen Situationen rüsten können“, erklärte der Bürgermeister der VG Weißenthurm, Thomas Przybylla. Die Verwaltung lud nun die dem BBK angegliederte Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) nach Weißenthurm, um die Mitglieder des Stabes zu schulen. Ein Dozent der zentralen Bildungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland für alle Akteure im Bereich Katastrophen- und Zivilschutz brachte grundlegende Informationen zum Umgang mit Krisensituationen mit nach Weißenthurm. Der Fachmann erläuterte wesentliche Elemente der Bearbeitung eines solchen Ernstfalls und übte mit den VG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern Methoden und Instrumente für eine strukturierte Vorgehensweise in Notfällen. „Im ersten Moment wirkte es ein bisschen ungewohnt, im Katastrophenfall mit bunten Karten und Stellwänden zu hantieren, aber am Ende war es für die optische Darstellung und die Priorisierung der akuten Probleme enorm hilfreich“, berichtete Fachbereichsleiterin Regina Boch. Anhand verschiedener Szenarien übten die VG-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter gemeinsam mit der Leitung der freiwilligen Feuerwehr der VG am zweiten Tag der Fachschulung das erlernte Konzept. „Sich mit einem Katastrophenfall auseinanderzusetzen, den Ernstfall durchspielen hat mir viel Sicherheit gegeben, ich fühle mich gewappnet, weiß, was ich zu tun habe“, betonte Stabsmitglied Lars Weinbach. Gleichzeitig habe die Schulung gezeigt, dass insbesondere die Ausstattung der Verwaltung bereits viele wesentliche Bereiche wie Kommunikation und Stromversorgung abdeckt: „Wir haben Satellitentelefone, eigene Funkkreise für die Werke, die für die Wasserversorgung zuständig sind, ausreichend Notstromaggregate für das Rathaus und Hallen in den Städten und Ortsgemeinden, es gibt vorbereitete Notfallpläne für das Schulzentrum und unsere Feuerwehreinheiten sind bestens ausgerüstet“, erklärte Przybylla. Dem Bürgermeister ist wichtig, das Personal der VG Weißenthurm zu sensibilisieren und in die Lage zu versetzen, im Ernstfall adäquat reagieren zu können. Dazu habe die Schulung entscheidend beigetragen, aber: „Das Seminar hat auch gezeigt, wo noch Handlungsbedarf ist.“ Jetzt ist der Verwaltungsstab dabei, die aufgezeigten Lücken zu füllen, beispielsweise, die Informationen für die Haushalte, sich auf Notlagen vorzubereiten, zu ergänzen oder intern für weitere Ausstattung zu sorgen. Die VG sieht sich gut aufgestellt. Trotzdem: „Wir hoffen, dass der Ernstfall nie eintritt“, sprach der Bürgermeister allen aus dem Herzen.Pressemitteilung der

VG Weißenthurm

Die VG sieht sich gut aufgestellt. Trotzdem: „Wir hoffen, dass der Ernstfall nie eintritt“, sprach Bürgermeister Thomas Przybylla allen aus dem Herzen. Foto: Arnd Lenarz

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