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Der Bunte Kreis Rheinland setzt sich für Kinder mit schweren Schicksalen ein

Was wurde aus dem Mallorca-Baby?

Was wurde aus dem Mallorca-Baby?

Heute ist die kleine Chayenne ein aufgewecktes Mädchen. Foto: privat

09.11.2018 - 15:33

Der Mensch plant, während das Schicksal seinen eigenen Weg geht. Erika Strehl aus Mayen hat am eigenen Leib erfahren, wie sehr anders es kommen kann, als gedacht. Dabei war ihr Plan gut! Die 25-Jährige ist in der 26. Woche schwanger, als sie mit ihrem Mann Vadim nach Mallorca fliegt. Der Frauenarzt hat nichts gegen die kleine Auszeit einzuwenden, sicherheitshalber hat sie aber ein Rundum-Sorglos-Paket einer Reisekrankenversicherung im Gepäck. Und so freuen sich die beiden auf Sonne, Meer und Palmen.

Lange hat das Paar auf diesen ersten Urlaub ihrer fünfjährigen Ehe gespart. Der zweijährige Sohn Leon bleibt für die paar Urlaubstage bei seiner Oma. Nach der Reise wollen die Strehls in eine größere Wohnung umziehen, um mehr Platz für ihn und das Baby zu haben. Die alte Bleibe ist bereits gekündigt. Und so freuen sich die beiden darauf, ein bisschen Kraft zu tanken für die kommenden Wochen. Noch dreieinhalb Monate, dann werden sie zu viert sein… Mit diesem Gedanken fliegen Erika und Vadim entspannt nach Palma. Der Deutschen beliebteste Sonneninsel wartet auf sie!

Sechs Jahre ist es nun her, dass die Strehls in ihren Traumurlaub starteten. Sechs Jahre, in denen aus ihrem Traum ein Alptraum wurde. Drei sorglose Strandtage liegen hinter dem Paar, als bei Erika aus heiterem Himmel die Wehen einsetzen. Voller Sorge bestellen sie einen Krankenwagen und Erika wird sofort in eine Privatklinik nach Palma gebracht. Was dort passiert, lässt die junge Mutter bis heute nicht los.

„Statt mich zu behandeln, wurde ich mit stundenlang einfach liegen gelassen“, erzählt sie immer noch fassungslos. „Keiner hat nach mir gesehen. Niemand sprach Deutsch oder Englisch, ein Dolmetscher war um diese Zeit nur telefonisch zu erreichen.“ Bis heute weiß sie nicht, ob man die Entbindung nicht doch noch hätte stoppen können. „Ich hatte keinen Infekt, ich hatte keinen Blasensprung und nur leichte Blutungen.“

Viele Stunden liegt sie schon in den Wehen, als endlich ein deutschsprachiger Gynäkologe an ihrem Bett auftaucht. Aber es ist zu spät. Am Mittag des 22. September 2012 erblickt Chayenne das Licht der Welt. In einer Klinik, in der es noch nicht mal eine Frühgeborenen-Station gibt. Mit Blaulicht wird das kleine Handvoll Leben ins staatliche Krankenhaus Son Espaces verlegt. Sie wiegt gerade einmal 860 Gramm und ist noch nicht bereit für diese Welt.

Für die Eltern beginnt eine Zeit des Hoffens und Bangens. Die Diagnosen klingen nicht gut. Chayenne hat Hirnblutungen und einen Darmdurchbruch. Erika wird in diesen Wochen alles abverlangt. Weil ihr Mann Vadim, ein Epileptiker, mit der Situation völlig überfordert ist, entlässt sich die Mutter zwei Stunden nach der Entbindung selbst aus dem Krankenhaus und nimmt das Heft in die Hand. Es folgen Wochen, in denen Erika zwischen Deutschland und Mallorca pendelt. Hin- und hergerissen zwischen ihrem Sohn Leon und in ständiger Sorge um Töchterchen Chayenne. Vadim muss arbeiten und kann Leon nicht betreuen und Erikas Mutter ist selbst hochschwanger und mit dem quirligen Zweijährigen auf Dauer überlastet. Zu allem Überfluss muss die Familie aus ihrer Wohnung raus und den Umzug stemmen.

Auf Mallorca fühlt sich Erika allein gelassen. Chayenne ist noch lange nicht über den Berg. Die Sprachbarrieren erschweren die Kommunikation im Krankenhaus und sie hat nicht genug Geld, um sich eine Unterkunft zu leisten. Es reicht gerade noch, um sich etwas zu essen zu kaufen. „Ich erinnere mich, dass ich zwei Tage und Nächte auf einem Krankenhausstuhl gesessen habe, weil ich nicht wusste, wo ich sonst hinsoll“, sagt Erika. Wie gerne würde sie Chayenne nach Deutschland bringen, aber der Reiseversicherer will den teuren Transport im Spezialflugzeug nicht bezahlen.

In dieser Notsituation berichtet das Mallorca Magazin über die Familie und Erika hat Glück im Unglück. Inka Orth, die Vorsitzende des Bunten Kreis Rheinland, die zu dieser Zeit Urlaub auf Mallorca macht, liest den Artikel. Es ist der 4. Oktober 2012. Chayenne ist knapp zwei Wochen alt und Erika am Ende ihrer Kräfte. Inka Orth nimmt Kontakt zu der Zeitung auf und trifft die verzweifelte Mutter und ihr Baby in der Klinik. Ein bewegender Moment für beide. Ab da setzt Orth alle Hebel in Bewegung, um der Familie zu helfen.


Spendenkonto für Chayenne


Der Bunte Kreis richtet ein Spendenkonto für Chayenne ein und schickt Nachsorgeschwester Klaudia nach Palma. Dort vertritt sie Erika, als diese für den Umzug wieder nach Deutschland muss. Aus Spendengeldern des Bunten Kreis wird ein Umzugswagen finanziert, damit der Wohnungswechsel schnell über die Bühne gehen kann. Währenddessen führt Klaudia, die Spanisch kann, Gespräche mit Ärzten und Schwestern. Drei Stunden täglich übernimmt sie für Erika das so genannte Känguruing. Dabei wird Chayenne nur mit einer Windel bekleidet auf ihren nackten Oberkörper gelegt, um möglichst viel Hautkontakt zu erfahren.

Inka Orth verhandelt derweil in Deutschland mit dem Krankenversicherer und bringt die Geschichte schließlich an die Öffentlichkeit. Während Chayenne im Brutkasten um ihr Leben kämpft, wird sie hierzulande als Mallorca-Baby bekannt. Als die Bildzeitung über ihr Schicksal berichtet, lässt sich schließlich auch die Versicherung erweichen und gibt aus Kulanz 20.000 Euro für den Spezialtransport frei. Die Münchner Firma Aicher stellt einen Ambulanzjet mit medizinischer Crew zur Verfügung. Am 27. Oktober ist es so weit: Chayenne kann endlich ausfliegen und kommt in die Uniklinik Bonn. Es ist eine riesige Erleichterung für die Familie, ihr Baby endlich in der Nähe zu haben. Und doch soll es noch zweieinhalb Monate dauern, bis die Kleine endlich nach Hause kann. Herzrhythmusstörungen und eine zweite Operation am Darm machen eine Entlassung zu Weihnachten unmöglich. Den 15. Januar 2013 wird Erika nie vergessen. Ihr Mädchen darf endlich heim! Fast vier Monate ist sie nun auf der Welt und wiegt 3.000 Gramm. Wäre Chayenne pünktlich zur Welt gekommen, wäre sie gerade mal zwei Wochen alt.

Nachsorgeschwester Klaudia kümmert sich in den nächsten Monaten weiter um die Familie und steht ihnen zur Seite, als Chayenne wiederholt an Bronchitis und Lungenentzündung erkrankt. „Sie war anfällig, weil sie ja lange beatmet worden war“, erklärt Erika. Zu allem Überfluss hat die Familie auch noch Schimmel in der neuen Wohnung, was die Atemwege der Kleinen noch zusätzlich belastet. „Im ersten Lebensjahr war Chayenne noch einige Male im Krankenhaus“, erinnert sich Erika. Aber irgendwann kehrt Ruhe ein.


Ein kerngesundes Kind


Heute ist die Sechsjährige kerngesund. Körperlich erinnern nur noch die Narben der Operationen und viele weiße Pünktchen von Injektionsnadeln an ihren schweren Start. „Wir sind so glücklich, dass sie sich so gut entwickelt hat“, sagt Erika froh. Bei einer Hirnblutung zweiten Grades bestehe eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent, dass sich ein Mensch wieder ganz erholt. „Der Bunte Kreis hat uns so viel geholfen! Wir sind allen Menschen, die uns damals beigestanden haben unendlich dankbar.“

Derzeit besucht Chayenne den Kindergarten. Sie malt gerne, spielt Rollenspiele, liebt Playmobil und kann auch mal so richtig zickig sein. Einmal in der Woche bringt Erika sie zur Frühförderung. Denn Therapien und Fördermaßnahmen gehören auch in späteren Jahren zum Familienalltag bei Frühgeborenen. Sie leiden häufiger als andere Kinder unter Ängsten und fehlendem Selbstbewusstsein und sind etwas langsamer. „Einerseits ist Chayenne eine starke Persönlichkeit und kognitiv gut entwickelt. Andererseits wäre sie dem Druck in der Schule noch nicht gewachsen.“ Deshalb hat Erika beantragt, sie ein Jahr später einzuschulen.

Ob sie noch häufig an die Zeit in Mallorca denkt? „Eigentlich habe ich das gut verarbeitet“, sagt sie und erinnert sich an ein Gespräch, dass sie an der Bonner Uniklinik mit einem Seelsorger geführt hat. „Er sagte mir damals: ‚Der Körper heilt schneller als die Seele und es wird Zeiten geben, an denen du dich nicht so gut fühlst. Das ist ganz normal!‘“ Mit diesem Rat im Hinterkopf habe sie die schlechten Tage einfach vorbeigehen lassen. „Ich wusste ja, woher es kommt.“ Die Ehe mit Vadim allerdings hat nicht überdauert. „Vor vier Jahren bin ich mit den Kindern ausgezogen“, sagt Erika, die sich von ihrem Mann nicht unterstützt gefühlt hat. „So wie nach Chayennes Geburt war es immer wieder. Oft hatte ich das Gefühl, ein drittes Kind großzuziehen.“ Irgendwann ging es dann nicht mehr. Heute lebt Erika mit ihren Kindern und einem neuen Partner in einer Wohnung ohne Schimmel. Sohn Leon geht in die zweite Klasse und sie arbeitet wieder Teilzeit in ihrem Beruf als Metzgereifachverkäuferin. Währenddessen passen die Großeltern auf die Kinder auf. Ihr eigener Sohn - Chayennes Onkel - kam übrigens eineinhalb Monate nach Chayenne zur Welt. Womit er ein wenig jünger ist als seine Nichte.

Die Geschehnisse auf Mallorca kennt Chayenne aus Erzählungen. „Allerdings kann sie das alles noch nicht so wirklich einordnen und verstehen.“ Manchmal erkennt jemand das Mallorca-Baby und spricht Erika darauf an. Ob sie nochmal auf die Insel will? „Wir waren ein Jahr nach der Geburt noch einmal dort und haben auch die Klinik besucht. Seither aber nicht mehr.“ Ein Gutes hat Chayennes Start auf der Ferieninsel am Ende allerdings doch: „Sollte sie jemals auf Mallorca leben und arbeiten wollen, kann sie die spanische Staatsbürgerschaft beantragen. Schließlich steht ‚Palma‘ in ihrer Geburtsurkunde.“

Von Janina Mogendorf

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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