Allgemeine Berichte | 12.07.2017, 10:22 Uhr

Kreisveterinäramt Rhein-Sieg

„Wasser, Schatten und Hygiene“ - Appell an Tierhalter

Rhein-Sieg-Kreis. Was für Zweibeiner gilt, darf bei Vierbeinern nicht vergessen! Auch sie leiden unter der Sommerhitze und benötigen dann viel Wasser und Schatten. Grundsätzlich leiden Tiere sogar unter der Hitze mehr als unter Kälte. „Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen oder andere Tiere auf der Weide brauchen ausreichende Schattenangebote und es muss jederzeit genügend frisches Wasser bereitstehen“, appelliert Dr. Klaus Mann, Leiter des Tierärztlichen Dienstes des Kreisveterinäramtes an die Tierhalterinnen und Tierhalter. Bieten die Weiden keine ausreichenden natürlichen Schutzmöglichkeiten für alle Tiere, ist ein zusätzlicher Unterstand erforderlich! Schafe sollten auf jeden Fall geschoren werden.

Tiere in Käfigen kann man mit einfachen Mitteln wie Sonnenschirmen oder dem Versetzen des Käfigs in den Schatten schnell und effektiv helfen. Grundsätzlich sollten alle Tierhalterinnen und Tierhalter immer beachten, dass die Sonne im Laufe des Tages wandert und ein morgens noch schattiger Platz mittags in der prallen Sonne stehen kann.

„Wasser, Schatten und das hygienische Reinhalten, zum Beispiel von Käfigen, sind das A und O in diesen heißen Tagen bei der Tierhaltung. Wir appellieren darum an alle Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer, alles zu tun, dass immer ein schattiger Platz, eine Möglichkeit zur Abkühlung und genügend Wasser zur Verfügung steht, damit die Tiere vor der Hitze geschützt sind“, betont Dr. Klaus Mann, Leiter des Tierärztlichen Dienstes des Kreisveterinäramtes.

Eine tödliche Gefahr für alle Tiere sind Hitzeschläge. Zu den Warnzeichen gehören bei Hunden beispielsweise starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe, auch Bewusstlosigkeit. Erste-Hilfe-Maßnahmen sind der Wechsel in den Schatten, dem Tier langsam erst die Beine, dann den Körper mit feuchten Tüchern oder Decken kühlen und nur bei Bewusstsein Wasser anbieten. Dann sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, denn es besteht Lebensgefahr. „Hunde leiden unter der Hitze besonders, denn sie schwitzen nur an den Pfoten. Ihre Körpertemperatur können sie nur durch Hecheln regulieren. Dabei verlieren die Tiere jedoch viel Flüssigkeit. Insbesondere Wartezeiten im Auto bei sommerlichen Temperaturen führen bei Hunden schon in kurzer Zeit zu Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufproblemen mit anschließendem Kreislaufversagen. Im schlimmsten Fall kann die Hitze im Fahrzeug zum qualvollen Tod des Tieres führen“, warnt Dr. Klaus Mann.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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