Allgemeine Berichte | 28.08.2017

Stadtwerke Neuwied liefern Wasser an Bendorf

Wasser ist Leben

Offizielle Inbetriebnahme der neuen Trinkwasser-Verbindungsleitung

V.l.n.r.: Bürgermeister Michael Kessler, Bürgermeister Jan Einig, Beigeordneter Peter Kirst, Werkleiter Klaus Kux, Direktor Stefan Herschbach, Erster Beigeordneter Bernhard Wiemer. GM

Bendorf. „Die Einweihung der neuen Verbindungsleitung zwischen Neuwied und Bendorf stellt einen Meilenstein in der Zusammenarbeit der Städte Neuwied und Bendorf dar“, so bezeichnete Bürgermeister Michael Kessler letzten Donnerstag die offizielle Inbetriebnahme der neuen Trinkwasser-Verbindungsleitung an dem Pumpwerk am Ritterweg in Bendorf-Sayn.

In der Tat wurde mit dieser Aktion ein neues Kapitel in der reichhaltigen Geschichte der Stadt aufgeschlagen. Mit der Lieferung aus Neuwied ist die Versorgung der Bürger mit qualitativ hochwertigem Wasser jetzt für Jahrzehnte gesichert. Bis 2042 wird Bendorf jährlich rund 550.000 Kubikmeter Wasser von den Stadtwerken Neuwied (SWN) beziehen. Neuwieds Bürgermeister Jan Einig unterstrich den Willen zur Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus: „Das ist ein gutes Beispiel, wie man partnerschaftlich und auf Augenhöhe miteinander kooperiert. Das Ergebnis ist für alle Seiten ein Gewinn.“

Durch den Anschluss kann Bendorf die Wasserförderung im bisherigen Wasserschutzgebiet Rheinau einstellen. Damit spart sich die Stadt umfangreiche und teure Sicherungsmaßnahmen an den alten Brunnen, die aufgrund der Nähe zum Hafengelände keine neue Fördergenehmigung erhalten hatten.

Mit der Einstellung der Wassergewinnung in der Rheinau kann die Stadt zudem nun die Aufhebung des festgesetzten Wasserschutzgebietes beantragen. „Damit schaffen wir ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten für das Gebiet“, so der Stadtchef. Bürgermeister Kessler führte weiter aus, dass die Bendorfer Werke weiterhin selbständig bleiben und die Arbeitsplätze der dort arbeitenden Kollegen sicher sind, „denn wir beziehen auch weiterhin 35 Prozent unseres Wasser-Bedarfs aus unseren Brunnen im Groß- und Wenigerbachtal und investieren in die Sanierung unserer Netze,“ unterstrich Kessler. Sichere Arbeitsplätze sind auch für die SWN wichtig, wie deren Direktor Stefan Herschbach betonte: „Das Wasser haben wir in ausreichender Menge, das gilt auch für Technik, Infrastruktur und Personal. Die Lieferung für Bendorf gibt und Planungssicherheit. Nicht zuletzt hilft uns die höhere Effizienz, dass die Wasserpreise trotz steigender allgemeiner Kosten stabil bleiben.

Im November hatten die Bauarbeiten für den Lückenschluss zwischen den Netzen begonnen. Auf einer Strecke von etwa 1300 Metern ließen die Stadtwerke Bendorf die blauen Leitungen vom Ortseingang Heimbach-Weis bis zur Straße ‚An der Kapelle‘ in Bendorf-Sayn in Eigenregie und auf eigene Kosten verlegen. Außerdem wurde die Druckerhöhungsanlage im Ritterweg um zwei Pumpen erweitert. Die Erweiterung wurde nötig, da der Hochbehälter in Heimbach-Weis, aus dem das Wasser nach Bendorf fließt, elf Meter tiefer liegt als der Hochbehälter im Bendorfer Großbachtal. Die Ausgaben für die neuen Leitungen betragen rund 550.000 Euro. Die SWN übernehmen hiervon etwa 150.000 Euro, da sie auf den ersten 150 Metern ihre eigenen Wasser- und Gasleitungen und auch die Hausanschlüsse erneuert haben. Nachdem im Juni die Lücke geschlossen war, haben die Stadtwerke Bendorf ihr Wassernetz an das der Stadtwerke Neuwied angeschlossen. Nach mehreren Probeläufen beginnt jetzt die offizielle Wasserlieferung. Ursprünglich wollte Bendorf sein Wasser bereits ab 1. Januar von Neuwied beziehen und hatte die Trinkwassergebühren zu diesem Stichtag leicht erhöht. „Durch den Wintereinbruch kam es jedoch zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten, weshalb das Wasser erst jetzt durch die Rohre rauschen kann“, sagte Werkleiter Klaus Kux. „Deshalb werden wir die Kalkulation neu berechnen und den Preis für dieses Jahr wieder senken.“

Wasser marsch - Die BürgermeisterMichael Kessler und Jan Einig starten die Pumpen.

Wasser marsch - Die Bürgermeister Michael Kessler und Jan Einig starten die Pumpen.

V.l.n.r.: Bürgermeister Michael Kessler, Bürgermeister Jan Einig, Beigeordneter Peter Kirst, Werkleiter Klaus Kux, Direktor Stefan Herschbach, Erster Beigeordneter Bernhard Wiemer. Foto: GM

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