Allgemeine Berichte | 10.04.2019

Kreis und Löschgruppe Söven förderten Artenschutz in Swisttal

Wasser marsch für die Knoblauchkröte

Auf Initiative der Kreis-Naturschutzbehörde hatte die Freiwillige Feuerwehr Hennef, Löschgruppe Söven, die Maare mit Wasser befüllt. Foto: Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis. In der Nähe von Swisttal-Heimerzheim liegen mitten in der Feldflur die Pescher Maar und die Uhlshovener Maar. Die beiden Feuchtgebiete sind Lebensraum für die Knoblauchkröte. Diese streng geschützte Art kommt im Rhein-Sieg-Kreis nur noch im Bereich der beiden Maare in Swisttal vor. Der Name des Tieres bezieht sich auf das von den Kröten in Stresssituationen abgegebene, knoblauchähnlich riechende Sekret.

Ende März hat die Knoblauchkröte ihre Wanderung von den Überwinterungsplätzen zu den Gewässern begonnen, um dort abzulaichen. Die Entwicklung der jungen Kröten im Wasser reicht dann bis mindestens Ende Juni. Zwischen Ende Juni und Mitte September verlassen die Jungkröten das Gewässer wieder, um ihre Winterquartiere aufzusuchen. Die Knoblauchkröte braucht also von Ende März bis September unbedingt funktionierende Laichgewässer mit genügend Wasser!

„Dies ist das größte Problem der beiden Maare in Swisttal“, sagt Christoph Schwarz, Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises. „Da sie ausschließlich durch Niederschlagswasser gespeist werden, hängt die erfolgreiche Aufzucht des Nachwuchses wesentlich von der Menge und der Verteilung der Niederschläge ab“. Bleiben diese aus - oder sind sie zu gering -trocknen die Maare vor dem Ende der Entwicklung der Kaulquappen aus.

Hier reagiert der Rhein-Sieg-Kreis: Auf Initiative der Kreis-Naturschutzbehörde hatte die Freiwillige Feuerwehr Hennef, Löschgruppe Söven, die Maare mit Wasser befüllt. Denn wegen des trockenen Sommers 2018 und der bisher geringen Niederschläge ist die Pescher Maar aktuell ausgetrocknet. Die Uhlhover Maar führt noch eine geringe Menge Wasser, da es neben dem Niederschlag auch von Drainagen aus den umliegenden Flächen gespeist wird. Andere Wasserquellen sind im näheren Umfeld nicht vorhanden.

„Wir haben diese Gemeinschaftsaktion mit der Naturschutzbehörde des Rhein-Sieg-Kreises für eine Übung genutzt“, sagte Einsatzleiter Matthias Moore. „Etwa zwei Kilometer Schläuche mussten verlegt und eine Schlauchbrücke über die K 61 gebaut werden“. Somit wurde der Verkehr auf der Peterstraße nicht gefährdet, die K 61 musste nicht gesperrt werden.

Das Wasser für die Aktion stammte aus einem Brunnen, den Paul Freiherr von Boeselager zur Beregnung seiner landwirtschaftlichen Flächen nutzt.

Die Befüllung der Maare ist nur eine Maßnahme des Rhein-Sieg-Kreises, um die Population der Knoblauchkröte in Swisttal zu sichern. Viele ehrenamtliche Amphibienschützer sind im Einsatz, um im Umfeld der Maare eine an die Lebensbedürfnisse der Art angepasste Bewirtschaftung zu etablieren. Dazu gehört auch der Erwerb von Flächen durch die Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis und die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft. Hier geht es um den Lebensraum an Land, der für den Fortbestand der Art ebenso von Bedeutung ist.

In der nahegelegenen Kiesgewinnung der Firma Esser aus Euskirchen wurde schließlich vor wenigen Jahren ein neues Gewässer für die Knoblauchkröten angelegt. Und um die Population zu stabilisieren, hat die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft Tiere nachgezogen und wieder in die Maare ausgesetzt. Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

Auf Initiative der Kreis-Naturschutzbehörde hatte die Freiwillige Feuerwehr Hennef, Löschgruppe Söven, die Maare mit Wasser befüllt. Foto: Rhein-Sieg-Kreis

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