Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar
Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen
Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.
Die Wasserbüffel übernehmen in dem Lebensraum eine wichtige Rolle in der Landschaftspflege. Als „Mähmaschinen auf vier Beinen“ fressen sie kontinuierlich Schilf, Rohrkolben und grasartige Pflanzen. Dadurch verhindern sie unerwünschten Bewuchs, strukturieren Grün- und Wasserflächen und schaffen ein offenes, artenreiches Landschaftsmosaik.
Seit inzwischen zehn Jahren sind die Wasserbüffel in den Thürer Wiesen im Einsatz und leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz in dem Feuchtgebiet. Gleichzeitig haben sich die Tiere zu einem beliebten Anziehungspunkt für Besucher entwickelt.
„Wir freuen uns sehr, dass mit dem Einzug der Wasserbüffel nun auch die neue Fläche in den Thürer Wiesen offiziell als Projektgebiet eröffnet ist. Darauf haben wir mit Flächenankäufen lange hingearbeitet“, erklärt Tanja Stromberg, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis MYK.
Die Erweiterung war ursprünglich bereits für das vergangene Jahr geplant, musste wegen eines Ölunfalls und der daraus entstandenen Bodenverunreinigungen jedoch verschoben werden. Nachdem Untersuchungen im Frühjahr keine bedenklichen Ergebnisse mehr ergeben hatten, konnte das Projekt nun umgesetzt werden.BA
