Allgemeine Berichte | 16.07.2024

Klimabündnis Koblenz

Wasserstoff ist keine Option als Heizstoff in Koblenz

Koblenz. Oberbürgermeister David Langner und der neu gewählte Stadtrat wurden vor der Sommerpause vom Klimabündnis Koblenz informiert, dass grüner Wasserstoff nach wissenschaftlicher Untersuchung in über 50 Studien in den nächsten 20 Jahren nicht in ausreichender Menge vorhanden sein wird, um damit Wohnungen zu heizen. Er würde außerdem deutlich teurer sein als der Betrieb einer stromsparenden Wärmepumpe. Dass Wasserstoff (H2) keine Option für Heizungen ist, hatten Koblenzer Politikerinnen und Politiker der CDU, SPD, Grünen und Linken auch öffentlich bestätigt. Trotzdem wurde Wasserstoff für die kommunale Wärmeplanung - außerhalb gewerblicher und industrieller Nutzung - nicht ausgeschlossen. Die kommunale Wärmeplanung wird zur Zeit von den Stadtwerken, der evm und dem ifas, einem unabhängigen Planungsinstitut, erstellt und soll mit abschließendem Beschluss des Stadtrates festlegen, in welchen Stadtteilen welche Wärmeversorgung angeboten werden soll, also z.B. Geothermie, Flusswärme, Abwärme aus Industrie, Strom für Wärmepumpen.

Das Klimabündnis fordert, die H2-Option ganz aus der Wärmeplanung zu streichen. Das Gasnetz in Koblenz ist für die Versorgung mit Wasserstoff derzeit nicht geeignet und müsste für die Verbraucherinnen und Verbraucher kostenintensiv nachgerüstet und großenteils ausgetauscht werden. Da grüner Wasserstoff nicht ausreichend vorhanden sein wird, wird auch weiter fossiles Gas geliefert werden, welches über die CO2-Abgabe immer teurer wird. Das Klimabündnis befürchtet, dass unnötige H2-Planungen und der Weiterbetrieb der Gasnetze die Erdgasnutzung und den Treibhausgasausstoß verlängern werden, aber auch, dass die angeschlossenen Kunden in eine enorme Kostenfalle laufen, wenn sie nicht rechtzeitig zu vorhandenen und kostengünstigeren Alternativen wechseln. Infos dazu sind über www.Klimabuendnis-Koblenz.de erhältlich.

Das Klimabündnis Koblenz, bestehend aus den Mitgliedern BUND, Greenpeace, SolarenergieFörderverein Deutschland, Health for Future, Waldwende-Jetzt!, Radentscheid, Fridays for Future und weiteren 15 Gruppen. Pressemitteilung des

Klimabündnis Koblenz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Stellenanzeige Zahntechniker, 2. Anzeige "2+1 Aktion"
2+1 Aktion
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juli 2026
150 Jahre Zeitungstradition
Einzelbuchungen  149180/0
150 Jahre Blick aktuell
Empfohlene Artikel
Foto: Vanessa Strohe, LBM Cochem-Koblenz
51

Remagen-Kripp. Der Wiederaufbau im Ahrtal erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein: Für den Neubau der Kläranlage Untere Ahr im Auftrag des Abwasserzweckverbandes Untere Ahr wird eine direkte Anbindung an die B 266 geschaffen. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 240 Millionen Euro zählt die neue Kläranlage zu den größten Wiederaufbauprojekten im Ahrtal und bildet einen wesentlichen Baustein für eine zukunftssichere Abwasserinfrastruktur.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Am Sasmtag 19.September heißt es wieder „Andernach tanzt“
700

„Anzeige“ Andernach. Die Andernacher Tanzparty geht in die vierte Runde. Unter dem Motto „Andernach tanzt“ wird es am Samstag, 19. September 2026 unter anderem wieder zahlreiche „Disco-Foxtrott Runden“ mit Musik der vergangenen 60 Jahre geben. Für beste Partystimmung sorgt der von den HR 1 Dancefloor bekannt Video-DJ Peter Baur mit alten und auch aktuellen Top Hits. Musikvideos auf Großleinwand, die Fotobox sowie eine Cocktailbar sind eingeplant.

Von Thomas Manstein aus Sinzig

Weiterlesen