Klimabündnis Koblenz
Wasserstoff ist keine Option als Heizstoff in Koblenz
Koblenz. Oberbürgermeister David Langner und der neu gewählte Stadtrat wurden vor der Sommerpause vom Klimabündnis Koblenz informiert, dass grüner Wasserstoff nach wissenschaftlicher Untersuchung in über 50 Studien in den nächsten 20 Jahren nicht in ausreichender Menge vorhanden sein wird, um damit Wohnungen zu heizen. Er würde außerdem deutlich teurer sein als der Betrieb einer stromsparenden Wärmepumpe. Dass Wasserstoff (H2) keine Option für Heizungen ist, hatten Koblenzer Politikerinnen und Politiker der CDU, SPD, Grünen und Linken auch öffentlich bestätigt. Trotzdem wurde Wasserstoff für die kommunale Wärmeplanung - außerhalb gewerblicher und industrieller Nutzung - nicht ausgeschlossen. Die kommunale Wärmeplanung wird zur Zeit von den Stadtwerken, der evm und dem ifas, einem unabhängigen Planungsinstitut, erstellt und soll mit abschließendem Beschluss des Stadtrates festlegen, in welchen Stadtteilen welche Wärmeversorgung angeboten werden soll, also z.B. Geothermie, Flusswärme, Abwärme aus Industrie, Strom für Wärmepumpen.
Das Klimabündnis fordert, die H2-Option ganz aus der Wärmeplanung zu streichen. Das Gasnetz in Koblenz ist für die Versorgung mit Wasserstoff derzeit nicht geeignet und müsste für die Verbraucherinnen und Verbraucher kostenintensiv nachgerüstet und großenteils ausgetauscht werden. Da grüner Wasserstoff nicht ausreichend vorhanden sein wird, wird auch weiter fossiles Gas geliefert werden, welches über die CO2-Abgabe immer teurer wird. Das Klimabündnis befürchtet, dass unnötige H2-Planungen und der Weiterbetrieb der Gasnetze die Erdgasnutzung und den Treibhausgasausstoß verlängern werden, aber auch, dass die angeschlossenen Kunden in eine enorme Kostenfalle laufen, wenn sie nicht rechtzeitig zu vorhandenen und kostengünstigeren Alternativen wechseln. Infos dazu sind über www.Klimabuendnis-Koblenz.de erhältlich.
Das Klimabündnis Koblenz, bestehend aus den Mitgliedern BUND, Greenpeace, SolarenergieFörderverein Deutschland, Health for Future, Waldwende-Jetzt!, Radentscheid, Fridays for Future und weiteren 15 Gruppen. Pressemitteilung des
Klimabündnis Koblenz
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