Vortrag und Fest in der interkulturellen Woche
„Wege zum Frieden“
Neuwied. „Wege zum Frieden“ war ein Fest des Café Asyls und der Initiative Starke NachbarInnen im Rahmen der interkulturellen Woche überschrieben. In den Räumen der Offenen Gemeinde Heilig Kreuz sprach die Albanerin Esmeralda Shabanaga über ihren persönlichen Weg. Vor fünfeinhalb Jahren war sie nach Deutschland gekommen und hatte gehofft, schnell ihren Platz in dieser Gesellschaft zu finden. Sie musste aber erfahren, dass eine Arbeit wie vorher zu Hause auch wegen der fehlenden Sprachkenntnisse nicht möglich war.
Trotzdem gab sie nicht auf und hielt sich an ihr großes albanisches Vorbild Mutter Teresa, die gesagt hatte: „Wenn ihr keine großen Dinge tun könnt, tut kleine Dinge mit großer Liebe.“ Ihr war wichtig, die Freundlichkeit nicht zu verlieren, und mithilfe neuer Freunde habe sie einen Weg gefunden, der sie stärker gemacht habe als zuvor. Dafür sei sie dankbar und Dankbarkeit sei eine starke Waffe des Friedens. Bilal Almasri von den starken NachbarInnen ergänzte, dass Frieden für ihn mehr sei als ein Leben ohne Krieg. Er sei aus dem Krieg in Syrien nach Deutschland gekommen, aber er sehe, dass positiver Frieden auch beinhaltet, dass es keine Armut und keine Ausgrenzung gibt.
Für Maria Remezova bedeutet Frieden eine innere Harmonie. Björn Shabanaga brachte mit seinen Liedern zur Gitarre die Teilnehmenden zum Klatschen und Tanzen. Eritreische Frauen hatten ein Essen vorbereitet. Dorothee Bruchof vom Café Asyl drückte den über 40 Teilnehmern des Festes aus dem Irak, der Ukraine und Belarus, der Türkei, Syrien, Albanien, Eritrea und Deutschland ihre Wertschätzung aus.
