Die Woche im Garten
Wehmütiges Einwintern
Wachtberg. Früher war Allerheiligen im Rheinland der Tag, bis zu dem man den Garten winterfertig machte. Aber das ist lange her: Schon 2001 steht in unserem Gartenkalender unter dem 1. November: „Schön, 17 Grad“, und tatsächlich sind die letzten Arbeiten weit in den November gerückt. Nur das Ausheben der Dahlienknollen ist bei uns traditionell eine 1. November-Arbeit. Sie kommen dann in Sandeimern in den Keller, gut mit Namensschildern beschriftet und gelegentlich gegossen. Dasselbe gilt für die Mombretien, außer für die ganz späte Sorte. Ebenso ist es Zeit für die Geranien, weil sehr frostempfindlich, aber die können auch völlig zurückgeschnitten gut mit ihren nackten Wurzeln überwintern, vielleicht in dickes Zeitungspapier eingewickelt. Bis zur Monatsmitte kommen dann alle Kübelpflanzen nach, denn sie sind eigentlich alle frostempfindlich: Oleander, Sonnenhut, Fuchsien, Bartfaden und, und, und. Hier einmal ein rühmendes Wort über die Dipladenie, immer noch ein prächtiger Dauerblüher, und wir werden erstmals versuchen, auch sie durch den Winter zu bringen.
Natürlich stellt sich bei diesem Abräumen auch etwas Melancholie ein: Volle vier Monate dauert es dann bis zur ersten Frühlingsblüte. Da ist es gut, dass es die Immergrünen mit den hübschen roten Beeren gibt, wie Berberitzen, Cotoneaster, und besonders hübsch das Pfaffenhütchen, zugleich rosa Blüten und orange Früchte, wenn man genau hinsieht. Eine Zierde bleiben auch den ganzen Winter über China-Schilf und Japan-Gras, und selbst die verblichenen Hortensien sind noch ansehnlich, bei manchen Pflanzen auch die Fette Henne.
Auch die handfeste Arbeit wird noch nicht weniger: Die Füße von Beerensträuchern und Rosen werden hoch mit Komposterde aufgefüllt, bei Stammrosen die hohe Veredelungsstelle umwickelt. Die Regentonnen können jetzt geleert werden, die Sonnenschirme und die Gartenschläuche hereingebracht. Der letzte Rasenschnitt ist wohl vorüber, aber das Abräumen der verwelkten Pflanzen geht noch wochenlang weiter, und das Laubharken sogar täglich. Auf eine Stunde gesunder Gartenarbeit kommt man also noch immer. Dazu etwas Erfreuliches über die Tulpenzwiebeln: Rund die Hälfte hat über den Sommer in Sandtöpfen so große Tochterzwiebeln gebildet, dass sie wieder ausgesetzt werden konnten, bei uns wegen der Wühlmäuse leider immer in Töpfen, mit einer Sandschicht am Boden.
Es war auch höchste Zeit für eine Rückkehr zur Winterzeit, vor allem wegen der Schulkinder, aber gärtnerisch ist es doch ein Verlust, wenn es schon um fünf Uhr dunkel wird.
Das heutige Gemälde stammt von einem japanischen Maler, der als Stipendiat in Deutschland war und uns sein ganzes Leben nahe geblieben ist.
Ulrich Junker
Artikel melden
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Bürgermeister begrüßt Bundestagsabgeordneten Röttgen am Infomobil des Deutschen Bundestages
Im Gespräch vor Ort
Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.
Weiterlesen
Intentant der Burgfestspiele Mayen zum Tod von Mario Adorf
Ein Leben für die Schauspielkunst – und für die Menschen
Mayen. Die Burgfestspiele Mayen trauern um den Schauspieler Mario Adorf, der in der Nacht zum 8. April 2026 in Paris im Alter von 95 Jahren verstorben ist.
Weiterlesen
Dachstuhlbrand in Sinzig-Löhndorf
08.04.: Einfamilienhaus in Sinzig steht in Flammen – Feuerwehr, Polizei und Seelsorger sind vor Ort im Einsatz
Sinzig/Löhndorf. In Prümer Straße des Sinziger Stadtteils Löhndorf kam es am heutigen Nachmittag zu einem Brand im Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Derzeit sind die Feuerwehren aus Sinzig, Bad Neuenahr und Remagen sowie die Polizei und Notfallseelsorger vor Ort.
Weiterlesen
