Allgemeine Berichte | 25.04.2018

Die acht Löschzüge der VG Linz trafen sich am Samstag zum Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag

Wehrleitung hat sich rechtzeitig um die Sicherung der Tagesalarmbereitschaft gekümmert

Mit der Verleihung der Silbernen und der Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen endete am der offizielle Teil des Feuerwehrtags der Verbandsgemeinde Linz. DL

Kasbach-Ohlenberg. Zahlreiche Ehrengäste konnte der Chef der Linzer Wehr, Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer am Samstag nach dem vom Feuerwehrseelsorger, Diakon Eberhard Roevenstrunk, und dem evangelischen Pfarrer Michael Busch gehaltenen ökumenischen Gottesdienst und nach dem schwungvollen Einstieg des Leubsdorfer Feuerwehr-Musikzugs im Bürgerhaus von Kasbach-Ohlenberg neben der Vertreterin des Hausherrn, Frank Becker, der Ortsbeigeordneten Claudia Schnelle, grüßen. Namentlich willkommen heißen konnte er die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, den Ersten Kreisbeigeordneten Michael Mahlert, seine beiden Stellvertreter, die VG-Beigeordneten Andrea Sünning-Löhr und Herbert Kröll, die Ersten VG-Beigeordneten der Nachbarkommunen, Reiner W. Schmitz aus Bad Schöningen und Heinz Schmitz aus Unkel, sowie Vertreter der Linzer Kommunen. Begrüßen konnte er auch die Kollegen von Wehrleiter Thomas Neles und seinem Stellvertreter Christoph Tuner, die stellvertretenden Wehrleiter aus Bad Höningen und Unkel, Raimund Scheiden und Ralf Wertes, die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung sowie die Jugendfeuerwehr, die dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern kann, sowie natürlich die Kameraden der Linzer Löschzüge.

„Ohne Euch würde wahrscheinlich jede Gefahr in einer Katastrophe enden. Während andere Feuerwehren vor allem im ländlichen Raum immer mehr Aktive verlieren, dürfen wir auf Euch zählen: Ihr macht Euren Job. Wir wissen, dass wir vollstes Vertrauen in Euch setzen können“, lobte der VG-Chef der Kameraden. Allerdings werden deren Einsatzgebiete immer vielfältiger, Stichwort Dauerregen mit Erdrutschen und Schlammlawinen. Die Anforderungen steigen, während die Distanz vom Wohnort zum Arbeitsplatz immer größer wird, so dass Maßnahmen angesichts dieser strukturellen Änderung ergriffen werden müssten, um die Tagesalarmsicherheit zu gewährleisten. „Zum einen werden wir zwei Vollzeitstellen bei der Feuerwehr Linz einrichten. Während die Kommunalaufsicht schon grünes Licht gegeben hat, muss der VG-Rat noch den entsprechenden Stellenplan auf den Weg bringen“, so der Chef der Wehr. Außerdem habe er zusammen mit seinem damaligen Kollegen Michael Mahlert eine engere Kooperation mit der Hönninger Wehr beschlossen. Und die Linzer Wehr sei eine enge Partnerschaft mit zwei Kommunen auf der Höhe eingegangen, bei denen viele Linzer Feuerwehrleute beschäftigt seien. „Dieses geschulte Personal mit einem eigenen Fahrzeug und der entsprechenden Schutzkleidung entspricht mit unserer Infrastruktur schon fast einer Werks-Feuerwehr“, erklärte Hans Günter Fischer. Darüber hinaus müsse man aber alles tun, um das Ehrenamt Feuerwehr attraktiver zu machen, ergänzte er.

Mit einem Hinweis auf die Bedeutung der am 2. Juli 1988 gegründeten Jugendfeuerwehr begann Thomas Nelles seine Rede. „Ihr seid unsere Zukunft. Bis heute sind 42 Prozent aller aktiven Mitglieder unserer Löschzüge aus der Kaderschmiede Jugendfeuerwehr zum aktiven Einsatzdienst übergewechselt“, berichtete er. Im Sommer sei eine Jubiläumsveranstaltung mit einigen Überraschungen für den Nachwuchs geplant, versprach der Wehrleiter, bevor er sich dem zurückliegende Jahr widmete.

In dem sei er im Bereich „Retten – Löschen – Bergen und Schützen“ etwas ruhiger mit „nur“ 188 Einsatzstellen zugegangen, zumal die Linzer Wehr auch von größeren Unwetter-Ereignissen verschont geblieben war. Waren die Kameraden 2016 mit 230 Einsätzen durchschnittlich alle 36 Stunden im Einsatz, so mussten sie im Vorjahr rund alle zwei Tage ausrücken.

Anschließend ging auch er auf die Kooperation mit Unternehmen ein. Bereits Ende 2016 hatte er die Situation der Wehr in der VG Linz aufgezeigt. „Nach Gesprächen mit Firmen, dem Kreis und der VG-Verwaltung sieht es so aus, dass in Kürze mit der Einheit Strödt eine neunte Feuerwehr hier bei uns gegründet wird und zwar im Bereich der Firmen Niedax und Birkenstock, wobei letztendlich ein taktisches Einsatzfahrzeug und zwei Logistikfahrzeuge in Strödt stationiert werden“, berichtete er. Die Schutzausrüstung sei bis auf die Helme geliefert und werde für die Auslieferung vorbereitet. So könne man mit Stolz sagen, dass nicht nur die Mitgliederzahlen der Linzer Wehr seit zehn Jahren konstant seien, sondern dass sogar eine neunte „Einheit“ mit über 26 Mitgliedern aktuell gebildet werde. Dieses Projekt sei einmalig in ganz Rheinland-Pfalz, so Thomas Nelles nicht ohne Stolz, bevor er sich den im Vorjahr abgeschlossenen Maßnahmen widmete.

Sein dank galt neben den Feuerwehrleuten und seinem Stellvertreter auch den politischen Entscheidungsträgern sowie Hans Günter Fischer, für den die Feuerwehr keine notwendige Pflichtaufgabe sei.

Anschließend verpflichtete der VG-Chef Daniel Lützenkirchen und Heino Königsbauer aus Sankt Katharinen, Maxim Honnef aus Leubsdorf sowie Henning Kolbow und Merlin Börder aus Kasbach zu Feuerwehranwärtern. Als Feuerwehrmann/-frau verstärken seit dem Wochenende Joao Vieira, Pascal Schmidt und Franz Wagner den Löschzug von Sankt Katharinen, Christian Bergner und Daniel Lorscheid den von Vettelschoß, Niklas Honnef den Leubsdorfer und Jana-Marie Herring sowie Micha Marsberger den Dattenberger Löschzug. Zum Oberfeuerwehrmann/-frau wurden Victoria Ehrenberg aus Sank Katharinen, Daniel Lorscheid, Martin Skrodolis und Thomas Teuner aus Vettelschoß sowie Michael Gapski aus Ockenfels befördert. Zum Hauptfeuerwehrmann befördert wurden die Linzer Andreas Krämer, Steffen Schreiber, Kevin Willscheid und Felix Reck, der Vettelschoßer Marvin Kureliuk, der Leubsdorfer Stephan Fasshauer, der Kasbacher Tobias Bäcker, und der Ockenfelser Michael Gapski.

Als Löschmeister unterstützen Markus Baars den Linzer, Christopher Ehrenberg und Michael Homscheid den Sankt Kathariner, Christian Reifert den Leubsdorfer und Norbert Weber den Kasbacher Löschzug. Zu Oberlöschmeistern wurden Markus Schlömer aus Sankt Katharinen, Peter Kureliuk aus Vettelschoß, Hanshelmut Kirschbaum aus Dattenberg und Demetre Malzmüller aus Kasbach befördert. Zum Brandmeister als Gruppenführer ernannt wurden Markus Schmidt aus Leubsdorf und Jan Karbowski aus Linz, während Andreas Jesberger den Kasbacher Löschzug als Oberbrandmeister verstärkt. Abschließend wurde Jörg Schwarz zum Gerätewart des Löschzugs Dattenberg bestellt.

Verabschiedet aus dem Dienst wegen Erreichens der Altersgrenze wurden dann Manfred Ehrenberg aus Sankt Katharinen und die drei Dattenberger, Ex-Wehrführer Brandmeister Günter Gombert, Oberlöschmeister Hanshelmut Kirschbaum und Hauptlöschmeister Joachim Kröll. Nicht entlassen wurde dagegen Jugendfeuerwehrwart Florian Ziegenhain, allerdings musste er aus seinem Amt ausscheiden, hatte er doch er mit seinem Umzug nicht nur die VG Linz, sondern mit seinem neuen Wohnsitz Rheinbach auch das Land Rheinland-Pfalz verlassen. Ganz aufgeben wollte er seine junge Truppe jedoch nicht und so fiel ihm im Gespräch mit VG-Chef Hans-Günter Fischer und seinem Stellvertreter Andreas Mertesacker das Spielchen „Bäumchen wechsle dich“ ein. Während dieser zum neuen Jugendfeuerwehrwart der VG Linz ernannt wurde, rückte sein Vorgänger in die zweite Reihe, so dass das bewährte Team dem Nachwuchs erhalten bleibt.

Den Löschzügen erhalten bleiben natürlich auch die neuen Träger des Silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichens für 25-jährigen aktiven Dienst: Björn Nietzard aus Linz, Tobias Schaarschmidt und Alexander Dutz aus Sankt Katharinen, Sascha Honnef aus Dattenberg, Markus Schäfer aus Ohlenberg und Ralf Siebertz aus Ockenfels. Während diese Auszeichnungen von Hans-Günter Fischer und Thomas Nelles vorgenommen wurden, überreichte die Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen der 1. Kreisbeigeordnete im Namen von Innenminister Roger Lewentz. So zeichnete Michael Mahlert für 35-jährigen, aktiven Dienst in der Feuerwehr Ernst Buchholz aus Vettelschoß und Johannes Scholl aus Ohlenberg aus sowie den früheren Linzer Wehrführer Udo Paffhausen. Diese Ehrennadel für 45-jährige Feierwehrzugehörigkeit verlieh er unter dem Beifall der Kameraden zudem den drei Dattenbergern Hans-Günter Gombert, Hanshelmut Kirschbaum und Joachim Kröll.

DL .

Nur mit getauschten Funktionen leiten Florian Ziegenhain und Andreas Mertesacker weiter die Jugendfeuerwehr der VG Linz.

Nur mit getauschten Funktionen leiten Florian Ziegenhain und Andreas Mertesacker weiter die Jugendfeuerwehr der VG Linz.

Mit der Verleihung der Silbernen und der Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen endete am der offizielle Teil des Feuerwehrtags der Verbandsgemeinde Linz. Foto: DL

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